TV 05/07 Hüttenberg

TV Hüttenberg: Jóhannsson-Aus trübt Siegfreude in Emsdetten

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In der 2. Handball-Bundesliga Männer triumphiert der TV 05/07 Hüttenberg mit 27:24 beim TV Emsdetten, bangt aber um seinen verletzt ausgeschiedenen Linkshänder.

Erster Sieg in 2019 für den TV 05/07 Hüttenberg in der 2. Handball-Bundesliga. Doch in die Freude über den 27:24 (16:12)-Auswärtssieg beim TV Emsdetten mischte sich auch die Sorge, dass der am Samstag starke Linkshänder Ragnar Jóhannsson längere Zeit ausfallen könnte.

"Raggi hat einen stechenden Schmerz in der Wade gespürt. Das ist schade, denn er war super gut drauf" berichtete Trainer Emir Kurtagic nach Spielende. Aber natürlich war er auch stolz auf seine Mannschaft. Die nicht nur den Ausfall des Isländers, der kurz vor der Pause mit Verdacht auf Muskelfaserriss vom Platz musste, kompensierte. Sondern auch einen verdienten Start-Ziel-Sieg feierte, der nach einer kurzen Schwächephase beim 23:22 (52.) noch einmal in Gefahr schien. Das hatte auch Kurtagic erkannt, der sein dezimiertes Team, dass auch weiterhin auf Torwart Fabian Schomburg und Rechtsaußen Daniel Wernig verzichten musste, in einer Auszeit auf die Endphase einstimmte.

Durch Tore des sicheren Siebenmeterschützen Tobias Hahn sowie ein Rückraumgeschoss des stark verbesserten Halblinken Markus Stegefelt befreite sich der TVH in der 56. Minute beim 25:22 wieder etwas. Zwar versuchte Emsdetten mit einer sich öffnenden Deckung noch das Blatt zu wenden, doch dagegen hatte der überragende Nikolai Weber im Hüttenberger Kasten etwas. Mit tollen Paraden gegen Merten Krings und Paul Kolk schraubte er seine Fangquote auf traumhafte 43 Prozent und ermöglichte Tomá? Sklenák damit die 26:23-Entscheidung, der Kreisläufer Moritz Zörb den 27:24-Schlusspunkt folgen ließ.

Die Blau-Weiß-Roten starteten von Anfang an fokussiert und waren nach einem Dreierpack von Jóhannsson in der neunten Minute beim 6:3 erstmals klar in Führung. Zwar kamen die Hausherren in der Folge zum Anschluss, dennoch zog der TVH in der 24. Minute durch einen Tempogegenstoß von Moritz Lambrecht auf 12:8 weg. Basis waren immer wieder Paraden von Niko Weber, der nicht nur dem besten Liga-Feldtorschützen Janko Bozovic den Zahn zog und einige Tempogegenstöße einleitete. Zudem konnte sich der 38-jährige Routinier auf eine gut funktionierende Deckung verlassen, die ihre Lehren aus dem Hinspiel gezogen hatte und die Achse Merten Kringe/Janko Bozovic deutlich besser bekämpfte. Da man zudem im Angriff, im Gegensatz zur Vorwoche, zielstrebig agierte, verhinderte man das starke Um-schaltspiel der Gastgeber und nahm einen 16:12-Vorsprung mit in die Kabinen.

Auch nach Wiederbeginn hatten die Gäste weiter das Heft in der Hand und hielten den TV Emsdetten über das 19:15 durch Kapitän Mario Fernandes nach schönem Bodenpass von Björn Zintel auch nach einer Dreiviertelstunde auf Distanz, in der Markus Stegefelt zum 22:18 einnetzte. Zwar brachte die bereits erwähnte kurze Durststrecke Emsdetten noch einmal ins Spiel, doch mehr als den Anschluss ließ der TVH nicht mehr zu und konnte sich sogar noch den Luxus leisten, einige beste Einwurfgelegenheiten auszulassen.

"In der zweiten Halbzeit hatten wir etwas mehr Schwierigkeiten. Aber das war heute von Anfang bis Ende ein anderes Auftreten als in der Vorwoche", war Trainer Emir Kurtagic mit der Reaktion seiner Mannschaft auf die 20:21-Niederlage in Dormagen zufrieden. "Im Prinzip war das heute eine Kopie des Hinspiels, nur mit umgekehrtem Ausgang. Wir haben den besseren Torwart gestellt, waren besser fokussiert und haben die Fehler des Gegners bestraft. Jeder hat heute seinen Beitrag geleistet", bilanzierte der Hüttenberger Coach und stieg zufrieden in den Bus zur Heimfahrt. Wenn da nicht die Sorge um seinen isländischen Linkshänder gewesen wäre, der am Samstag sein Torekonto auf exakt 100 Saisontreffer geschraubt hatte.

TV Emsdetten: Ferjan, Madert; Weischer, Krings (6), Franke, Terhaer (4), Hübner, Toom, Kolk (2), Dräger, Holzner (5/3), Smits (2), Weßeling (2), Kropp (2), Bozovic (1).

TV Hüttenberg: Lorenz, Weber; Belter, Sklenák (1), Lambrecht (1), Rompf (2), Zörb (1), Fernandes (2), Jóhannsson (5), Stegefelt (6), Mubenzem, Hahn (7/5), Zintel (2), Klein.

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