Den Meister überrascht

Der HSG Wetzlar U 23 ist mit dem 30:27 (13:14)-Auswärtssieg beim Meister der 3. Handball-Liga Ost, dem ThSV Eisenach, am Samstagabend die Sensation schlechthin gelungen. Die Thüringer kassierten damit ihre erste Heimniederlage überhaupt in dieser Saison. Vor allem Eisenachs Trainer Sead Hasandefendic äußerte nach der Partie deutliche Kritik an seiner Mannschaft: "Wir sind nicht so stabil, wie viele meinen. Jeder muss stets sein volles Leistungsvermögen abrufen, mit 100 Prozent Engagement und Konzentration dabei sein."

Von JSA

Der HSG Wetzlar U 23 ist mit dem 30:27 (13:14)-Auswärtssieg beim Meister der 3. Handball-Liga Ost, dem ThSV Eisenach, am Samstagabend die Sensation schlechthin gelungen. Die Thüringer kassierten damit ihre erste Heimniederlage überhaupt in dieser Saison. Vor allem Eisenachs Trainer Sead Hasandefendic äußerte nach der Partie deutliche Kritik an seiner Mannschaft: "Wir sind nicht so stabil, wie viele meinen. Jeder muss stets sein volles Leistungsvermögen abrufen, mit 100 Prozent Engagement und Konzentration dabei sein."

Genau diese Attribute zeigten die Wetzlarer mit zunehmender Spieldauer immer mehr und wussten damit, den haushohen Favoriten in die Knie zu zwingen. Ohne Spielmacher Ian Weber und Kreisläufer Nedim Hadzic, dafür aber mit Junioren-Nationalspieler Hendrik Schreiber,starteten die Grün-Weißen in eine ausgeglichene Anfangsphase. Alexander Saul, mit neun Tagestreffern bester Schütze des Spiels, erzielte das 1:0 für die Heimmannschaft, welches Torben Weinandt wenige Sekunden später mit dem 1:1 beantwortete. Bis zum 5:4 durch Timo Ludwig hielt die HSG stark mit. Dann jedoch verloren die Gäste etwas die Kontrolle und luden den Gegner zum Tempospiel ein, welches die Mannschaft von Trainer Kai Nober, der den verhinderten Thomas Weber vertrat, nicht zu unterbinden wussten.

Folgerichtig stand es nach 17 Spielminuten 10:5 für den Staffelsieger und alles schien auf eine Partie hinauszulaufen, wie man sie sich auf Eisenacher Sache nur wünschen konnte. Doch die folgenden 43 Minuten der Partie gehörten überraschend deutlich dem Gast aus Mittelhessen: Mit beeindruckendem Kampf kam die HSG U 23 dem Gegner immer näher. Beim Stand von 12:6 verkürzten die Grün-Weißen mit einem 3:0-Lauf auf 9:12 und fanden damit auch wieder ihr Vertrauen zum eigenen Spiel. Mit dem Pausenpfiff traf Hendrik Schreiber, bei dem vergangene Woche der Wechsel auf Leihbasis zum Nachbarn TV 05/07 Hüttenberg ab der kommenden Saison bekannt geworden war, zum 13:14-Anschluss.

Sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff traf Matthias Schwalbe zur ersten Führung nach zuvor 27 Minuten Rückstand. Der zweite Spielabschnitt wurde zum vielleicht besten, den die Gäste in dieser Saison zeigten. Als Lukas Gümbel in der 50. Minute zum 24:21 für seine Mannen traf, dürfte jedem in der Werner-Aßmann-Halle bewusst gewesen sein, dass dort eine Sensation in der Luft lag!

Eisenach versuchte nochmal alles, kam aber nicht mehr näher als auf zwei Tore heran, sodass der 30:27-Auswärtssieg für die HSG Wetzlar U 23 perfekt war. Mit zwei überraschenden Punkten und einer Ladung Thüringer Bratwürste, die die Gastgeber den Mittelhessen nach dem Spiel aushändigten, ging es wieder in die Heimat. Dort steht am kommenden Samstag der letzte Spieltag mit dem Duell gegen den HC Erlangen II an.

ThSV Eisenach: Voncina, Gorobtschuk, Kremmer – Iffert (1), Bogatzki, Wöhler (6), Luther (2/1), Miljak, Schliedermann (2), Richardt, Alaj, Mürköster (1), Obranovic (4), Lumbroso (2), Weyhrauch, Saul (9/1).

HSG Wetzlar U 23: Kaiser, Cvetkovski – Wallwaey (1), Gümbel (3), Lux (1), Schreiber (5), Schwalbe (3), Weber, Kraft (5), Okpara (1), Rüdiger (3), Ludwig (5/3), Weinandt (3)

Im Stenogramm / Zeitstrafen: 6:6 Minuten. - Schiedsrichter: Hillebrand/Umbescheidt. - Zuschauer: 1688.

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