"Können durchschnaufen"

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Mit dem erhofften positiven Gefühl kann Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg in die sechswöchige WM-Pause gehen. Angeführt vom überragenden Torwart Nikolai Weber, der auch zwei Kopftreffer bemerkenswert wegsteckte, triumphierte man verdient beim EHV Aue mit 31:26 (14:11).

Mit dem erhofften positiven Gefühl kann Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg in die sechswöchige WM-Pause gehen. Angeführt vom überragenden Torwart Nikolai Weber, der auch zwei Kopftreffer bemerkenswert wegsteckte, triumphierte man verdient beim EHV Aue mit 31:26 (14:11).

Gerade nach den, wieder einmal, überraschenden Ergebnissen des Vortages war dieser Sieg auch in der Tabelle enorm wichtig. Mit dem man sich nicht nur am Gegner vorbei, erstmals in dieser Saison, in die obere Tabellenhälfte auf Rang neun vor arbeitete, sondern auch den Abstand auf die Abstiegsplätze auf fünf Punkte erhöhte.

Es war ein starker Auftritt der Mannschaft von Trainer Emir Kurtagic, die den Hausherren lediglich in der zehnten Minute eine 7:6-Führung durch deren besten Werfer Kevin Roch gestattete. Denn von Beginn an legten die Blau-Weiß-Roten vor, waren beim 10:8 von Björn Zintel nach gut einer Viertelstunde mit zwei Treffern in Front. Danach sank aber die bis dato hohe Trefferquote. Aue wurde in der Abwehr aggressiver und auf Hüttenberger Seite wurde Nikolai Weber immer mehr zum Faktor. Am Spielende standen für den 38-jährigen Routinier ganz starke 17 Paraden bei einer Quote von fast 40 % zu Buche. Da der TVH auch im Angriff effektiv und treffsicher agierte, wurde der Vor-sprung zum Pausen-14:11 ausgebaut.

Die Hüttenberger Handballer legten nach Wiederbeginn und der nächsten starken Weber-Parade sofort zum 15:11 durch einen Tempogegenstoß von Moritz Lambrecht nach. Und behielten weiter den Fuß auf dem Gaspedal. So räumte man in Überzahl schön ab und Rechtsaußen Daniel Wernig veredelte gar zum 18:13 in der 37. Minute.

Näher als drei Tore ließ man die Erzgebirgler nicht heran kommen. Jede Gastgeber-Hoffnung wurde im Keim erstickt, so beim 25:21 durch Siebenmeter-Schütze Markus Stegefelt. Aue versuchte in der Schluss-phase mit einer immer weiter sich öffnenden Deckung noch das Unmögliche. Doch die dadurch enstehenden Lücken nutzten Ragnar Jóhannsson zum 27:23 (54.), ehe spätestens das 30:26 von Daniel Wernig in der 58. Minute das Spiel entschied. So konnte Kurtagic im letzten Angriff auch noch U19-Torwart Henrik Nass zu seinem Zweitliga-Debüt verhelfen.

Entsprechend zufrieden zog auch Emir Kurtagic sein Fazit. "Wir haben sehr gut gespielt und auch in dieser Höhe verdient gewonnen. Niko hat uns Sicherheit gegeben, so dass wir in der Abwehr noch ein bisschen kompakter stehen konnten. Wir haben ein erfahrenes Spiel in einer nicht einfachen Atmosphäre gezeigt. Nun können wir etwas durchschnaufen. Um dann nach der Pause mehr Punkte zu holen."

Aue: Musil, Rasimas, Töpfer; Meinhardt (6/2), Naumann, Roch (7), Ebert, Bornhorn (1), Petreikis (3), Dumcius (3), Brykner (3), Faith (1), Neuteboom, Slachta (2), Schauer, Tuminskis.

Hüttenberg: Nass, Weber; Sklenák, Lambrecht (3), Wernig (4), Rompf (4), Zörb, Fernandes, Jóhannsson (7), Stegefelt (8/5), Mubenzem, Hahn, Zintel (4), Klein (1).

SR: Klinke/Klinke (Bordesholm) – Zuschauer: 2000 – Zeitstrafen: 6 – 8 (Strafminuten) – Siebenmeter: 4/2 – 5/5.

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