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Auf der Suche nach dem richtigen Konzept für das Spiel gegen Aue ist Hüttenbergs Trainer Frederick Griesbach, den akute personelle Probleme plagen.

2. Handball-Bundesliga

Für Hüttenberg zählt gegen Aue nur ein Heimsieg

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Zur ungewohnten Zeit am Freitagabend empfängt der TV 05/07 Hüttenberg den EHV Aue zum Kellerduell. Die Mittelhessen stehen unter Druck, die personelle Situation ist angespannt.

(mro). Bereits am Freitagabend um 19.30 Uhr empfängt der TV 05/07 Hüttenberg in der 2. Handball-Bundesliga den EHV Aue. "Wir brauchen die Zuschauer mehr denn je", weiß auch TVH-Trainer Frederick Griesbach um die Bedeutung der Partie.

Warum Freitag?Die für Hüttenberg ungewohnte Spielzeit begründet Fabian Friedrich, der Geschäftsführer der Hüttenberger Handball-Marketing GmbH & Co. KG, wie folgt: "Zweitliga-Handball in Hüttenberg wird traditionell am Samstagabend gespielt. Leider mussten wir aber feststellen, dass der Zuschauerschnitt in den bisherigen Heimspielen nicht zufriedenstellend war. Hier sind wir auf Ursachenforschung. Eine Möglichkeit ist, dass der Samstagabend als Zeitpunkt des Heimspiels für unsere Fans unattraktiver geworden ist. Diese Variable möchten wir nun austesten und hoffen hiermit, den Zuspruch der Fans zu erhöhen." Allerdings stieg der Zuschauerzuspruch nach der Bekanntgabe der Spielverlegung in den letzten beiden Heimspielen deutlich an. Heute Abend soll der "Hexenkessel Mittelhessens" nicht nur voll sein, sondern auch das Team als achter Mann zum Sieg peitschen.

Wie wichtig ist das Spiel?Bereits am neunten Spieltag hat der TVH eine erste Muss-Aufgabe vor der Brust. Nach zuletzt drei Niederlagen und dem Abrutschen auf Abstiegsplatz 16 mit 5:11 Punkten ist die Partie gegen den um einen Punkt besser positionierten EHV Aue ein Spiel, in dem die Handballer aus Hochelheim und Hörnsheim punkten müssen. Zumindest kann Fabian Friedrich etwas Entwarnung geben bezüglich des Einspruches des HSC 2000 Coburg gegen die Niederlage in Hüttenberg. "Die HBL sieht in ihrer Stellungnahme keinen Regelverstoß", sodass die zwei Punkte wohl in Hüttenberg bleiben.

Was muss man über Aue wissen?Die Mannschaft aus dem Erzgebirge erfindet sich neu, hat man doch im Sommer mit Eric Meinhardt den Kopf der Mannschaft verloren, den Trainer und Manager der 2. Liga als "Spieler der Saison 2018/19" wählten. In den bisher vier Auswärtsspielen konnte der EHV immerhin in Krefeld einen Sieg landen. Am letzten Spieltag tankte man zudem Selbstbewusstsein durch einen 30:24-Derbysieg gegen den HC Elbflorenz. "Aue ist eine körperlich sehr gute Mannschaft, die es gewohnt ist, zu kämpfen. Zu allem Überfluss ist das auch noch gepaart mit handballerischer Qualität", bewertet der TVH-Coach den Gegner.

Wer fehlt?Die personellen Vorzeichen beim TVH vor diesem wichtigen Spiel sind alles andere als gut. Tobias Hahn - Adduktorenverletzung. Markus Stefefelt - Meniskus-Operation. Dazu hat das Spiel in Lübbecke Spuren hinterlassen. "Dieudonné Mubenzem hat eine Oberschenkelzerrung und wird circa zwei Wochen mit dem Training pausieren müssen, sodass wir nur noch einen Linkshänder haben. Aber da werden wir uns etwas einfallen lassen", sagt Griesbach, der aber zumindest auf Christian Rompf (geschwollenes Knie) sowie Moritz Zörb (Gehirnerschütterung) und Moritz Lambrecht ("Eisbein") hofft, wobei die beiden Kreisläufer bis Mittwoch noch nicht trainiert hatten. Die Gäste müssen auf Franz Schauer (Gesichtsverletzung) verzichten.

Was erwartet Griesbach?"Ich denke, dass die Einstellung und nicht die Taktik das Spiel entscheiden wird. Das heißt, wie führe ich meine Zweikämpfe, wie ist meine Wurf-quote, wie sind meine technischen Fehler. Dazu müssen wir zusammen mit den Torhütern unser Abwehrbollwerk hinbekommen. Jetzt gilt es noch mehr zusammenzustehen, noch mehr füreinander da zu sein, trotz der Ausfälle. Den Druck, den wir jetzt definitiv haben, müssen wir für uns nutzen, um die zwei Punkte gegen Aue zu holen. Es muss nicht schön sein, sondern der Ball muss einfach ins Tor. Und dann werden wir das Spiel gewinnen."

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