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Ganz knapp, aber keinen Punkt für den TVH. Johannes Klein (TVH/33) und die Torhüter Nikolai Weber (Mitte) und Dominik Plaue müssen die 26:27-Niederlage schlucken. FOTO: RAS

Handball

Hüttenberg kassiert zu viele leichte Gegentore

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Der TV 05/07 Hüttenberg fordert Aufstiegsaspirant TUSEM Essen richtig. Beim 26:27 steht der heimische Handball-Zweitligist dann aber doch mit leeren Händen da.

Der TV 05/07 Hüttenberg hat am Samstag die erste Niederlage in 2020 einstecken müssen. Durch die 26:27 (11:12)-Niederlage gegen das Spitzenteam TUSEM Essen konnte man die eigene Serie aus zuletzt drei Spielen ohne Niederlage nicht ausbauen. Neben eigenen Unzulänglichkeiten verhinderte auch Pech Zählbares.

Ein Faktor war allerdings auch die Chancenverwertung, mit der man Gäste-Keeper Sebastian Bliß zu einem Drittel gehaltener Bälle verhalf. Dem wiederum das Glück zur Seite stand. So zum Beispiel 80 Sekunden vor dem Schlusspfiff, als er mit den Fingerspitzen einen Wurf des starken Kreisläufers Moritz Zörb noch an die Latte lenken konnte, so dass die anschließenden Treffer von Tomáš Sklenák und Zörb nicht ganz zum durchaus nicht unverdienten Punktgewinn reichten.

Denn auch TUSEM-Trainer Jaron Siewert hatte ein "sehr gutes, kampfbetontes Handballspiel" gesehen, "in dem beide Mannschaften maximalen Einsatz" gezeigt hatten. Einzig die Unparteiischen fielen mit etlichen unerklärlichen Pfiffen, speziell zu Ungunsten des TVH, leistungsmäßig ab.

Die Hausherren starteten trotz Fehlwürfen des etwas überraschend auf Halblinks startenden Johannes Klein und Merlin Fuß mit 2:0 durch Tore der jeweils sechsfachen Torschützen Dieudonné Mubenzem und Moritz Zörb, da auf der anderen Seite Dominik Plaue gleich einen Siebenmeter von Noah Beyer parierte. Doch nach dem 5:4 (11.), als sich der tschechische Linkshänder stark durchsetzte, übernahmen die Gäste das Ruder und bestraften mit ihrer stärksten Waffe, der zweiten Welle, Hüttenberger Fehlwürfe zur 7:5-Führung.

Markus Stegefelt verpasste mit einem Strafwurf an den Pfosten den Ausgleich, Essen konterte zur 11:8-Führung. Doch ein Doppelschlag von Stegefelt per Dreher von Linksaußen sowie einem Tempogegenstoß nach eigenem Steel brachte den TVH aber zum Pausen-11:12.

Auch in der zweiten Halbzeit liefen die Blau-Weiß-Roten weiter hinterher. Zudem ließ man die durchaus vorhandenen Möglichkeiten, sich die Führung zurück zu holen, ungenutzt. So zum Beispiel nach dem 16:16 durch Björn Zintels einzigen Treffer, dem Nikolai Weber eine Siebenmeter-Parade folgen ließ.

Bis zur 50. Minute konnte der TVH dennoch die Angriffsmaschine aus Essen bei erst 20 Toren halten und ging somit nach dem 19:20 durch einen weiteren Stegefelt-Strahl hoffnungsvoll in die Endphase. "Da hat uns dann hinten etwas die Kraft gefehlt", hatte der verletzte Kapitän Mario Fernandes erkannt. Und auch Trainer Frederick Griesbach musste zugeben, dass "wir in der Schlussphase zu viele leichte Tore bekommen haben." Exemplarisch das Essener 23:20, als Noah Beyer einfach in der Mitte durchmarschierte, so dass auch die letzte Maßnahme von Griesbach, die Abwehr zu öffnen, nur noch zum Anschlusstreffer reichte.

"Wir hatten unsere Chancen, bringen aber Siebenmeter und freie Würfe nicht unter. Wir hatten viele Phasen, in denen wir als Mannschaft gut gespielt haben. Aber insgesamt hatten wir auch zu viele Phasen, in denen keiner die Verantwortung übernehmen wollte", musste Trainer Griesbach bilanzieren. Dem damit zwei Tage nach seinem 31. Geburtstag ein verspätetes Geschenk verwehrt blieb.

TV 05/07 Hüttenberg: Plaue, Weber; Fuß, Sklenák (3), Lambrecht, Rompf (3), Zörb (6), Stegefelt (5/1), Mubenzem (6), Hübscher, Hahn, Zintel (1), Klein (1), Schreiber (1).

TUSEM Essen: Genz, Bliß; Beyer (9/2), Ellwanger (1), Urios Gonzàles, Akakpo (2), Szczesny (2), Müller (2), Firnhaber (4), Klingler (2/1), Kluth, Skroblien (2/2), Ingenpass, Zechel (3).

Stenogramm / SR: Pusch/Weiße (Radebeul). - Siebenmeter: 3/1:8/5. - Zeitstrafen: 6:10 Minuten. - Zuschauer: 1107.

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