Julian Viehmann stürzt den Spitzenreiter

  • vonMarc Steinert
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Die Handball-Bezirksliga A hat nach dem ersten Spieltag des neuen Jahres einen neuen Tabellenführer: Weil die HSG Gedern/Nidda in der Schlusssekunde bei Aufsteiger SG Rechtenbach mit 25:26 unterlag, nutzte die MSG Linden II die Gunst der Stunde und schob sich nach dem 33:19-Kantersieg über die MSG Florstadt/Gettenau aufgrund des besseren Torverhältnisses am nun gestürzten Spitzenreiter vorbei.

Die Handball-Bezirksliga A hat nach dem ersten Spieltag des neuen Jahres einen neuen Tabellenführer: Weil die HSG Gedern/Nidda in der Schlusssekunde bei Aufsteiger SG Rechtenbach mit 25:26 unterlag, nutzte die MSG Linden II die Gunst der Stunde und schob sich nach dem 33:19-Kantersieg über die MSG Florstadt/Gettenau aufgrund des besseren Torverhältnisses am nun gestürzten Spitzenreiter vorbei.

TSV Lang-Göns II – KSG Bieber 27:25 (11:16): "Man muss schon ganz klar sagen, dass uns die drei Spieler aus der ersten Mannschaft enorm geholfen haben. Ohne sie hätten wir das Spiel sicherlich verloren", gestand TSV-Trainer Thomas Jung ein. Dessen Team kam überhaupt nicht in die Partie. So lag Bieber schnell mit 5:3 (6.) in Führung und baute den Vorsprung über das 10:6 (20.) sogar auf 14:7 (24.) aus, da die Heimsieben im Angriff zahlreich Fehler produzierte, die die Bender-Truppe immer wieder mit Gegenstoßtoren bestrafte. Zur Pause verkürzte der TSV zwar (11:16), auf eine Wende deutete aber noch nichts hin. Das änderte sich zu Beginn der zweiten Hälfte schnell, beim 15:17 (35.) waren die Gastgeber in Schlagdistanz, beim 18:18 (41.) war der Ausgleich hergestellt. Im Angriff waren es jetzt immer wieder Dennis Hopp und Stefan Lang, die Verantwortung übernahmen und dafür sorgten, dass Langgöns im Rennen blieb. Beim 24:23 (56.) durch Kleefeldt lag Bieber noch in Front, nach dem 25:25 (58.) machten Lang und Christian Manderla alles klar. – Tore Lang-Göns: Manderla (4), Pothmann (2), Dennis Hopp (3), Lang (8), Clasen (3), Rompf (7/6). – Tore Bieber: Becker (3), Jox (1), Bender (1), Kleefeldt (9/1), Keiner (1), Ising (2), Karl Lange (6), Stephan (1), Müller (1).

TV Hüttenberg III – HSG Lumdatal II 28:23 (14:9): "Bis auf eine Phase in der zweiten Halbzeit waren wir jederzeit Herr der Lage und haben absolut verdient gewonnen", sagte Dirk Happel, der Jan Michel auf der TVH-Trainerbank vertrat. Die Gäste konnten auf Verstärkung aus der Bezirksoberliga-Mannschaft bauen, an der starken Hüttenberger Deckung biss sich die Dajovic-Truppe aber über weite Strecken die Zähne aus. In den ersten zehn Minuten konnte Lumdatal das Spiel noch offen gestalten (5:5), bis zur Pause gestattete der Tabellendritte den Gästen aber nur noch vier Treffer und konnte sich zur Halbzeit einen 14:9-Vorsprung erarbeiten. Da auch der Start in die zweite Hälfte glückte (21:12, 43.), schien die Partie gelaufen. Doch der Kampfgeist war dem Vorletzten nicht abzusprechen, einige TVH-Fehler nutzte Lumdatal, um beim 20:23 (51.) noch mal in Schlagdistanz zu kommen. Happel ordnete sein Team in einer Auszeit dann aber wieder, und drei Treffer in Folge sorgten dann beim 26:20 für die Entscheidung. – Tore Hüttenberg: Kinzenbach (3), Lukas Birkenstock (2), Kummer (3), Goy (4), Marc Birkenstock (4), Christ (2), Franz (1), Simon (9/4). – Tore Lumdatal: Sauer (2), Daniel Schlapp (1), Bauer (9/1), Gilbert (1), Jonas Schlapp (3), Weis (2), Kuhl (1), Heß (4).

MSG II ohne Mühe

SG Rechtenbach – HSG Gedern/Nidda 26:25 (12:14): In letzter Sekunde gelang dem Aufsteiger die Überraschung und zugleich der dritte Sieg in Folge. "Wir sollten nächstes Mal Blutdrucktabletten an die Zuschauer verteilen", sagte SGR-Trainer Christian Kunz augenzwinkernd. Der Aufsteiger führte schnell mit 5:2 (8.), musste Gedern/Nidda beim 6:6 (12.) aber wieder aufschließen lassen. Bis zum 10:10 blieb das Spiel ausgeglichen, in die Pause gingen die Gäste dann mit einer Führung (14:12). Doch Rechtenbach ließ sich davon nicht beeindrucken, kämpfte sich beim 18:18 (41.) wieder in die Begegnung zurück und war fortan auf Augenhöhe. Gedern lag zwar vier Minuten vor dem Ende mit 25:23 in Front, Mäß und Viehmann sorgten aber für den Ausgleich. Und nachdem die SGR erneut den Ball gewann und in der letzten Minute in Überzahl agierte, war es Julian Viehmann, der Rechtenbach per "Buzzer Beater" zum 26:25-Sieg warf. "Julian ist einfach der Mann dafür. Ich wusste, dass er uns die zwei Punkte eintütet. Wir haben uns immer wieder zurückgekämpft und an uns geglaubt", freute sich Kunz auch über die Tatsache, dass sein Team nun auch so etwas wie die "Mannschaft der Stunde" ist. – Tore Rechtenbach: Cislaghi (1/1), Bepperling (1), Kaluza (5), Viehmann (7), Pape (4), Tägl (3), Alexander Langsdorf (1), Tim Langsdorf (3), Mäß (1).

MSG Linden II – MSG Florstadt/Gettenau II 33:19 (21:10): Ihre starken Leistungen des vergangenen Jahres setzte die MSG auch zu Beginn des neuen nahtlos fort. Die Partie gegen den Tabellenelften war bereits nach 22 Minuten entschieden. Bis dahin hatten die Lindener eine bärenstarke Abwehrleistung aufs Parkett gelegt und konnten ihre Ballgewinne immer wieder in Tore aus der ersten und zweiten Welle ummünzen. Beim 16:3 waren die Punkte praktisch schon eingetütet. Ein wenig zog der Schlendrian dann nach der Pausenführung (21:10) zu Beginn des zweiten Durchganges ein, als die Gäste bis zur 41. Minute auf 15:23 verkürzen konnten. Trainer Wagner wirkte dem Trend mit einer Auszeit entgegen. Ein 7:2-Lauf, abgeschlossen durch Tarek Müllers 30:17, sorgte dann aber wieder für überdeutliche Verhältnisse. "Insgesamt war es ein gutes Spiel, bei dem zudem jeder seine Spielanteile bekam", erklärte Coach Wagner. – Tore Linden: Tarek Müller (4), Brauner (1), Vogel (5), Brockmann (3), Felix Müller (2), Schury (1), Adamczyk (9), Weimer (2/1), Stöhr (6).

Heuchelheimer Personalsorgen

HSG Wettenberg III – HSG Grünberg/Mücke 27:18 (12:12): Nach drei Niederlagen in Serie hat sich die Wettenberger Dritte zum Jahresauftakt aus ihrem Tief befreit. Dabei sorgte eine klare Leistungssteigerung, einhergehend mit einer Deckungsumstellung, für den deutlichen Heimsieg. "Die erste Halbzeit hat mir gar nicht gefallen. Da hatten wir viele dumme Aktionen in unserem Spiel, haben uns einige Zeitstrafen eingehandelt und kamen oft einen Schritt zu spät. In der zweiten Hälfte war das dann komplett anders", sagte HSG-Coach Benny Blattner. Dabei waren die Wettenberger zu Beginn noch gut in der Partie, lagen mit 5:3 in Front und bauten den Vorsprung auf 10:6 (19.) aus. Doch nach einer Grünberger Auszeit war es mit der Herrlichkeit der Gastgeber vorbei, das Schlusslicht nutzte vier Überzahlspiele, um zur Pause zum 12:12 auszugleichen. Zu Beginn der zweiten Hälfte ordnete Blattner dann eine offensive Deckung gegen Rückraumspieler Philip Schudt an. Diese Maßnahme zeigte sofort Wirkung, die Hausherren erarbeiteten sich eine 17:14-Führung (39.). Weil die Abwehr auch in der Folge stark stand und Grünberg/Mücke offensiv nun fast nichts mehr einfiel, zogen die Wettenberger immer weiter davon und hatten das Match beim 23:17 (55.) entschieden. – Tore Wettenberg: Pioch (5), Schneider (3), Seck (1), Wingefeld (3), Heisiph (3), Hirzmann (1), Leib (4), Kleinberg (2/1), Zimbelmann (5). – Tore Grünberg/M.: Biedenkapp (1), Schneider (2), Geregoric (4), Keil (1), Schlüter (1), Janecic (4/1), Schudt (5/3).

TSF Heuchelheim II – HSG Marburg/Cappel 20:31 (9:15): Dritte Niederlage in Folge für die TSF. "Man merkt uns schon enorm an, dass uns wichtige Spieler, vor allem im Rückraum, fehlen", sagte Heuchelheims Betreuerin Melanie Zimmermann nach der doch recht einseitigen Partie. Diese sah die Gastgeber nur beim 1:0 in Führung und beim 3:3 (6.) noch auf Augenhöhe. Danach nutzten die Gäste die Fehler der Heimmannschaft, um sich beim 7:4 eine erste klarere Führung zu erarbeiten. Da den TSF im Angriff die Durchschlagskraft fehlte, baute Marburg den Vorsprung zur Pause auf 15:9 aus. Am Spielverlauf änderte sich dann auch zu Beginn der zweiten Halbzeit nichts. Während Heuchelheim um jeden Torerfolg hart kämpfen musste, kamen die Gäste relativ leicht zu ihren Treffern und setzten sich bis zur 45. Minute spielentscheidend auf 23:13 ab. – Tore Heuchelheim: Peter (1), Lichert (2), Dönges (2), Weber (1), Weidner (6), Wagner (1), Bender (4/2), Ortega (1), Lich (2).

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