17. Oktober 2017, 20:43 Uhr

Kleine Baumeister

17. Oktober 2017, 20:43 Uhr

Die einen sagen: Igitt, eine Spinne! Die anderen sagen: Pass auf, die ist gefährlich! Dabei muss man vor Kreuzspinnen keine Angst haben. Sie besitzen zwar Gift – aber für uns Menschen sind die Spinnen normalerweise ungefährlich. Es sei denn, man hat eine Allergie gegen Insektengifte. Dann kann ein Biss unter Umständen gefährlich werden. »Die Kieferklauen der Spinne sind aber eigentlich zu schwach und zu kurz, um unsere Haut zu durchdringen«, erklärt Spinnen-Fachmann Bernhard Huber.

Auf ihrem Hinterleib haben die Kreuzspinnen auffällige, helle Punkte. Sie gaben den Tieren ihren Namen. Denn die Punkte bilden ein Kreuz.

Kreuzspinnen krabbeln in verschiedenen Farben umher: Gelblich und Hellbraun, Rot oder fast Schwarz. Die Farbe hängt davon ab, wo die Spinnen leben. Sie dient ihnen zur Tarnung. Aber Kreuzspinnen sehen nicht nur cool aus. Sie können auch etwas Tolles: Sie bauen große Radnetze. »Das machen aber nur Jungtiere und reife Weibchen. Die reifen Männchen sind in der Regel unterwegs, um nach Weibchen zu suchen«, verrät Huber. Etwa eine Stunde braucht die Kreuzspinne, um ein Netz zu bauen.

Doch wie fängt eine Spinne so etwas an? Sie sitzt zum Beispiel auf einem Ast. Nun spinnt sie einen dünnen Faden, der vom Wind davongetragen wird. »Der Faden bleibt irgendwo hängen, zum Beispiel an einem anderen Ast. Die Spinne kann also nicht bestimmen, wo das Netz genau entsteht. Das hängt vom Wind ab«, erklärt der Fachmann. Wenn es windstill ist, können Spinnen kein Netz bauen.

Für ein Netz ist dieser erste Faden noch zu dünn. Aber er kann das Gewicht der Spinne tragen. »Beim Überqueren lässt die Spinne einen dickeren Faden heraus. Das ist der stabile Brückenfaden. Er bildet das Grundgerüst«, sagt Bernhard Huber. Von der Mitte des Brückenfadens zieht die Spinne einen weiteren Faden nach unten, zum Beispiel bis zum Boden. Nun geht es mit dem eigentlichen Netzbau los.

Kreuzspinnen können verschiedene Arten von Fäden erzeugen. Zum Beispiel den dünnen Faden, mit dem die Spinne ihr Netz beginnt. Die dicken Brücken- und die klebrigen Fangfäden, in denen sich Beute verfängt. Auch für den Kokon, in dem die Eier überwintern, hat die Spinne einen besonderen Faden.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Allergien
  • Giftstoffe
  • Spinnen
  • DPA
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 1 + 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.