24. Februar 2017, 17:06 Uhr

Willkommen bei Freunden Dada macht bubu »Pizza Argentina«

Sie ist kross, herzhaft und eine Klasse für sich: die Pizza aus dem Holzofen. Die erlesenen Fleischgerichte sind ebenfalls ein Tipp im Ristorante Pizzeria Reggio in Friedberg. Hausgemachte Pasta? Kommt sofort. Dass Viola und Daniele Margarone das Herz am rechten Fleck tragen, sieht der Gast auf den ersten Blick. Willkommen in Bella Italia!
24. Februar 2017, 17:06 Uhr
»Familie ist das Wichtigste.« Die Margarones im Reggio auf einen Blick (v. l.): Viola, Ylenia und Daniele. (Fotos: mm)

Allora«, ruft Daniele, wenn ein Freund das Lokal betritt. Seine Amici liegen ihm am Herzen. »Allora«, schallt es zurück. Für einen Freund hat der Gastronom immer einen freien Platz. Die Zuneigung des 40-Jährigen hat viel mit seinem Lebensmotto zu tun: »Gemeinsam sind wir stark.« Daniele Margarone lächelt mit hellwachen Augen, wenn er ergänzt: »Und die Familie ist das Wichtigste.« Dann nimmt er seine Frau Viola in den Arm. Sie lächelt zurück. Seit neun Jahren sind die beiden ein Paar.

Die 46-Jährige weiß, was sie an ihrem Daniele hat. Umgekehrt gilt das ebenfalls. Viola Margarone ist die Stütze des Geschäfts, sie berät geduldig die Gäste bei der Auswahl der Speisen oder zapft das Bier hinterm Tresen, während ihr Mann dem Ganzen die Seele einhaucht. Daniele ist Gesellschafter, Kellner, verständnisvoller Zuhörer und auch mal Koch in Personalunion. Gemeinsam betreiben die beiden seit acht Jahren erfolgreich das Ristorante Pizzeria Reggio im Herzen von Friedberg. »Wir sind ein eingespieltes Team«, sagt Viola, und Daniele nickt.

Lokal im neuen Look

Müßig zu erwähnen, dass Tochter Ylenia aushilft, wenn sie abends Zeit hat. Die 21-Jährige absolviert eine Gastronomieausbildung bei der Deutschen Bahn. Neffe Jonathan arbeitet im Reggio als Kellner. Der 26-Jährige ist der Charming Boy des Lokals. Für jede Frage hat er ein offenes Ohr. Und natürlich die passende Antwort parat. Und dann ist da noch Violas Schwester Angela, die den beiden Köchen in der Küche unter die Arme greift.

Wer einen lukullischen Abend unter Freunden verbringen will, hat im Reggio die richtige Adresse gefunden. Auch das Ambiente stimmt. Im September des vergangenen Jahres erhielt das Lokal mit seinen gut 50 Sitzplätzen einen neuen Look. »Wir sind jetzt moderner, einladender – eben italienisch«, lacht Viola. Das Mobiliar hat ein zeitloses Finish, an den Wänden prangen Fotos von Filmstars. Auf der Speisekarte ist die Pizza aus dem Holzofen die erste Wahl.

Das Ehepaar Margarone serviert den kreisrunden Genussgaranten in zahlreichen Variationen. Frische Tomatensoße und Mozzarella sollten dabei die Basis bilden. Der übrige Belag kann nach Herzenslust ergänzt werden. »Wir wollen, dass unsere Gäste immer wieder ein neues kulinarisches Erlebnis haben«, sagt Daniele. Sein Tipp ist die »Pizza Argentina« – mit zarten argentinischen Rumpsteakstreifen, frischen Tomaten, feinen Parmesanflocken und aromatischem Rucola. Das Rezept für diesen südländischen Gaumenschmeichler finden Sie, lieber Leser, rechts auf dieser Seite.

Der auf den ersten Blick unspektakuläre Pizzateig erlangt sein unvergleichliches Aroma bei einer Temperatur von mehr als 400 Grad im von Buche und Eiche befeuerten Holzofen. »Der Ofen ist einzigartig in der Region und unsere Stärke«, sagen die Margarones unisono. Allein die krosse Pizza ist ein Besuch des Ristorantes wert. Aber auch Pasta-Freunde kommen auf ihre Kosten. Den hausgemachten Nudeln sollte der Vorzug gewährt werden. Auch Antipasti serviert Daniele sowie erlesene Fleischgerichte, während Viola ihr Salatrezept abrundet, um den Vorspeisensalat zu veredeln (auch dieses Rezept finden Sie rechts).

Das Reggio bewirtet fünf Stammtische und freut sich auf angemeldete Kindergeburtstage. »Das mache ich dann in der Mittagspause«, sagt der Gastronom wie selbstverständlich und meint damit die Zeit zwischen 15 und 17 Uhr, wenn das Ristorante eigentlich geschlossen ist. Dann steht der Pizzabäcker Daniele mit bis zu zwölf Naseweisen in der Küche und backt mit allen leidenschaftliche Crossover-Spezialitäten. Wenn das Lokal um 17.30 Uhr wieder öffnet, dauert es nicht lange, bis die ersten Gäste hereinspazieren. Daniele lächelt, wenn er einen Stammgast erblickt, geht auf ihn zu und ruft: »Allora!«

Ristorante Pizzeria Reggio, Färbergasse 6, 61169 Friedberg; Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11.30 – 14.30 Uhr und von 17.30 – 23 Uhr; montags ist Ruhetag; Telefon 06031/2067

Marketing ist die halbe Miete. Das haben sie auf der Finca Las Moras im fernen Argentinien erkannt und gehen neue Wege. Kein Familienidyll, kein Egotrip. Winemaker Eduardo Casademont bleibt im Hintergrund. Der Weitgereiste tauft eine seiner Wein-Reihen auf den Namen »Dada« und nennt ihn im Untertitel Artwine. Mehr geht nicht für kleines Geld. Dadaismus als Ablehnung des Etablierten. Dadaismus als kreativer Pool für Genießer. Dadaismus als Nonsens mit Format. Und als Rotwein der Cool-climate-Variante – die Rebstöcke der Finca stehen in Höhenlagen zwischen 600 und 1300 Metern in der Provinz San Juan, die nördlich von Mendoza das zweitgrößte Weinanbaugebiet Argentiniens umfasst (hinter Mendoza). Als Nummer 1 (die Ziffer steht auf dem Etikett) unter den flüssigen Dadaisten präsentiert sich die Vanillevariante aus den Rebsorten Bonarda und Malbec. Im Glas kirschrot. In der parfümierten Nase geröstete Mandeln, Vanille und ein Gewürzbord mit Amarenakirsche im Hintergrund. Am Gaumen bei mittlerer Textur weich und reich, mit süßer Frucht (wieder Likörkirschiges), Würze, Röstnoten und Vanille bei mürbem Tannin. Der Schmelz entstammt der dezenten Restsüße. Das Finish kitzelt am Gaumen ein verliebtes Bubu hervor – so sind sie, die Dadaisten.

Der »Dada« aus dem Jahr 2015 lässt sich erstaunlich gut mit Speisen kombinieren. Die »Pizza Argentina« mit ihren argentinischen Rumpsteakstreifen aus dem Friedberger Ristorante Reggio auf dieser Seite meistert der rote Argentinier mit Bravour. Hier gibt er dann doch den guten alten Charmeur. Nur eben den aus der Neuen Welt.

Manfred Merz

»Dada«, San Juan, Argentinien, 2015, 13 Prozent Alkohol, 7,99 Euro; Bezug über den Weinhandel Vinisky in Linden, Telefon 06403/7759161

»Da da da« von Trio oder Beethovens Fünfte mit dem ersten Satz: »Da-da-da-daaa!« Origineller ist das Largo aus dem Concerto Grosso Nr. 5 von Charles Avison (nach Scarlatti). Suchen Sie nach der schnellsten Version, unter drei Minuten – dann hat auch der Wein seinen barocken Spaß.

Qualität und Frische sind dem Ehepaar Viola und Daniele Margarone in ihrem Lokal besonders wichtig. »Wir essen unsere Speisen ja alle mit viel Genuss selbst«, sagt Daniele, der mit 19 von Italien nach Deutschland kam. »Die meisten aus meiner Familie waren damals schon hier«, lacht der 40-Jährige.

Bei seinen Stationen in der italienischen Gastronomie hat er auch das Pizzabacken gelernt. Wer in seinem Ristorante Reggio in Friedberg die »Pizza Argentina« mit ihren zarten argentinischen Rumpsteakstreifen einmal kosten will und zuvor Lust auf einen knackigen Salat verspürt, kann heute beides in Form eines Menüs gewinnen. Wir verlosen zweimal zwei Menüs.

Wer mitmachen will, schickt eine E-Mail mit dem Stichwort »Kostprobe« an die Adresse: gewinnspiel@mdv-online.de. Postkarten sind ebenfalls willkommen: Marburger Straße 18-20, 35390 Gießen. Einsendeschluss ist Montag, 27. Februar.

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