Handball

TSV Langgöns: Nils Tietböhl hat Handball in den Genen

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Nils Tietböhl ist ein Ur-Langgönser. Der Handballer ist eine wichtige Stütze in der Landesliga-Mannschaft des TSV und hat sich mit seinen Kollegen einiges vorgenommen.

Nils Tietböhl ist kein absoluter Torjäger im Team des TSV Lang-Göns. Der 1,92 m große Schlacks des Landesligisten spielt seit zwei Jahren wieder bei seinem Heimatverein. "Ich sehe meine Stärken eher in der Abwehr als im Angriff", sagt der Rückraum-Linke, der aber regelmäßig zu den besten Torschützen seines Teams gehört und in einer Vermittlungsgesellschaft der Zeus-Unternehmensgruppe arbeitet.

Er stammt aus einer echten Handballer-Familie: Vater Peter Tietböhl war Spieler und ist als Trainer in der Region bekannt (zur Zeit betreut er die weibliche A-Jugend der HSG Kleenheim-Langgöns in der Oberliga), Mutter Anja (geborene Kosch) hat ebenfalls Handball gespielt und ist immer wieder als Zeitnehmerin im Einsatz. Alle drei Kinder von Anja und Peter Tietböhl spielen Handball: Nils Zwillingsschwester Ida und die zwei Jahre ältere Lisa, die auch schon bei der SG Kleenheim in der 2. und 3. Liga aktiv war, spielen für den Oberligisten TV Hüttenberg.

Nils Tietböhl wohnt mit seiner Familie in Langgöns und hat in der Jugend des TSV angefangen. "Als C- oder D-Jugendlicher bin ich dann nach Hüttenberg gewechselt und habe dort bis zur A-Jugend gespielt", sagt er. Dann verletzte er sich schwer und legte eine dreijährige Pause ein. "Ich wollte eigentlich schon aufhören", sagt er. Doch dann stieg er wieder ein und es verschlug ihn nach Heuchelheim, wo Vater Peter den Bezirksoberligisten TSF Heuchelheim coachte. "Ich habe dann zwei Saisons in Heuchelheim gespielt", erzählt der 22-Jährige, der dann wieder zu seinem Heimatverein TSV Langgöns wechselte, wo er jetzt in der zweiten Runde spielt.

"Wir hatten wir uns vor der Saison vorgenommen, oben mitzuspielen", sagt Tietböhl. "Aber wir sind schlecht gestartet und haben die Hypothek, dass wir drei Punkte wegen fehlender Schiedsrichter abgezogen bekommen", bedauert der Schalcks, der in der Abwehr "vorne Mitte" oder "im Zentrum deckt". Aktuell steht er mit seiner Mannschaft mit 10:8 Punkten auf Platz sechs. "Wir haben am Anfang zu viele Punkte liegen lassen, jetzt sind wir wieder in der Spur", meint Tietböhl nach dem 31:28-Erfolg gegen die HSG Lollar/Ruttershausen. "Wir wollen unter die Topdrei, aber das wird ein hartes Stück Arbeit. In der Landesliga ist aktuell alles offen", sieht Tietböhl die Sache. Der Rückraum-Linke des TSV erwartet für den Rest der Saison ein spannendes Rennen und sieht Linden, Petterweil und Breckenheim vorne – und auch seinen TSV Lang-Göns in der Spitzengruppe vertreten. "Auch Aufsteiger TG Friedberg hat nichts zu verlieren", glaubt Tietböhl an einen weiteren äußerst spannenden Rundenverlauf.

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