Jugendhandball

HSG Wetzlar siegt im Derby

  • vonRainer Schmidt
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In der Handball-Bundesliga der männlichen Jugend A hat die HSG Wetzlar U 19 das Derby gegen den TV 05/07 Hüttenberg deutlich mit 34:26 gewonnen.

Mit dem Derby zwischen der HSG Wetzlar und dem TV 05/07 Hüttenberg stieg die A-Jugend-Bundesliga ins neue Handball-Jahr ein. Dabei setzte sich der Gastgeber überraschend souverän mit 34:26 (16:9) durch. "Wetzlar war deutlich überlegen, auch körperlich", musste TVH-Coach Arno Jung eingestehen. Sein Gegenüber Thomas Weber ergänzte: "In der Höhe hätte ich das nicht erwartet."

Jung sah sich bereits nach zehn Minuten befleißigt, die Angriffsleistung seiner Mannschaft zu monieren. Seinen Jungs gelang es kaum, die Konzepte auf den Punkt zu spielen und vernünftige Wurfchancen zu kreieren. Auch Abwehrtechnisch hatten die Gastgeber mit ihrem 6:0-Verband die Vorteile auf ihrer Seite, zumal dahinter noch ein gut aufgelegter Lüko Fischer zwischen den Pfosten werkelte. Vorne gelang es den Wetzlarern immer wieder, mit demselben Auftakt die 3:2:1-Abwehr des TVH auseinander zu dividieren. So erzielte Ian Weber in der 16. Minute bereits das 9:3 für die HSG.

Jung versuchte seiner Mannschaft in einer Auszeit den Kopf gerade zu rücken, doch das nutzte wenig. Hüttenberg hatte im Vorwärtsgang zu wenig Durchschlagskraft und machte sich mit technischen Fehlern selbst das Leben schwer. Nach dem 12:4 von Niklas Waldgenbach wechselte HSG-Trainer Weber munter durch und auch Jung gab anderen Spielern die Chance, sich zu beweisen. Zudem veränderte er seine Defensive in ein 5:1-System mit Danny Rüpprich auf der vorgezogenen Position. Der konnte die Kreise des Wetzlarer Rückraums zwar etwas stören, doch die HSG behielt mit dem 16:9-Pausenstand Oberwasser.

Die Gastgeber machten in der zweiten Hälfte da weiter, wo sie in der ersten aufgehört hatte. Mit einfachen Kreuzbewegungen drängten sie die Hüttenberger Abwehr zurück, um dann aus vollem Lauf bei sieben, acht Metern abzuziehen. Henrik Naß im TVH-Tor tat sein möglichstes, war gegen die gut platzierten Gastgeber-Geschosse jedoch meistens machtlos. Selbiges gelang dem Hüttenberger Rückraum zu selten. Rüpprich zog zwar geschickt die Fäden, brachte Merlin Fuß beim 18:23 (45.) oder Niklas Roth eine Minute später (19:24) gut in Position, rieb sich aber zu oft auf.

Der Wetzlarer Angriff fand hingegen für jede Aufgabe, die die TVH-Abwehr stellte, eine Lösung und so sorgte Ole Klimpke in der 49. Minute für die 28:19-Führung seiner Farben. Trainer Weber konnte an diesem Tag einwechseln wen er wollte, der Spielfluss der HSG wurde kaum gestört und so war das 34:26 ein am Ende gerechtes Ergebnis, das aber durchaus noch höher hätte ausfallen können.

"Meine Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit weiter gekämpft und eine gute Einstellung an den Tag gelegt", so Jung. "Das Spiel spiegelt den Tabellenstand wieder: Der Tabellenführer spielt zu Hause gegen eine Mannschaft aus dem Mittelfeld. Dass wir uns im Derby ein knapperes Ergebnis gewünscht hätten, ist völlig klar." Weber hatte hingegen schon die nächsten Aufgaben im Visier. " Ich bin zufrieden mit dem Einstand, werde das aber noch nicht bewerten, weil die nächsten schweren Spiele schon vor der Tür stehen."

Wetzlar U 19: Fischer, Rinn; Klotz (1), Kleemann (3), Klimpke (8), Weber (3), Kunzendorf, Funk (2), Becker (2), Hadzic (1), Jan Waldgenbach (9/3), Maluka (1), Scheibel (3), Niklas Waldgenbach (1).

Hüttenberg U 19: Rüspeler, Naß; Uth (3), Knorz (1), Theiss, Bährens, Krauhausen (1), Fuß (6), Roth (2), Jockel, Kiethe (5), Schwarz, Lins (3), Rüpprich (5).

Stenogramm / Schiedsrichter: Hillebrand/Völkening (Unna/Minden). – Zuschauer: 200. – Zeitstrafen: 8:2 Minuten. – Rote Karte: Scheibel (50./drei Zeitstrafen). – Siebenmeter: 3/3:1/0.

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