08. September 2018, 17:16 Uhr

NRW-Grüne verlegen Parteitag an Hambacher Forst

Wie geht es weiter im Hambacher Forst? Aktivisten wollen ihn nicht preisgeben und kündigten ein «Wochenende des Widerstands» geggen die geplanten Rodungen an.
08. September 2018, 17:16 Uhr
Nach den Räumaktionen des Energiekonzerns RWE im Hambacher Forst haben Klimaaktivisten massenhafte Proteste angekündigt. (Foto: Jana Bauch)

Die Grünen in Nordrhein-Westfalen haben ihren Landesparteitag mit zahlreichen Delegierten am 7. Oktober an den Hambacher Forst verlegt.

«Wir werden mit diesem Parteitag direkt am Hambacher Wald ein deutliches Signal an RWE, Landes- und Bundesregierung für einen Rodungsstopp senden», sagte die Landesvorsitzende Mona Neubaur dem «Kölner Stadt-Anzeiger». Die Beratungen sollen demnach auf einem Grundstück des Umweltverbands BUND an der Abbaukante des benachbarten Tagebaus stattfinden. Die Grünen erwarten nach Angaben eines Sprechers 150 bis 200 Teilnehmer.

Der Energiekonzern RWE als Eigentümer des Forsts hat die nötigen Genehmigungen, um ab Oktober dessen Rest für die Erweiterung seines Tagebaus zu roden. Klimaaktivisten und Extremisten halten den Wald besetzt. RWE-Mitarbeiter hatten am Mittwoch und Donnerstag unter starkem Polizeischutz Barrikaden, Möbelstücke und vieles mehr aus dem Wald abtransportiert.

Am von den Aktivisten angekündigten «Wochenende des Widerstands» blieb es am Samstag zunächst ruhig. Es habe keine Zwischenfälle gegeben, sagte ein Sprecher der Aachener Polizei. Die Aktivisten hatten angekündigt, sich aus Protest gegen die Rodungspläne erneut auf den Weg in das Braunkohlerevier zu machen. Ein Sprecher der «Aktion Unterholz» sagte, unter anderem gehe es darum, die Infrastruktur der Waldbesetzer weiter zu reparieren, Lebensmittel in den Forst zu bringen und «Kräfte zu sparen».

Zu einem Zeitungsbericht, wonach die Polizei ein Tunnelsystem im Wald entdeckt habe, erklärte die Aachener Polizei: «Wir als einsatzführende Behörde haben über solch angelegte Tunnelsysteme bislang keine Erkenntnisse.» Die Sprecherin des NRW-Innenministeriums sprach von Erdlöchern, die seit längerer Zeit bekannt seien.

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