Ein Verbandskasten gehört zur Standardausstattung eines Autos. (Symbolbild)
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Ein Verbandskasten gehört zur Standardausstattung eines Autos. (Symbolbild)

Verkehr

Neue Vorschrift für Verbandskasten im Auto kommt ab 2022

2022 kommt voraussichtlich eine neue Pflicht auf Autofahrer zu: Sie müssen ihren Verbandskasten ergänzen. Hintergrund ist die Corona-Pandemie.

Berlin – Maskenpflicht auch nach der Pandemie? Das soll demnächst für alle Autofahrer gelten. Bei dieser neuen Maskenpflicht geht es aber natürlich nicht darum, beim Fahren einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Vielmehr zählen Masken zukünftig als Pflichtzubehör im Verbandskasten des Autos. Das bestätigte das Bundesverkehrsministerium* am im September 2021 gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Noch ist jedoch nicht bekannt, ob die Regelung medizinische OP-Masken oder FFP2-Masken einfordern soll – oder ob auch Alltagsmasken erlaubt wären.

Maskenpflicht im Auto: Zukünftig immer zwei Masken im Verbandskasten

Es soll zukünftig Pflicht sein, immer zwei Mund-Nase-Bedeckungen im Auto zu haben. Es ist geplant, dass die Masken in Zukunft zum vorgeschriebenen Inhalt des Verbandskastens für Pkw, Lkw und Busse gehören. Daher ist laut ADAC für 2022 eine Anpassung der DIN-Norm des Verbandskastens vorgesehen: „Die Maskenpflicht im Verbandkasten soll voraussichtlich mit der nächsten Änderung der Straßenverkehrszulassung (StVZO) kommen und damit auch für die Zeit nach der Pandemie gelten“, schreibt der deutsche Automobilclub dazu.

Die letzte Anpassung war 2014, damals wurde die Warnwestenpflicht eingeführt. Wann genau die Masken-Mitführpflicht tatsächlich in Kraft tritt, ist noch nicht bekannt. Das Ministerium teilte der dpa mit, dass es eine schnelle Umsetzung anstrebe. Mit der Änderung der DIN-Norm stellt sich außerdem die Frage, ob ein Bußgeld fällig wird, sollte die Maske im Verbandskasten fehlen. Dazu liegt noch keine offizielle Aussage aus dem Bundesverkehrsministerium vor. Bislang müssen Autofahrer bis zu zehn Euro zahlen, wenn die Erste-Hilfe-Ausrüstung im Auto fehlt oder unvollständig ist – was zukünftig ohne Masken der Fall wäre.

Es soll Pflicht werden, zwei Masken im Auto mitzuführen, doch nicht wie im Alltag üblich am Spiegel, sondern im Verbandskasten. (Symbolbild)

Maske im Verbandskasten des Autos: ADAC hat Kritikpunkt

Die Idee der Mitführpflicht für Masken im Auto kursiert bereits seit Februar 2021. Nach Angaben des Ministeriums kam der Vorschlag aus dem Bundesverband der Medizintechnologie. Medienberichten zufolge prüfte die Behörde von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) die Anregung, seit diese auf den Tisch kam. Das Bundesgesundheitsministerium befürwortet die neue Regelung zum Verbandskasteninhalt. Laut dpa „begrüßt“ es „jede Maßnahme, die zum Infektionsschutz beiträgt“.

Der ADAC hingegen steht der neuen Pflicht kritisch gegenüber, wie aus einem Bericht vom Regio-Journal hervorgeht. Die Maske könnte ein falsches Signal in Richtung Erste-Hilfe-Leistungen geben, so die Befürchtung. „Die Konfrontation mit der Maske“ könne „die Zurückhaltung bei der Mund-zu-Mund-Beatmung noch erhöhen“. (smf) *giesser-allgemeine.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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