Bei einer Waldschau informieren sich Kommunalpolitiker oberhalb der Grundschule Oberes Ohmtal bei Ober-Ohmen über Windwürfe und Aufforstungsmöglichkeiten. FOTO: RS
+
Bei einer Waldschau informieren sich Kommunalpolitiker oberhalb der Grundschule Oberes Ohmtal bei Ober-Ohmen über Windwürfe und Aufforstungsmöglichkeiten. FOTO: RS

3000 Laubbäume werden gepflanzt

  • vonRedaktion
    schließen

Mücke(pm). Touristen kommen in den Vogelsbergkreis auch wegen des Erholungswertes in den weitläufigen Wäldern. Es ist deshalb schlecht, dass durch Windwurf, Trockenheit und den Borkenkäfer riesige Lücken in die Fichtenbestände gerissen wurden. Vor diesem Hintergrund ist es günstig, dass es Förderungen zur Wiederaufforstung durch das Land Hessen gibt und der in Oberhessen tätige neue "Klimafairein" seinen Ursprung in Mücke hat. Alle drei Themen wurde bei Ausschusssitzungen in den vergangenen Tagen thematisiert.

"Im Gemeindewald wird man die Fichte nicht halten können", leitete Bürgermeister Andreas Sommer in die Thematik ein. Bestes sägefähiges Holz sei inzwischen nur noch ein Zehntel des seitherigen Preises wert. "Das wird nahe dem Windhain mal wieder Wald, aber es wird kein Wirtschaftswald", betonte der gelernte Forstmann. Kürzlich habe die Gemeinde beim Land zwei Förderanträge gestellt für reinen Laubwald mit einer Förderquote von sehr guten 85 Prozent. Die Investitionssumme betrage 50 000 Euro. Trotz allen Gegensteuerns ist sich der Bürgermeister sicher, " in ein bis zwei Jahren werden wir uns von der Fichte verabschiedet haben".

Tourismus-AG stellt Werbemittel vor

Als sehr günstig für die Gemeinde ordnete der Bürgermeister die Gründung des "Klimafaireins" in Mücke ein. Dieser Verein sei in ganz Oberhessen aktiv und habe auch schon viele Spenden eingeworben. Sein Ziel sei, in den kommenden Jahren rund eine Million Bäume zu pflanzen. Das sei ein enormes Vorhaben, betonte Sommer, denn das bedeute die Wiederherstellung von rund 200 Hektar Wald. Es sei ein anspruchsvolles Ziel für eine Truppe, die bislang noch keinen Baum gepflanzt habe. Auftakt dazu sei mit etwa 3000 jungen Laubbäumen am 15. November bei der Kalamitätsfläche oberhalb des Windhaines. So lasse sich wieder eine Abteilung des Gemeindewaldes aufstocken.

Bürgermeister Andreas Sommer berichtete zudem über die Arbeit der Arbeitsgruppe Tourismus. Eine Neuigkeit sei, dass man sich entschlossen habe, kleine Präsente zur Imageförderung zu entwickeln. Dazu zählten Kugelschreiber, Blocks oder Taschen zum Mitnehmen.

Aber es gebe auch eine Fliegenklatsche für Mücken aus Mücke. Das sei ein kostengünstiges und ein schönes Werbemittel. Die Entwicklung eines Logos mit hohem Identifikationsgrad laufe noch. Sommer berichtete weiter, dass Radweglücken geschlossen werden sollen, Hinweisschilder würden bestellt, und eine Karte werde entwickelt,

Lutherweg wird mehrfach gemäht

Der Lutherweg werde überregional genutzt, und es habe Beschwerde gegeben, dass Touristen in der Mücker Gemarkung hüfthoch im Gras gestanden hätten. Das sei zu verbessern, konstatierte Sommer, denn wer einmal mit nassen Oberschenkeln durch Mücke gewandert sei, werde sich mit Grauen an den Ort erinnern. Jetzt wird zweimal im Jahr gepflegt, bei Bedarf auch dreimal. Euch die Erdwege werden entsprechend in Stand gehalten. Für eine Broschüre werden aus den einzelnen Ortsteilen die alten Bäume und die Kirchen abgelichtet.

Für alle diese Vorhaben seien noch die Mittel im Haushalt einzustellen, kündigte der Bürgermeister an. Zudem habe sich ein Arbeitskreis Merlauer Wasserschloss gebildet. Es wird das Anlegen eines Rundweg angestrebt, und es soll Tafeln an verschiedenen Standorten geben, die darstellen, wie der Blick auf den Ort aussehen würde, wenn es das Schloss noch geben würde.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare