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Hüttenbergs Björn Zintel (l.) kommt in dieser Szene gegen Essens Justin Müller zwar zum Wurf, unterliegt mit seinem TVH letztlich aber recht deutlich.

TV Hüttenberg

TV Hüttenberg verliert in Essen

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Handball-Zweitligist TV Hüttenberg unterliegt bei Tusem Essen am Freitagabend mit 28:33. Trainer Frederick Griesbach bemängelt das Abwehrverhalten.

(mro). Auch im zweiten Auswärtsspiel der 2. Handball-Bundesliga musste der TV 05/07 Hüttenberg die Heimreise mit leeren Händen antreten. Trotz 28 erzielter Treffer konnte man die Niederlage bei Tusem Essen nicht verhindern. 33:28 (17:14) leuchtete am Ende von der Anzeigetafel, womit die offensivstarken Gastgeber weiter ungeschlagen bleiben.

Nach dem Auswärtsduell mit dem 71-jährigen Trainerfuchs Sead Hasanefendic im ersten Saisonauswärtsspiel in Eisenach trafen gestern Abend mit Frederick Griesbach (Jahrgang 1989) und Jaron Siewert (Jahrgang 1994) die jüngsten Trainer der 2. Handball-Bundesliga aufeinander. Und Hüttenbergs Griesbach sah einen guten Start seiner Mannschaft, die durch zwei Treffer von Linksaußen Christian Rompf zum 2:0 startete. Der TVH profitierte dabei allerdings auch von einer frühen Zeitstrafe gegen Dennis Szczesny. Kaum wieder komplett war Essen beim 4:3 durch Noah Beyer beim 4:3 erstmals in Front. Und da der Tusem-Linksaußen auch in der Folgezeit treffsicher vom Siebenmeterpunkt und per Tempogegenstoß agierte, erhöhte die Heimmannschaft auf 10:6 nach einer Viertelstunde.

Björn Zintel netzt acht Mal ein

Immer wieder nutzten sie dabei starke Paraden ihres Torhüters Fredrik Genz, um diese überfallartig im Umschaltspiel in Tore um-zumünzen. Diesem Rückstand liefen die Blau-Weiß-Roten hinterher, ehe Christian Rompf mit seinem bereits vierten Treffer in der 25. Minute seine Farben wieder auf 12:14 heran brachte. Und auch beim 14:17-Halbzeitstand nach Markus Stegefelts Siebenmetertreffer war der TVH weiter dran. Einen großen Anteil daran hatte Björn Zintel, der bis zum Pausenpfiff bereits sechsmal traf.

Auch in Abschnitt zwei kam der Gast gut aus den Startlöchern und durch Markus Stegefelt zum 16:17-Anschlusstreffer. Kurz danach der Knackpunkt aus Sicht von TVH-Trainer Frederick Griesbach, als Essens Tim Zechel im Tempogegenstoß Nikolai Weber den Ball aus nächster Nähe an den Kopf knallte. "Die Rote Karte hat die Halle wieder aufgeweckt und Tusem bekommt die Aggressivität." Mit dieser und seiner Offensivpower legten die Gastgeber einen Zwischenspurt zum 23:17 durch Tom Skroblien hin (43.). Auch, da Hüttenberg durch Markus Stegefelt in dieser Phase einen Strafwurf ungenutzt ließ. "Wir hatten heute in der Abwehr nicht das Feuer und die Zweikampfstärke wie letzte Woche in der zweiten Halbzeit", räumte Trainer Griesbach später ein.

Dennoch konnten die Mittelhessen durch Dieudonné Mubenzem und erneut Markus Stegefelt zum 19:23 und 20:24 verkürzen und die Hoffnung auf Zählbares kurzfristig am Leben halten. Essen hatte aber immer wieder eine Antwort, konnte sich auf seine Durchschlagskraft verlassen und setzte sich schnell wieder auf sieben Tore ab. Zwar konnte Dominik Plaue, der Nikolai Weber nach dessen Kopftreffer ersetzte, noch einige gute Paraden zeigen, den 28:33-Endstand, den Merlin Fuß herstellte, konnte aber auch der 24-jährige Keeper nicht verhindern.

Tusem Essen: Genz, Bliß; Beyer (7/3), Jonas Ellwanger, Urios Gonzales (1), Akakpo (1), Szczesny (5), Ridder, Müller (3), Firnhaber (5), Klingler (3), Skroblien (5/3), Zechel (3).

TV 05/07 Hüttenberg: Plaue, Weber; Fuß (2), Sklenák, Belter, Lambrecht (1), Rompf (4), Zörb (1), Fernandes, Stegefelt (5/1), Mubenzem (5), Hübscher (1), Hahn, Zintel (8/1), Klein (1), Schreiber.

Im Stenogramm: SR: Müller/Müller (Cottbus). - Siebenmeter: 8/6 - 3/2. - Zeitstrafen: 10-6 Strafminuten. - Disqualifikation: Zechel (Tusem - 38.) - Zuschauer: 1653.

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