Das Duell der Absteiger

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Am Samstag um 19 Uhr in der Merkur-Arena in Lübbecke steht für Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg die nächste schwierige Auswärtsaufgabe auf dem Spielplan. Am 17. Spieltag kommt es dabei zum Kräftemessen mit dem TuS N-Lübbecke, dem letztjährigen Mitabsteiger aus der Handball-Bundesliga.

Am Samstag um 19 Uhr in der Merkur-Arena in Lübbecke steht für Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg die nächste schwierige Auswärtsaufgabe auf dem Spielplan. Am 17. Spieltag kommt es dabei zum Kräftemessen mit dem TuS N-Lübbecke, dem letztjährigen Mitabsteiger aus der Handball-Bundesliga.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede – Vor zwei Jahren stiegen die beiden Kontrahenten zusammen auf. Während der TuS souverän die Liga anführte, machte der TVH erst am letzten Spieltag den Sprung zurück auf Aufstiegsplatz zwei und damit den Durchmarsch aus Liga drei ins Oberhaus perfekt – durch einen 25:19-Heimsieg gegen den Meister. Dem zwar allgemein die besten Chancen auf den Klassenerhalt prognostiziert wurden. Der aber in einem bis zum Ende engen Abstiegskampf, genauso wie die Mittelhessen, knapp den Kürzeren gegen die Eulen Ludwigshafen und Liga-Dino VfL Gummersbach zog. Aktuell trennen die beiden Kontrahenten in der Tabelle sechs Punkte. Während N-Lübbecke – vor der Saison von der Konkurrenz als der klare Meisterschaftsfavorit auserkoren – mit 21:11 Punkten auf Platz fünf und aktuell vier Zählern in Reichweite der Aufstiegsplätze rangiert, stecken die Handballer aus Hochelheim und Hörnsheim im dicht gedrängten Mittelfeld fest. 15:17 Punkte bedeuten Platz elf bei allerdings nur vier Zählern Vorsprung auf den ersten der in dieser Saison insgesamt fünf Abstiegsplätze. "Lübbecke ist eine Aufgabe, bei der der Weg unserer Reise geprüft wird. Wir wollen versuchen, einen Big Point zu holen, um nicht weiter immer nach unten schielen zu müssen", bewertet TVH-Trainer Emir Kurtagic die Herausforderung.

Wie sind die Formkurven? – Auch der TuS hatte zunächst Probleme, sich in der alten neuen Liga einzuleben und den hohen Vorschusslorbeeren gerecht zu werden. 4:6 Punkte nach fünf Spieltagen waren aber ein Weckruf für die Mannschaft von Ex-Nationalspieler Aron Ziercke. Dessen zum Saisonende auslaufender Vertrag nicht verlängert wird, wie bereits bekannt gegeben wurde. Danach bekam man aber die Kurve. Die letzten sechs Heimspiele wurden allesamt siegreich gestaltet. Allerdings holte man aus den letzten drei Auswärtspartien nur einen Zähler. "Das ist eine sehr gute Mannschaft mit viel individueller Qualität auf allen Positionen", weiß Kurtagic. "Aber trotzdem haben wir letztes Jahr drei Punkte gegen sie geholt."

Die Saison des TVH gleicht bisher einer Achterbahnfahrt. Erstmals gelangen mit dem Auswärtstriumph in Hamburg und dem 26:21 gegen Schlusslicht Rhein Vikings zuletzt zwei Siege hintereinander. Die Deckung der Blau-Weiß-Roten hat sich zuletzt gefestigt. "Moritz Zörb und Moritz Lambrecht machen nach dem Ausfall von Mario Fernandes einen sehr guten Job", lobt Kurtagic seine aktuell dezimierte Deckungszentrale. Allerdings ist die Angriffsleistung immer noch zu schwankend, die Abschlussquote noch nicht konstant genug. Wie auch das letzte Wochenende zeigte, an dem sich starke Phasen mit Schwächeperioden abwechselten. "Wir müssen in Lübbecke reif sein. So viele freie Fahrkarten wie zuletzt können wir uns nicht erlauben", ist sich der TVH-Coach sicher.

Die personelle Lage – Rechtsaußen Daniel Wernig konnte, nach vier Minuten in Hamburg, am letzten Wochenende schon wieder eine Halbzeit auf der Platte stehen. Die Wadenblessur von Linkshänder Dieudonné Mubenzem ist ebenfalls überstanden. Auch er war gegen die Rhein Vikings wieder im Kader, ohne aber zum Einsatz zu kommen. Aufgrund von sechs einsatzfähigen Rückraumspielern kommt Tim Lauer, nach Rückenproblemen, daher in der U23 zum Einsatz. Auf der Ausfallliste steht weiter Mannschaftskapitän Mario Fernandes (Fingerbruch). "Aber auch Fabian Schomburg hat wegen Rückenschmerzen diese Woche noch nicht trainiert", bangt Kurtagic um den letzte Woche starken Keeper. Aber auch die Gastgeber müssen auf einen Abwehrstrategen verzichten. Marko Bagaric wurde am Montag am Ellenbogen operiert und fällt somit für den Rest des Jahres aus.

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