Marie Schmitt entscheidet die Partie

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Am zwölften Spieltag der Handball-Oberliga Nord der weiblichen Jugend C hat Tabellenführer HSG Hungen/Lich mit dem 35:30 (18:15)-Derbyerfolg bei der KSG Bieber einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht. Die HSG Wettenberg hatte derweil gegen den Siebten Eintracht Baunatal beim knappen 25:24 (10:15)-Erfolg mehr zu kämpfen als ihr lieb sein konnte.

Am zwölften Spieltag der Handball-Oberliga Nord der weiblichen Jugend C hat Tabellenführer HSG Hungen/Lich mit dem 35:30 (18:15)-Derbyerfolg bei der KSG Bieber einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht. Die HSG Wettenberg hatte derweil gegen den Siebten Eintracht Baunatal beim knappen 25:24 (10:15)-Erfolg mehr zu kämpfen als ihr lieb sein konnte.

KSG Bieber – HSG Hungen/Lich 30:35 (15:18): In einem temporeichen, rasanten Derby auf hohem Niveau "lieferte Bieber dem Ligaprimus einen guten Fight", wie Biebers Trainer Thomas Kneissl erklärte. Bieber hatte zudem auf Franca Schwarz und Hanna Matter (Skifreizeit) verzichten müssen. "Wir konnten Jana Haas nicht stoppen", erläuterte Kneissl, denn die Nummer zehn des Tabellenführers war mit 16/7 Treffern die alles überragende Akteurin auf dem Parkett. Haas sorgte für die 4:1-Führung (6.) der HSG Hungen/Lich, Emma Fuss schaffte beim 5:6 (10.) für Bieber den Anschlusstreffer, und Klaudia Kruschek gelang sogar der 8:8-Ausgleich (14.), den auch Erika Zalatoriute beim 12:12 (19.) für Bieber noch einmal schaffte. Nach dem 16:15 für Hungen/Lich sorgten aber Madeleine Nathes und Kim Macht für die 18:15-Pausenführung des Spitzenreiters.

Nach dem Wechsel erhöhte Jana Haas wieder auf 20:15 (27.), und beim 23:26 (47.) konnte Kruschek den Rückstand noch einmal auf drei Tore für Bieber verkürzen. "Wir haben uns gegenüber dem Hinspiel weiter entwickelt und sind zufrieden", sagte Kneissl nach der 30:35-Heimniederlage. Der Spitzenreiter zeigte wieder seine Angriffsqualitäten. Trainer Ulli Will braucht mit seinem Team aktuell noch sieben Punkte aus sechs Spielen zur Meisterschaft in der Oberliga Nord. Dann geht es theoretisch mit Playoff-Spielen gegen einen Vertreter aus dem Süden weiter.

Bieber: Schüller; Wagner (2), Fuß (6), Kneissl (1), Saul (4), Hofmann, Kruschek (4), Zalatoriute (5), Lersch (7), Menne (1/1). - Hungen/Lich: Nele Liebich, Rika Schneider; Richter (3), Macht (5), Tapp (1), Nathes (3), Niebergall, Lotz (3), Nau (4), Haas (16/7).

HSG Wettenberg – Eintr. Baunatal 25:24 (10:15): Das hatten sich die Gastgeberinnen gegen den Siebten aus Nordhessen wohl einfacher vorgestellt. "Doch wurde am Ende ein Krimi daraus", sagte Wettenbergs Trainerin Jana Pohl. Die Nordhessinnen wirkten von Anfang an engagiert und gingen mit 6:3 (7.) und dann mit 10:6 (13.) in Führung. Marie Blumrich verkürzte für die HSG Wettenberg auf 9:11 (18.), doch lagen die Nordhessinnen zur Pause wieder mit 15:10 in Führung und bauten diesen Vorsprung nach dem Wechsel sogar auf 19:13 (32.) aus, ehe ein Ruck durch die Mannschaft der HSG Wettenberg ging und Marie Schmitt den 20:20-Gleichstand (41.) herstellte. Doch die Partie stand nach Wettenberger Führungen beim 23:23 (47.) und beim 24:24 (49.) wieder remis, ehe die letzte Balleroberung den Wettenberger Siegtreffer durch die siebenfache Torschützin Marie Schmitt brachte. Das war eine beeindruckende Aufholjagd der Gastgeberinnen, die dann die Nordhessinnen vor Probleme stellten und in die Schwachstellen der Baunataler Abwehr gingen. "Eine tolle Leistung der Mädels, und in taktischer Hinsicht ein Riesenspiel von uns", sagte Wettenbergs Trainerin Jana Pohl, die erstmals Lilly Hounshell im Tor hatte, die eine gute Leistung bot.

Wettenberg: Hounshell; Schmitt (7), Sanchez, Blumrich (3), Gehdt (3), Seegräber (1), Stein (9/2), Reuter, Vetter (1), Hammermann (1).

SG 09 Kirchhof – TV 05/07 Hüttenberg 19:25 (7:13): Die Hüttenbergerinnen feierten beim Vorletzten in Nordhessen den dritten Saisonsieg und haben als Rangachter den Vorsprung gegenüber der SG Kirchhof auf drei Punkte ausgebaut. Die Mittelhessinnen legten gleich gut los, und Marie Manfraß sorgte für eine 4:0-Führung (5.) der Gäste. Die achtfache Torschützin Luisa Kirschner baute den Vorsprung über 8:2 (12.) auf 12:5 (19.) schon vorentscheidend aus.

Nach dem 7:13-Pausenrückstand verkürzte Kirchhof auf 9:13 und später auf 13:17 (35.), doch geriet der Gästesieg über die Station 20:14 (38.) nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Bereits knapp zwei Minuten vor Ende traf Jule Naumann zum 25:19-Endstand, und der Auswärtssieg für den TVH war perfekt.

Hüttenberg: Agirtas; Walter (2/1), Beer, Manfraß (5), Mutz, Kirschner (8), Viehmann, Schwarzer, Naumann (6/1), Schicketanz, Jung, Menges (4).

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