Keine Kaffeefahrt

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Erneut volle Konzentration heißt es für Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg. Nach der schwierigen Heimaufgabe gegen den Tabellenvierten ASV Hamm-Westfalen gastieren die Mittelhessen bereits heute Abend um 19.30 Uhr beim VfL Lübeck-Schwartau, dem aktuellen Rangsechsten.

Erneut volle Konzentration heißt es für Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg. Nach der schwierigen Heimaufgabe gegen den Tabellenvierten ASV Hamm-Westfalen gastieren die Mittelhessen bereits heute Abend um 19.30 Uhr beim VfL Lübeck-Schwartau, dem aktuellen Rangsechsten.

Wohin geht die Reise des TVH? Noch zehn Spieltage bis zum Saisonende. Aufgrund der Ergebnisse, die die ausgeglichene Liga Woche für Woche produziert, gleichen Prognosen einem Blick in die Glaskugel. Zumal auch der TV mit seiner mangelnden Konstanz immer wieder Rätsel aufgibt. Der Rangzehnte hat nun vier Mannschaften vor der Brust, die im oberen Teil des Rankings stehen. Nach Lübeck-Schwartau und einem spielfreien Wochenende empfängt man Essen und Spitzenreiter Balingen und muss dazwischen noch nach Ferndorf. Ein harter April also. Sechs Punkte Vorsprung auf die ersten drei der insgesamt fünf Abstiegsplätze ist aber alles andere als ein Ruhekissen.

Gibt es einen Prieto-Effekt? Die TVH-Verantwortlichen haben mit der Verpflichtung des spanischen Ex-Internationalen Carlos Prieto ein Zeichen gesetzt. Aber auch der eigenen Mannschaft zeigt, dass man sich der Tragweite der schweren Verletzungen von Mario Fernades und Moritz Zörb bewusst ist. Denn der ohnehin schon kleine Kader ist nicht ohne Qualitätsverluste durch die Nachwuchsspieler zu kompensieren. Von Prieto sind natürlich keine Wunderdinge zu erwarten. Aber alleine durch seine Routine und seine Präsenz wird er zur Entlastung des Stammpersonals beitragen.

Wo sind die Hauptbaustellen des TVH? War die größte Sorge vor dem letzten Spieltag die Defensive, so musste Trainer Emir Kurtagic nach Spielende erkennen, "dass wir dort nicht das Spiel verloren haben". Denn Markus Stegefelt konnte, erstmals über längere Zeit als Abwehrchef gefordert, durchaus überzeugen. Zumal auch seine Nebenleute einen guten Job machten. Vielmehr waren es die knapp 20 schwachen Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit, die den TVH ins Hintertreffen brachten. Und erneut war die Chancenverwertung ein Knackpunkt. Will man in der "Hansehölle" etwas holen, muss diese gegen die beste Liga-Defensive besser werden. Zudem bangt Kurtagic auch um den angeschlagenen Torwart Nikolai Weber. Da Fabian Schomburg schon länger ausfällt, tut sich hier hoffentlich nicht ein weiteres personelles Probem auf. "Sicherheitshalber nehme ich aber zwei Nachwuchskeeper mit."

Und die der Gastgeber? Der VfL musste vor einem Monat kurzfristig seinen Trainer Torge Greve zum Bundesligisten VfL Gummersbach ziehen lassen. Bevor im Sommer der ehemalige Hüttenberger Spieler Piotr Przybecki das Cheftraineramt übernimmt, füllt man die Lücke intern mit Co-Trainer Gerrit Claasen und Torwarttrainer Jörg Engelhardt. Nach sechs Siegen in Serie setzte es am letzten Spieltag eine 23:31-Niederlage in Dormagen. Beeindruckend ist die Heimstärke der Lübecker. Zwölf der bisher 14 Heimpartien wurden gewonnen. Hauptwerfer der Gastgeber ist der Halbrechte Antonio Metzner, den es im Sommer zum Erstligisten HC Erlangen zieht und der auch im Hinrundenspiel mit einer hundertprozentigen Trefferquote und neun Toren brillierte, aber die Niederlage des VfL nicht verhindern konnte.

Das erwartet Emir Kurtagic: "Das wird ein unheimlich schweres Spiel. Auch aufgrund der Reisebelastung. Das ist die längste Strecke der Saison, und es geht schon los. Zudem wird Lübeck-Schwartau auf Wiedergutmachung aus sein nach dem Spiel in Dormagen. Aber wir fahren nicht da hoch, um uns Lübeck anzuschauen. Uns erwartet eine volle, euphorische, Halle. Da müssen wir dagegenhalten."

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