TV 05/07 Hüttenberg

Wiedersehen mit Gorr, Weber, Billek und Poltrum

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Handball-Zweitligist TV Hüttenberg trifft in Coburg auf alte Bekannte. Unterdessen hat Rechtsaußen Hahn seinen Vertrag bis 2021 verlängert.

Am Samstag kommt es für die Zweitliga-Handballer des TV 05/07 Hüttenberg erneut zum Wiedersehen mit alten Bekannten. Beim Gastspiel beim HSC 2000 Coburg (19.30 Uhr) trifft man nicht nur auf Ex-Trainer Jan Gorr, sondern auch die Spieler Sebastian Weber, Florian Billek un d Konstantin Poltrum haben eine Hüttenberger Vergangenheit.

Die Favoritenrolle: Aufgrund der Tabellenkonstellation liegt diese eindeutig beim HSC Coburg, der auf Platz zwei rangiert und sich wohl mit dem HBW Balingen-Weilstetten und der HSG Nordhorn-Lingen einen Dreikampf um die zwei Aufstiegsplätze liefert. Dazu kommt die Heimstärke in der Coburger Arena. Nur Tusem Essen konnte am zehnten Spieltag beide Punkte entführen. Ansonsten gab es in elf Spielen für die jeweiligen Gäste nichts zu holen. "Wir haben uns jetzt etwas von den Abstiegsplätzen entfernt und können nun ohne Druck nach Coburg fahren, um uns für das Hinspiel zu revanchieren", gibt TVH-Trainer Emir Kurtagic nach zuletzt zwei Siegen die Marschroute aus: Für Coburg dagegen stehe viel auf dem Spiel. Während die Mittelhessen in der Saisonvorbereitung noch zweimal die Vestestädter besiegen konnten, ging die Vorrundenbegegnung in der Gießener Osthalle, nach einer schwachen Hüttenberger Leistung mit 21:22 verloren.

Wie lief es zuletzt? Zwar war der Wilhelmshavener HV nur als Tabellenvorletzter angereist. Dennoch zeigten die Blau-Weiß-Roten gegen die personell aufgerüsteten Gäste eine ihrer besseren Saisonleistungen. Nach wilder Anfangsphase stabilisierte sich die Deckung und kontrollierte den gefährlichen Gästeangriff weitgehend. Nikolai Weber knüpfte in Abschnitt zwei an die starke Leistung der Partie in Emsdetten an und konnte erneut eine Quote von über 40 Prozent gehaltener Bälle verbuchen. Und auch im Angriff lief der Ball nicht nur äußerst flott durch die Reihen, sondern wurden durch viel Zug zum Tor auch immer wieder freie Einwurfmöglichkeiten herausgearbeitet. Coburg hat seit der WM-Pause 6:2 Punkte geholt. Allerdings war die 21:29-Niederlage beim direkten Konkurrenten in Nordhorn deutlich. Auch im letzten Heimspiel gegen Aue tat sich der HSC schwer und mühte sich zum glücklichen 26:25-Sieg. Am letzten Wochenende drehte man die Partie in Dormagen nach einem verschlafenen Fehlstart zu einem am Ende doch noch deutlichen 27:21-Auswärtssieg.

Wer fehlt? Torwart Fabian Schomburg als auch der Halbrechte Ragnar Jóhannsson machen zwar Fortschritte, für einen Einsatz am Samstag sind beide allerdings noch keine Option. "Da wir auch schon vor dem Spiel gegen Wilhelmshaven einige weitere Blessuren hatten, habe ich den Jungs etwas mehr Regeneration verordnet. Das hat ihnen gutgetan", hofft Kurtagic, dass sein kleiner Kader von weiteren Ausfällen verschont bleibt.

Das sagt Emir Kurtagic: "Der Trend bei uns ist positiv. Wir haben gegen die gleichen Gegner in der Rückrunde schon deutlich mehr Punkte geholt als in der Vorrunde. Wir stehen vor entscheidenden zehn Tagen, um endgültig von unten wegzukommen und zu beeinflussen, wohin unser Weg noch geht. Unser Ziel ist natürlich das obere Tabellendrittel, wo wir meiner Meinung nach auch hingehören." Für die Aufgabe in Coburg erwartet der 38-Jährige konkret, "dass wir die Fehler aus dem Hinspiel verhindern. Da haben wir zu viele freie Bälle verworfen und in einer entscheidenden Überzahlsituation zweimal den Ball verloren und dadurch Gegenstöße bekommen. Nach den Leistungen zuletzt können wir mit breiter Brust antreten. Aber wir brauchen unsere beste Leistung, um zu punkten."

Personelles: Rechtsaußen Tobias Hahn hat seinen Vertrag um weitere zwei Jahre bis Juni 2021 verlängert. Hahn wechselte im Jahr des Aufstiegs in die Bundesliga (2017) vom Nachbarn HSG Wetzlar zum TV 05/07 Hüttenberg. "Ich freue mich über das entgegengebrachte Vertrauen", sagt Hahn nach der Vertragsunterschrift, "die Bedeutsamkeit der Verlängerung liegt extrem hoch, da mir die Verantwortlichen eine super Möglichkeit dargestellt haben, in der ich meinen Beruf und Leistungshandball optimal kombinieren kann". Somit können sich die Fans darauf freuen, dass der kaufmännische Angestellte noch einige Zeit lang für den TVH auf Torejagd gehen wird.

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