"Es muss alles passen"

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Nach Flensburg steht die nächste Auswärtsfahrt in den hohen Norden für den TV 05/07 Hüttenberg an. Erneut am Samstagabend gastiert der Aufsteiger um 20.30 Uhr beim THW Kiel. Nach den deutlichen Niederlagen in Mannheim und Flensburg wird auch das Gastspiel beim dritten deutschen Champions-League-Teilnehmer für viele der jungen Hüttenberger ein vielleicht einmaliges Erlebnis, wenn man in die über 10 000 Zuschauer fassende Sparkassen-Arena einläuft.

Nach Flensburg steht die nächste Auswärtsfahrt in den hohen Norden für den TV 05/07 Hüttenberg an. Erneut am Samstagabend gastiert der Aufsteiger um 20.30 Uhr beim THW Kiel. Nach den deutlichen Niederlagen in Mannheim und Flensburg wird auch das Gastspiel beim dritten deutschen Champions-League-Teilnehmer für viele der jungen Hüttenberger ein vielleicht einmaliges Erlebnis, wenn man in die über 10 000 Zuschauer fassende Sparkassen-Arena einläuft.

Der letzte Spieltag – War so gar nicht im Sinne des TVH. Nicht nur, dass man sich mit einer miserablen Start-Viertelstunde bereits selbst aller eventuellen Chancen auf Zählbares gegen GWD Minden beraubte. "Da war unsere Chancenverwertung und unser Rückzugsverhalten nicht gut", blickt TVH-Trainer Emir Kurtagic zurück. Umso bitterer, da die Konkurrenz im "Tabellenkeller" punktete. So konnte Schlusslicht TuS N-Lübbecke mit dem 29:28 in Stuttgart seinen ersten Saisonsieg bejubeln. Und auch Ex-Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson feierte mit einem 23:23 gegen Melsungen den ersten Punkt mit seinem neuen Team HC Erlangen. FA Göppingen und dem VfL Gummersbach gelangen gar Überraschungssiege gegen Meister Rhein-Neckar Löwen und Rekordmeister THW Kiel, so dass nach mehr als einem Drittel der Saison die drei Aufsteiger das Tabellenende zieren, von dem sich die Altmeister Göppingen und Gummersbach mit ihren Siegen etwas entfernen konnten.

Der Gegner – Am dritten Spieltag entführte der TSV Hannover-Burgdorf beide Punkte aus Kiel. In allen fünf weiteren Heimspielen hielten sich die Zebras dagegen schadlos. Wobei allerdings nur die beiden letzten Siege gegen Ludwigshafen und Lemgo wirklich souverän waren. Bereits vier Auswärtsniederlagen lassen den langjährigen Liga-Dominator aber mit 17:11 Punkten auf Platz acht in völlig ungewohnten Tabellenregionen rangieren. "Es ist schwer zu erklären, dass sie schon so viele Punkte verloren haben", wundert sich auch Kurtagic. Wodurch Trainer Alfred Gíslason in seinem zehnten Jahr in Kiel vor ganz neuen Herausforderungen steht. Musste man in der Liga bereits das Meister-Abo in den letzten beiden Jahren an die Rhein-Neckar Löwen abtreten, macht sich in dieser Saison sehr deutlich bemerkbar wie sehr man am Tropf von Domagoj Duvnjak hängt. Der kroatische Rückraumspieler musste sich bereits im April einer OP an seiner chronisch entzündeten Patellasehne des linken Knies unterziehen und fehlt seitdem. Doch auch ohne den Kapitän bringt Kiel mit dem Torhütergespann Niklas Landin/Andreas Wolff, der Flügelzange Rune Dahmke/Niclas Ekberg, dem Kreisläufergespann Patrick Wiencek/René Toft Hansen sowie den Rückraumschützen Christian Dissinger/Christian Zeitz immer noch genügend internationale Klasse auf die Platte.

Personal – Neben Langzeitausfall Szymon Sicko, dessen Schilddrüsen-OP aber gut verlaufen ist, bangt Kurtagic um Kreisläufer Mario Fernandes. "Er hat sich einen grippalen Infekt eingefangen und zumindest bis Mittwoch nicht trainiert." Beim THW deutet vieles auf ein Comeback von Duvnjak hin, der gegen den TVH seine ersten Gehversuche machen könnte. Dagegen werden die verletzten Steffen Weinhold, Nikola Bilyk, Raul Santos sowie auch Marko Vujin, der sich am Mittwoch in Flensburg einen Muskelfaserriss zuzog, fehlen. "Kiel hat uns dennoch in der individuellen Klasse einiges voraus", lässt Kurtagic dies aber nicht zählen.

Erwartungen – "Das wird eine große Herausforderung für uns. Wir dürfen aber nicht verkrampfen wie zuletzt in den Anfangsphasen. Es muss halt bei uns alles passen, wenn man in Kiel eine Chance haben will", weiß Kurtagic. "Die Jungs sollen Freude und Spaß haben, dass sie in so einer Halle gegen so einen Gegner spielen dürfen. Und dann müssen wir hoffen dass Kiel einen nicht so guten Tag erwischt."

Unterstützung – Auch für die TVH-Anhänger ist das Spiel in Kiel ein Event. Der Fan-Bus fährt – und es werden 200 Fans an der Kieler Förde erwartet.

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