TV 05/07 Hüttenberg

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In der 2. Handball-Bundesliga hat der TV 05/07 Hüttenberg auf die 20:22-Heimpleite gegen VfL Eintracht Hagen einen 26:22-Triumph beim TV Großwallstadt folgen lassen.

Der TV 05/07 Hüttenberg hat in der 2. Handball-Bundesliga gestern Abend einen wichtigen Sieg eingefahren. Im Derby beim Altmeister TV Großwallstadt triumphierte die Mannschaft von Trainer Emir Kurtagic verdient mit 26:22 (13:13) und hält sich damit von der Abstiegszone fern.

Natürlich war es kein Feuerwerk der Blau-Weiß-Roten. Das war auch nicht unbedingt zu erwarten nach dem Spiel vom Samstag gegen Hagen. Aber es war die Umkehr der Trends beider Mannschaften. Großwallstadt, gestärkt aus zuletzt zwei Siegen, wollte mit weiteren zwei Punkten, zudem vor eigenem Publikum, die Abstiegsränge verlassen. Der TVH, nach zuletzt zwei Niederlagen und einer schwachen Leistung gegen Hagen unter Druck, wollte zurück in die Erfolgsspur. Erleichtert wurde dieses Unterfangen dadurch, dass Trainer Kurtagic die zuletzt verletzten Björn Zintel und Ragnar Jóhannsson wieder zur Verfügung standen. Und der Isländer startete auch gleich auf der halbrechten Position neben Rechtsaußen Daniel Wernig.

Dennoch hatten die Gastgeber den besseren Beginn und gingen in der achten Minute durch Tom Spieß mit 4:2 in Führung. Doch die Blau-Weiß-Roten konterten mit einem 4:0-Lauf durch Tore von Moritz Zörb, Christian Rompf, dem verbesserten Markus Stegefelt und Daniel Wernig vom Siebenmeter-Punkt. Zumal auch der erneut starke Nikolai Weber vom sonst so sicheren Michael Spatz einen Strafwurf entschärfte. Doch es ging weiter eng und ausgeglichen durch die erste Halbzeit. Mal war der TVG in Front, wie beim 8:7 in der 20. Minute durch einen weiteren Siebenmeter von Spatz. Mal die Gäste beim 11:9 (24.), ehe Großwallstadt die erneute 13:12-Führung nicht in die Pause retten konnte, da Dieudonné Mubenzem noch einen Siebenmeter zog, den erneut Wernig verwandelte.

Nach Wiederbeginn sahen die Zuschauer, darunter etliche TVH-Fans, zunächst ein auf beiden Seiten zerfahrenes Spiel. Björn Zintel, der in der zweiten Hälfte zum Einsatz kam, stellte in der 37. Minute auf 16:14. Und weiter blieben die TVH-Handballer am Drücker. Allerdings versäumten sie es, sich nach der ersten Drei-Tore-Führung (19:16, 46.) abzusetzen und mussten gar zehn Minuten vor dem Ende den 20:20-Ausgleich durch Lars Spieß, der aus dem Rückraum traf, hinnehmen.

"Wir verwerfen einen Siebenmeter plus Nachwurf und kassieren danach eine dumme Zeitstrafe", erklärte Kurtagic diese Phase. Sollten die Gäste das Spiel doch wieder aus der Hand geben? Nein! Der TVH behielt den kühleren Kopf und bestrafte die Großwallstädter Fehler zum 23:20 durch Rechtsaußen Tobias Hahn. Als Björn Zintel in der 56. Minute sogar auf 25:21 erhöhte, versuchte TVG-Trainer Florian Bauer mit einer offensiveren Deckung und dem siebten Feldspieler noch die späte Wende zu erzwingen. Doch mehr als das 22:25 durch abermals Lars Spieß sollte nicht herausspringen. Denn Moritz Lambrecht bestrafte einen Ballverlust mit dem Treffer zum 26:22-Endstand ins verwaiste TVG-Tor.

"Ich freue mich für die Jungs. Wir haben nicht gut gespielt, sind aber ruhig geblieben, haben gut verteidigt und auch verdient gewonnen. Zudem haben wir kaum technische Fehler gemacht", bilanzierte Kurtagic. "Auch dass Dido, Raggi und Björn, die alle nicht 100 Prozent einsatzfähig waren – was man besonders bei den zwei Linkshändern gesehen hat – gespielt haben, zeigt, dass die Jungs wollen. Es war wichtig, nicht weiter unter Druck zu geraten." Der TVH kann nun mit diesem Erfolgserlebnis etwas regenerieren, ehe es in zehn Tagen vor heimischem Publikum gegen den ASV Hamm-Westfalen geht.

Großwallstadt: Redwitz, Kugis; Spatz (5/4), Engels (2), Eisenträger (2), Blank, Erifopoulos, Schnellbacher, Urban (4), Corak (2), Stark, Tom Spieß (2), Keck, Winkler (1), Lars Spieß (4/1), Göpfert.

Hüttenberg: Lorenz, Weber; Fuß, Uth, Sklenák (1), Belter, Lambrecht (3), Wernig (3/3), Rompf (3), Zörb (3), Jóhannsson (1), Stegefelt (5), Mubenzem, Hahn (3/1), Zintel (2), Klein (2).

Steno / SR: Hörath/Hofmann (Zirndorf). – Siebenmeter: 6/5:5/4. – Zeitstrafen: 6:6 Min.

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