Jóhannsson-Ausfall kompensieren

  • schließen

Nachdem die Trainerfrage für die kommende Saison geklärt ist, heißt es bei Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg nun wieder den Fokus auf die laufende Saison zu richten, in der man am vergangenen Wochenende im dritten Anlauf endlich den ersten Punktspielsieg in 2019 einfahren konnte. Diesen zu veredeln, ist die Hauptaufgabe für das Heimspiel am Samstag um 19.30 Uhr im Sportzentrum Hüttenberg, wenn der Wilhelmshavener HV zu Gast ist.

Nachdem die Trainerfrage für die kommende Saison geklärt ist, heißt es bei Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg nun wieder den Fokus auf die laufende Saison zu richten, in der man am vergangenen Wochenende im dritten Anlauf endlich den ersten Punktspielsieg in 2019 einfahren konnte. Diesen zu veredeln, ist die Hauptaufgabe für das Heimspiel am Samstag um 19.30 Uhr im Sportzentrum Hüttenberg, wenn der Wilhelmshavener HV zu Gast ist.

Die Ausgangssituation : "Unser Sieg heute ist nur etwas wert wenn wir gegen Wilhelmshaven nachlegen", hatte TVH-Trainer Emir Kurtagic schon kurz nach dem Schlusspfiff am letzten Samstag den Blick bereits nach vorne gerichtet. Denn noch immer kann man sich auf Rang zehn bei der Rekordzahl von fünf Absteigern nicht in Sicherheit wiegen. Die direkte Rückkehr in die höchste deutsche Spielklasse bei schon 13 Punkten Rückstand auf den aktuellen Rangzweiten HSC Coburg mit dem Ex-Hüttenberger Aufstiegstrainer Jan Gorr ist jedenfalls kein Thema in der Handkäsehochburg. Ein Heimspiel, zudem gegen den aktuell Vorletzten der Tabelle. Da müssen, trotz bisher äußerst wechselhaft verlaufener Saison und aller Ergebnis-Überraschungen in der Liga, der Anspruch natürlich zwei Punkte sein. Dennoch hebt der Coach warnend der Finger. "Klar müssen wir zu Hause nach legen. Aber es kommt wie immer auf uns an. Wir müssen, auch unter nicht optimalen Umständen, bereit sein für einen großen Kampf." Denn der WHV hat am Vorwochenende mit dem klaren 34:24-Heimsieg gegen Bayer Dormagen, wo der TVH vor zwei Wochen leer ausging, Selbstvertrauen getankt. Was auch bitter notwendig war nach zuvor zehn sieglosen Spielen mit dem Tiefpunkt der 34:35-Niederlage beim abgeschlagenen Schlusslicht Rhein Vikings.

Personalien : Ein Linkshänder kommt – einer geht. So ist die aktuelle Lage bei den TVH-Handballern. Daniel Wernig ist nach überstandener Mandel-OP seit Montag wieder im Training und steht vor seinem ersten Einsatz 2019. Dagegen hat sich der isländische Halbrechte Ragnar Jóhannsson beim Auswärtssieg in Emsdetten einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen und wird voraussichtlich zwei Wochen ausfallen. "Wir müssen das Beste daraus machen und haben gut trainiert, um Dido besser ins Spiel einzubinden", nimmt Kurtagic die Situation an. Der Sommer-Neuzugang Dieudonné Mubenzem wird also nun die Chance zu längeren Einsatzzeiten bekommen. "Vielleicht tut ihm das gut, dass er nun weiß, dass er spielen wird. Aber er darf sich selber nicht zu sehr unter Druck setzen", baut der 38-Jährige auf den tschechischen Nationalspieler, der allerdings ein anderer Spielertyp ist. Man darf also gespannt sein, welche Auswirkungen das auf das TVH-Spiel haben wird. Für den verbliebenen dritten Linkshänder Tobias Hahn heißt es, nachdem er die letzten drei Spiele auf Rechtsaußen auf sich alleine gestellt war, nun Jóhannsson auch stärker als bisher auf der Halbdeckungsposition zu ersetzen. "Tobi ist, wie auch Moritz Lambrecht und Moritz Zörb, leicht angeschlagen. Ich denke, dass sie spielen können."

Die Gäste haben im Kampf gegen den Abstieg kurzfristig noch einmal personell nachgerüstet. Mit Bartosz Konitz wurde von Ligakonkurrent Eintracht Hagen ein erfahrener Rückraumspieler verpflichtet. Der 34-jährige Pole konnte gleich in seinem ersten Spiel beim Sieg gegen Dormagen überzeugen und war auf der Mitte Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Jadestädter, Zudem soll er die WHV-Deckung, aktuell die zweitschlechteste der Liga, genauso stabilisieren wie Miladin Kozina. Der 35-jährige, 117-facher slowenischer Nationalspieler, kam in der WM-Pause von den finanziell angeschlagenen Rhein Vikings. "Diese Verpflichtungen sprechen für die Ambitionen von Wilhelmshaven, die Liga unbedingt zu halten", bewertet der TVH-Coach die News vom Jadebusen.

Stärken : Die des WHV liegt in der Offensive, die bisher knapp 30 Tore mehr als die Blau-Weiß-Roten erzielte. Der Halblinke Tobias Schwolow ist der Haupt-Gefahrenherd und aktuell viertbester Liga-Torschütze mit 139/19 Toren. Hüttenberg konnte sich in Emsdetten auf einen überragenden Torwart Nikolai Weber verlassen. Gepaart mit einer starken Deckungsleistung kam man dadurch endlich wieder einmal zu einfachen Kontertoren. "Auch im Angriff hatten wir mehr Mut und ein klares Bild, was wir machen wollten." war Kurtagic zufrieden. Der am Samstag natürlich erwartet, dass seine Mannschaft genauso geschlossen auftreten wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare