Handball

Heute wird ein schwieriges Derby in Hüttenberg erwartet

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Der TV Hüttenberg U23 kämpft um den Ligaerhalt in der Handball-Oberliga, die HSG Wettenberg um den Anschluss an die Spitzengruppe. Heute kommt es zum Derby zwischen den beiden Teams.

Am vergangenen Wochenende ist es in der Handball-Oberliga der HSG Kleenheim-Langgöns gelungen, sich bis auf einen Minuspunkt an das aus der TSG Offenbach–Bürgel (27:9 Punkte) und dem TV Kirchzell (25:9) bestehende Führungsduo heranzupirschen. Die Kleenheimer haben zurzeit 24:10 Punkte auf dem Konto und am Sonntag mit dem Gastspiel bei der TSG Bürgel die Chance, zum Spitzenreiter aufzuschließen. Freilich sind die Offenbacher in eigener Halle noch ungeschlagen, mussten aber am vergangenen Wochenende beim TV Kirchzell eine knappe Niederlage hinnehmen. Dafür wollen sich die Mainstädter rehabilitieren – und da kommt der Rangdritte sicherlich gerade recht. Allerdings haben auch die Kleenheimer etwas wiedergutzumachen, denn in der Vorrunde hatten sie in eigener Halle gegen die TSG mit 30:34 das Nachsehen. Mit 19:13 Punkten steht die HSG Wettenberg auf dem sechsten Platz, hat aber die die Chance, den Anschluss an die erweiterte Spitzengruppe herzustellen. Bereits am heutigen Freitag sind die Wettenberger bei Schlusslicht TV Hüttenberg U23 zu Gast, für den im Abstiegskampf die Luft immer dünner wird. Und da ist noch die HSG Pohlheim, die nach zuletzt 5:1 Punkten auf dem besten Weg ist, sich aus dem Ringen um den Klassenerhalt zu verabschieden. Gelingt den Pohlheimern bei der TSG Münster (zuletzt 0:8 Punkte) der erhoffte Sieg, dann ist das schon ein großer Schritt in Richtung Tabellenmittelfeld.

TV Hüttenberg U23 – HSG Wettenberg (Fr., 20.15 Uhr/Sporthalle Hüttenberg): "Ich wünsche mir, dass wir in diesem Derby die Offensivleistung vom Spiel in Babenhausen wiederholen können", erklärt TVH-Trainer Torsten Menges. "Allerdings müssen wir gegen die stabile 6:0-Deckung der Wettenberg geduldig spielen, damit wir nicht in eine solche Gegenstoßkanonade laufen wie am letzten Wochenende." Im Übrigen freuen sich die Gastgeber auf ein Wiedersehen mit ehemaligen Hüttenbergern, die derzeit das Wettenberger Trikot tragen. Der TVH-Coach nennt Torhüter Yannick Dellner, aber auch Tom Warnke und Philippe Oyono Esaam. Menges hat großen Respekt vor dem Wettenberger Trainer Axel Spandau, ein "Trainerfuchs", der sich sicherlich vor dem Derby einiges einfallen lässt.

"Es wird ein schwieriges Derby", vermutet Spandau. "Beide Seiten haben einiges an Ausfällen." So müssen die Gäste einerseits auf die Langzeitverletzten, andererseits möglicherweise auch auf Tom Warnke verzichten. "Wir wollen mit klaren Aktionen zum Erfolg kommen und unsere Abwehrqualität ins Spiel einbringen", hat Spandau zwei Wünsche für dieses Derby. Bei Hüttenberg sieht er in Torben Werner und Jan Link die "Hauptwerfer" aus den Rückraum. Eine weitere Vorgabe an die Mannschaft: "Wir wollen gegen die jungen Eins-gegen-Eins-Spieler des TV Hüttenberg kompakt stehen."

TSG Münster – HSG Pohlheim (Sa., 19 Uhr): "Wir befinden uns noch immer im Abstiegskampf", erteilt Pohlheims Trainer Jens Dapper allzu großen Erwartungen einen kleinen Dämpfer. Allerdings, so der Coach, "haben die letzten Ergebnisse gezeigt, zu was die Mannschaft in der Lage ist, wenn sie komplett spielen kann." Ob in Münster alle Mann an Bord sein werden, konnte Dapper noch nicht absehen. Die TSG Münster ist so etwas wie eine Wundertüte.

"Die Mannschaft hat in er Hinrunde sehr, sehr gute Spiele abgeliefert", weiß Dapper, in der Rückrunde läuft es allerdings nicht ganz so gut. Die TSG kassierte zuletzt vier Niederlagen in Folge, und der Pohlheimer Coach wünscht sich, dass diese kleine Serie gegen seine Mannschaft nicht reißen wird. Bei einem eigenen Sieg würde die TSG Münster an den Pohlheimern vorbeiziehen. Andererseits: Verlässt die HSG Pohlheim als Sieger die Sporthalle der Kelkheimer Eichendorffschule, dann hätte sich die Mannschaft von den anderen gefährdeten Teams erst einmal abgesetzt.

TSG Offenbach-Bürgel – HSG Kleenheim-Langgöns (So., 17.30 Uhr): "Mit den Offenbachern erwartet uns eine körperlich sehr starke Mannschaft, die auf allen Positionen, teilweise doppelt, stark besetzt ist", erklärt Matthias Wendlandt, Coach der HSG Kleenheim-Langgöns.

"Die Offenbacher haben bisher erst einen Punkt zu Hause abgegeben (gegen Dotzheim). Nils Lenort und Lars Kretschmann sind sicherlich herausragend", erklärt Wendlandt, "sehr stark in der Abwehr und im Gegenstoß." Trotz der Konstellation in der Spitzengruppe sind die Kleenheim vor dem Spitzenspiel völlig entspannt. "Wir gehen da völlig ohne Druck hin", verrät Wendlandt, "momentan ist noch der eine oder andere krank, aber ich hoffe, es werden alle einsatzbereit sein. Da unsere zweite Mannschaft gleichzeitig ein sehr wichtiges Spiel hat, werden bestimmt auch einige dort eingesetzt werden."

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