Norwegisches Lachsfilet (Zucht) wird am 15.04.2014 auf einem Wochenmarkt in Langenhagen.
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Symbolbild: Norwegisches Lachsfilet auf einem Wochenmarkt.

Kann sogar tödlich sein

Rückruf: Fisch-Produkt verunreinigt - doch wichtige Angabe fehlt, obwohl sogar tödliche Gefahr davon ausgeht

  • Marc Dimitriu
    vonMarc Dimitriu
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Erneut wird ein Produkt wegen Verunreinigung zurückgerufen. Genaue Informationen zum Rückruf fehlen jedoch.

  • Ein Lachs-Produkt wird zurückgerufen.
  • Der Lachs ist wohl mit Listerien verunreinigt.
  • Es besteht sogar Todesgefahr für bestimmte Gruppen.

München - Bei vielen Deutschen ist Lachs ein beliebtes Produkt. Vor allem die geräucherte Version die scheibenweise und ohne lästige Gräten im Supermarkt verkauft wird, ist ein Verkaufsschlager. Jetzt wird vor so einem Lachs gewarnt. Auf der Website lebensmittelwarnung.de, die zum Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gehört, wird ein Rückruf* verbreitet.

Rückruf: Lachs der Fa. Marquart GmbH verunreinigt

„Im Rahmen einer Eigenkontrolle wurde bei dem Produkt Graved Lachs, 100 g, der Fa. Marquart GmbH eine mikrobakteriologische Abweichung festgestellt“, wird auf den beigefügten Kundenaushang des Unternehmens verwiesen. Fa. Marquart GmbH teilt mit: „Ihre Sicherheit steht für uns an erster Stelle. Wir rufen daher aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes diesen Artikel zurück. Wir bitten Sie, alle Packungen mit Graved Lachs, 100 g, Chargen Nr. 7527, MHD: 27.10.20 (Informationen auf der Produktrückseite) nicht mehr zu verwenden und in unsere Verkaufsstelle zurückzubringen.“ Der Kaufpreis wird dabei vom Unternehmen erstattet.

Rückruf: Kritik wegen fehlenden Informationen - Listerien in Lachs?

Betroffen sind die Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen. Das Portal produktrueckrufe.de weist jedoch auf die Unvollständigkeit des Rückrufes* hin. „Eine Meldung, mit der VerbraucherInnen aufgrund unpräziser und zum Teil fehlender Angaben nur schwer etwas anfangen können. Eine Benennung der „mikrobakteriologischen Abweichung“ erscheint jedoch weder dem Hersteller von Bedeutung noch ergänzen die Behörden die Meldung um diese doch sehr wichtige Information: Sind mikrobiologische Verunreinigungen in ihren Risiken und dem Umgang damit doch sehr unterschiedlich“, kritisiert das auf Rückrufe spezialisierte Portal.

„Mikrobakteriologischen Abweichung“ könnte bedeuten, dass sich möglicherweise Listerien in dem Produkt befinden. Ein häufiger Grund für Rückrufe*, wie bei diesem Rückruf von Käse. Bei Schwangeren, Neugeborenen, älteren Menschen oder Personen mit einem geschwächten Immunsystem kann die Krankheit Listeriose einen schweren Verlauf nehmen und zu Blutvergiftungen, Gehirn- oder Gehirnhautentzündung führen und sogar tödlich sein. Außerdem kann sie bei Schwangeren auch ohne Symptome Früh- oder Fehlgeburten zur Folge haben. (md) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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