Kartoffeln
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Nicht nur Kartoffeln sind vielfältig. Auch das Kartoffelwasser kann in vielen Bereichen eingesetzt werden (Symbolbild).

Haushaltstipp

Kartoffelwasser nicht in den Abfluss kippen: Sud ist ein wahres Wundermittel

  • Tim Vincent Dicke
    vonTim Vincent Dicke
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Nach dem Kochen von Kartoffeln wird es meist einfach weggekippt: das Kartoffelwasser. Doch das ist zu voreilig. Der Sud ist ein wahres Wundermittel.

  • Kartoffelwasser sollte nicht einfach in den Abfluss gekippt werden, es hat viele positive Eigenschaften.
  • Der Sud ist ein echtes Wundermittel im Haushalt, als Körperpflegeprodukt und zum Verarbeiten von Lebensmitteln.
  • Einen wichtigen Hinweis müssen Verbraucher jedoch unbedingt beachten.

Offenbach – Egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, bei vielen Deutschen kommt – in den verschiedensten Formen und Zubereitungsmethoden – das Nationalgemüse auf den Tisch: die Kartoffel. Ob als Pell- oder Salzkartoffel, Pommes oder Kroketten: Kaum eine andere Gemüsesorte ist so vielfältig. Nicht nur die Knolle an sich ist schmackhaft und hat viele Eigenschaften, auch das nach dem Kochen übrig bleibende Kartoffelwasser ist reichlich einsetzbar. Doch viele Verbraucher kippen das Wasser einfach in den Abfluss.

Kartoffelwasser nicht einfach wegkippen: Zahlreiche Mineralien sind enthalten

Kartoffelwasser enthält zahlreiche Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Phosphor und Kalium. Diese Stoffe sind nicht nur gut für den Menschen, auch Pflanzen brauchen sie, um schneller und gesünder zu wachsen. Ist der Sud nach dem Kochen abgekühlt, eignet er sich ideal als Dünger zum Gießen für Zimmer-, Balkon- und Gartenpflanzen. Salz sollte jedoch auf keinen Fall im Wasser sein, das schadet den Pflanzen.

Kartoffelwasser ist große Hilfe im Haushalt

Im Haushalt ist Kartoffelwasser ebenfalls eine große Hilfe. Besonders Flächen und Gegenstände aus Kunststoff lassen sich ideal mit dem Sud von Schmutz und Dreck befreien. Fenster- und Türrahmen, Laminatböden und Plastikwasserkocher erstrahlen so in neuem Glanz. Das Portal „myHOMEBOOK“ hat den Haushaltstipp einmal ausprobiert und kommt zu dem Ergebnis: „Der Lifehack mit Kartoffel für Kunststoff funktioniert.“ Auch Bratpfannen und Töpfe lassen sich reinigen.

Tatsächlich kann das Kartoffelwasser aber auch helfen, wenn es einfach weggeschüttet wird. Die Stärke im Sud trägt dazu bei, dass sich Verschmutzungen im Abfluss wieder lösen. Das Wasser sollte jedoch heiß und noch kochend in den Abfluss gekippt werden, dann entfaltet es seine beste Wirkung. Vorsicht jedoch bei Plastikrohren: kochendes Wasser kann diese beschädigen.

Beauty-Produkt: Auch dem Körper kann Kartoffelwasser viel Gutes tun

Der Sud eignet sich auch als Beauty-Produkt. Kartoffelwasser kann dazu beitragen, dass die Haut wieder gesund und weich wird. Der Grund: Die Stärke in der Flüssigkeit sorgt dafür, dass die Haut Feuchtigkeit wieder besser aufnehmen kann.

Nährstoffe der Kartoffel Menge pro 100g
Kalorien77kcal
Eiweiß2g
Kohlenhydrate17g
Fett0g
Ballaststoffe2g
Wasser79g

Wer unter rauen Händen leidet, insbesondere an kalten Tagen ein großes Problem, sollte diese für einige Minuten in lauwarmes Kartoffelwasser halten. Im Anschluss die Hände nicht mit einem Handtuch abtrocknen, sonst löst sich die Stärke wieder direkt ab.

Kartoffelwasser für deftige Speisen ideal: Verbraucher müssen einen Hinweis beachten

Es muss nicht gleich getrunken werden, aber Verbraucher können Kartoffelwasser auch in der Küche verwenden. Die Flüssigkeit kann in Suppen und Soßen eingerührt werden, nicht nur die enthaltenen Mineralien sind optimal, der Sud intensiviert auch den Geschmack von deftigen Speisen. Auch selbstgemachtes Brot bekommt vom Kartoffelwasser eine besondere Note.

Unbedingt beachten: Wenn das Kartoffelwasser nach dem Kochen weiterverwendet werden soll, ist es wichtig, dass sie Kartoffeln keine grünen Stellen aufweisen. Darin ist der giftige Stoff Solanin enthalten, beim Erhitzen wird dieser nicht zerstört und geht ins Wasser über. Bei einer leichten Vergiftung treten Symptome wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerz sowie Halskratzen auf. Nimmt ein Mensch größere Mengen Solanin zu sich, sind die Folgen gravierend. Auch bei keimenden Kartoffeln entsteht das gifitge Solanin. (tvd)

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