1. Gießener Allgemeine
  2. Verbraucher

Monstera Deliciosa braucht Spezial-Pflege: Fatale Fehler töten die Pflanze

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Malin Annika Miechowski

Kommentare

Die Monstera benötigt in den kalten Monaten spezielle Pflege. Diese Tipps können helfen.

Deutschland - Mit seinen großen Blättern verwandelt das sogenannte Fensterblatt vermutlich viele Zimmer und Büros in grüne Oasen. Durch die durchlöcherte oder auch geschlitzte Form ist das Gewächs ein echter Blickfang und sorgt für bessere Luft. Doch vor allem im Winter kommt es bei vielen Pflanzen auf die richtige Pflege* an. RUHR24* erklärt, worauf man bei der Monstera achten muss.

PflanzengattungFensterblätter
Wissenschaftlicher NameMonstera
FamilieAronstabgewächse (Araceae)
OrdnungFroschlöffelartige (Alismatales)
KlasseBedecktsamer (Magnoliopsida)

Monstera in der Wohnung pflegen: Wichtige Tipps im Winter befolgen

Eigentlich ist die Monstera, die es in verschiedenen Varianten gibt, eine pflegeleichte Zeitgenossin. Doch damit man auch im kommenden Frühjahr noch Freude an ihr hat, ist die richtige Raumtemperatur wichtig. Bei der Heizung auf das Hochdrehen zu verzichten, tut bei den hohen Heizkosten in diesem Winter* nicht nur der eigenen Geldbörse gut, sondern auch vielen Pflanzen. Für die Monstera ist eine Temperatur von 21 Grad mit möglichst hoher Luftfeuchtigkeit optimal, die sie auch in ihrer Heimat in Südamerika hat.

Nach Informationen des Portals Utopia schaden aber auch etwas niedrigere Temperaturen nicht. Trotzdem sollte sie ihren Platz in den nächsten Monaten bei unter 12 Grad Celsius lieber innerhalb der Wohnung finden. Sobald es wärmer ist, freut sie sich über frische Luft auf Balkon oder Terrasse.

Vorsicht ist bei direkten Sonnenstrahlen geboten. Das Fensterblatt mag es – wie der Name schon sagt – eher hell. Doch zu viel direkte Sonne kann ihr schaden. Daher empfiehlt sich Platz im Halbschatten statt am Fenster. Damit sich neue Blätter bilden, braucht sie aber genug (indirektes) Licht.

Fensterblätter im Winter pflegen: Wassermenge ist entscheidend

Etwas unkomplizierter wird die Pflege in den Wintermonaten, wenn es um die Bewässerung geht. Dabei gilt die Regel „Weniger ist mehr“. Aufgestautes Wasser sollte sich besser nicht ansammeln. Einen Hinweis darüber, dass sie bereits mehr als genug gegossen wurde, gibt die Monstera über braun gefärbte Blätter, die dann an Herbstlaub* erinnern.

Vermieden werden sollte zudem das Umtopfen. Laut Utopia sollten Besitzer eines Fensterblattes damit lieber bis zum Frühling warten. Allgemein sei es ratsam, die Pflanze einmal pro Jahr in ein größeres Gefäß umzutopfen. Nach Informationen von Mein schöner Garten ist auch der Boden entscheidend.

Monstera Pflanze Zimmerpflanze Garten
Die Monstera Deliciosa braucht bestimmte Pflege. © Lena Zschirpe/RUHR24

Für ausreichend Nährstoffe und die Aufnahme von Wasser ist es wichtig, dass die Erde reich an Humus ist. Das Portal Plantura.Garden empfiehlt zudem beim Boden einen pH-Wert, der sauer bis neutral ist. So toleriere die Monstera sogar Kalk. Zum Gießen eignet sich Regenwasser und Mineralwasser eher als Leitungswasser.

Monstera in der Wohnung pflegen – richtiger Schnitt ist wichtig für Wachstum

Gegen zu wenig Luftfeuchtigkeit durch Heizungsluft im Winter hilft das gelegentliche Besprühen der Blätter mit destilliertem oder abgestandenem Wasser. Damit die Monstera sich richtig entfalten kann, benötigt sie viel Platz und staubfreie Blätter. Regelmäßiges säubern mit einem Lappen ist daher sinnvoll. Dabei gilt es, auf die Luftwurzeln der Pflanze Acht zu geben (mehr Garten-News und Tipps* bei RUHR24).

Das ist auch beim Zurückschneiden entscheidend. Wird die Monstera zu wulstig oder zu groß für ihren Platz, können die Blätter laut Plantura.Garden abgeschnitten werden, solange man die Luftwurzeln nicht beschädigt, die das Gewächs neben den üblichen Wurzeln für die Nährstoffaufnahme besitzt. Dann kann die Pflanze auch anschließend wieder austreiben. Der beste Zeitpunkt zum Kürzen des Fensterblattes ist allerdings beim Umtopfen, also eher im Frühjahr statt im Winter, wo die Pflanze eine andere Pflege benötigt*.

Bis zu drei Meter kann die Monstera bei richtiger Pflege in die Höhe schießen. Daher sollte sie eine Rankenhilfe haben, an der sie Richtung Zimmerdecke wachsen können. Wer nicht genug von dem Anblick der Monstera bekommen kann, der hat die Möglichkeit, sie zu vermehren. Das funktioniert beispielsweise über Ableger der Pflanze. Dafür einfach Stecklinge mit einer Größe von 20 bis 25 Zentimeter für einige Zeit in einem Glas Wasser zu halten, bis sie etwas gewachsen sind. Auch hierbei ist eine Temperatur von 20 bis 25 Grad optimal.

Monstera pflegen: Pflanze birgt Gefahr für Mensch und Tier

Die Sorte „Monstera deliciosa“ entwickelt sogar essbare Beeren. Aber Achtung: Vorsicht ist bei dem Saft der Pflanzen geboten. Dieser kann sowohl dem Menschen als auch Haustieren, wie Hunden und Katzen schaden. Wer das Gewächs über Stecklinge vermehren möchte, sollte daher unbedingt Handschuhe tragen. Ansonsten kann der Saft bei Mensch und Tier für die Reizung der Schleimhäute sorgen.

Dazu sind Symptome möglich, die typisch für Vergiftungen sind. Dazu gehören laut Plantura.Garden „Übelkeit, Erbrechen und Durchfall“. Bei Tieren sind zudem „ein schwankender Gang oder ungewöhnlicher Speichelfluss“ alarmierende Signale. Dann ist schnelles Handeln gefragt. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare