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Mit Piotr Przybecki als Trainer des VfL Lübeck-Schwartau kommt ein alter Bekannter am Samstag nach Hüttenberg.

Handball

TV Hüttenberg muss konstanter werden

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Von 1995 bis 1997 warf er aus dem Rückraum Tore für den TV Hüttenberg. Am Samstag kommt Piotr Przybecki als Trainer des VfL Lübeck-Schwartau zum Zweitliga-Punktspiel nach Mittelhessen.

Eine richtige dicke Aufgabe haben am Samstag zur gewohnten Anwurfzeit um 19:30 Uhr im Hüttenberger Sportzentrum die Zweitliga-Handballer des TV 05/07 vor der Brust. An Spieltag drei empfangen die Blau-Weiß-Roten den VfL Lübeck-Schwartau. "Man sieht die Ausgeglichenheit der Liga, denn sie sind eine von nur drei noch ungeschlagenen Mannschaften." verweist TVH-Coach Frederick Griesbach auf die Schwere der anstehenden Partie.

Die Voraussetzungen- Die Marmeladestädter haben an den ersten beiden Spieltagen gezeigt, dass sie ein ernstes Wort im Kampf um die beiden Aufstiegsplätze mitreden können, nachdem sie bereits in den letzten drei Jahren immer unter den Top-Sechs waren. Mit Neu-Trainer Piotr Przybecki, 2002 mit dem THW Kiel deutscher Meister und zuletzt Trainer der polnischen Nationalmannschaft, wollen die Bad Schwartauer den nächsten Schritt Richtung Tabellenspitze unternehmen.

Bei Aufsteiger HSG Krefeld begann man die Saison mit einem souveränen 24:16-Auswärtssieg, bei dem der Neuzugang auf Linksaußen, Fynn Gonschor, mit acht Treffern den Unterschied machte und dabei ohne Fehlwurf blieb. Und am letzten Wochenende gelang auch die Heimpremiere mit einem 22:20 gegen Erstligaabsteiger VfL Gummersbach, den man bereits in der ersten Pokalrunde schlagen konnte. Sieggaranten waren ein 9:1-Traumstart und der gewohnt starke Torwart Dennis Klockmann mit einer Weltklassequote von knapp 43 Prozent gehaltener Bälle. "Sie sind sicher einer der Mitfavoriten auf den Aufstieg", schätzt auch Griesbach ein.

Beim TVH dagegen lief der Einstieg in die Runde wechselhafter. Bereits bei der Heimpremiere gegen den Aufsteiger HSG Konstanz musste man auch das Glück bemühen um nach einer beruhigenden Sieben-Tore-Führung den knappen 24:23-Sieg ins Ziel zu retten. Das erste Auswärtsspiel ging für die Mannschaft von Trainer Frederick Griesbach dann in Eisenach mit 25:30 verloren.

Die Stärken- Lübeck-Schwartau hat in den ersten beiden Partien mit gerade einmal 36 Gegentoren nahtlos an die beiden zurückliegenden Spielzeiten angeknüpft, als man jeweils die stärkste Defensive der Liga stellte. Die Handballer aus Hochelheim und Hörnsheim können ihre Stärken bisher nur punktuell zeigen, wie zum Beispiel Torwart Niko Weber und Linkshänder Dieudonné Mubenzem gegen Konstanz oder Björn Zintel in der zweiten Halbzeit in Eisenach.

"Am Samstag muss jeder meiner Spieler an sein Limit gehen um Nadelstiche zu setzen. Dann ist es vielleicht möglich den Favoriten zu stürzen", weiß der 30-Jährige. Im Vorjahr klappte das erstaunlich gut, denn die Mittelhessen behielten in beiden Spielen gegen den am Ende Tabellenfünften die Oberhand. Schlüssel war hier jeweils eine starke Defensive.

Die Baustellen- Erneut war in Eisenach - wie bereits beim Pokal-Aus - die Chancenverwertung beim TVH ein Manko. Dennoch hätten 25 Tore durchaus für einen Auswärtssieg reichen können. Doch speziell in der ersten Hälfte bekam man in der Deckung keinen Zugriff und musste 17 Tore hinnehmen. Im Angriff bekommt der Halblinke Markus Stegefelt noch nicht die nötige Torgefahr auf die Platte. Je nur zwei Feldtore von der Königsposition sind auf Dauer zu wenig. Zu selten kommt der Schwede mit Schwung zum Abschluss - wie beim Tor zum 2:2 in Eisenach, wo er mit einem Doppelkreuz gut in Szene gesetzt wurde. Vielleicht lässt der 25-Jährige aber auch zu viele Körner in der Abwehrzentrale, wo er die Rekonvaleszenten Mario Fernandes und Moritz Zörb vertreten muss, die sich sonst diesen Job über die gesamte Spielzeit aufteilen.

Ehre- Zumindest für Tomáš Sklenák war Eisenach eine Reise wert. Nicht nur, dass der Tscheche eine gute Partie ablieferte. Der ThSV nahm den 37-Jährigen, der vor seinem Engagement in Mittelhessen zehn Jahre erfolgreich das Trikot der Wartburgstädter trug, nach der Partie in seine Hall of Fame auf. Aber Griesbach appelliert unter anderem auch an die Ehre seiner gesamten Mannschaft. "Wir haben ein Heimspiel. Und ich will alle Heimspiele gewinnen. Wir müssen kämpfen wie die Löwen."

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