+
Markus Stegefelt und Tomáš Sklenák (r.) müssen die richtigen Entscheidungen treffen, wollen sie gegen den HSV Hamburg eine Überraschung schaffen. FOTO: RAS

Handball

Beim TV Hüttenberg ist Improvisation vor dem Spiel gegen Hamburg Trumpf

  • schließen

Mit dem 23. Spieltag geht die 2. Bundesliga ins letzte Drittel der Saison. Dabei empfängt der TV Hüttenberg am Samstag (19.30 Uhr) den HSV Hamburg - Trainer Griesbach muss improvisieren.

Nur zwei Pünktchen trennen die Zweitliga-Handballer des TV Hüttenberg vor dem Spiel gegen Hamburg (Sa., 19.30 Uhr) vom Relegationsplatz, den derzeit die HSG Konstanz einnimmt.

Die Ausgangslage- Die zuletzt starken Leistungen gegen die auf den Aufstiegsplätzen rangierenden TUSEM Essen und HSC 2000 Coburg blieben jeweils mit Ein-Tore-Niederlagen unbelohnt. Da aber gleichzeitig die Konkurrenten im unteren Tabellendrittel in direkten Duellen zwangsweise punkteten oder überraschten - wie der Vorletzte TV Emsdetten gegen Aufstiegsanwärter ASV Hamm-Westfalen -, hat sich die Lage für den TVH verschärft. Auf Tabellenplatz 15 steht man direkt und auch nur noch zwei Punkte vor der HSG Konstanz, die den Relegationsplatz inne hat. Auch Emsdetten liegt als Rang-17. nur zwei Zähler hinter dem TVH. Ein Heimsieg gegen den Achten HSV Hamburg, der im Mittelfeld sechs Punkte Vorsprung auf die Mittelhessen hat, gleichzeitig aber auch sieben Zähler hinter den Aufstiegsplätzen liegt, ist daher ein Muss, um den Druck zumindest etwas herunter zu fahren.

Die nächste Baustelle - Noch am Mittwochabend war beim TVH von drei Kreisläufern keiner im Training. Das war die nächste Hiobsbotschaft für Trainer Frederick Griesbach. "Moritz Lambrecht ist bis zum Wochenende krank geschrieben, Moritz Zörb sogar noch eine Woche länger. Er wird also auf alle Fälle fehlen", ließ der Coach wissen. Zudem ist der Langzeitverletzte Kapitän Mario Fernandes nicht dabei. "Auch Markus Stegefelt ist krank. Aber bei ihm glaube ich, dass unsere Ärzte ihn hinbekommen. Wir haben also in dieser Woche einige Sachen improvisieren müssen", gibt Griesbach zu Protokoll. Neben der Besetzung am Kreis muss auch auf den zentralen Deckungspositionen eine Lösung gefunden werden.

"Unsere größte Stärke ist, dass wir so eine Leistungsdichte haben", hatte Griesbach zuletzt festgestellt. Dadurch kann er die Belastung mehr verteilen und die Gegner mit unterschiedlichen Rückraumformationen immer wieder vor neue Aufgaben stellen. Das gilt ebenso für die Defensive, wo er auch immer mal eine 6:0-Deckung anordnen kann, wie zuletzt zeitweise in Coburg.

Veränderung - Beim HSV Hamburg hat sich seit dem Liga-Restart im neuen Jahr einiges getan. Linkshänder Jens Schöngarth ersetzt bei Bundesligist Flensburg-Handewitt auf Leihbasis bis zum Saisonende Magnus Röd, der sich schwer verletzt hat. Zudem wechselte Torwart-Hüne Aron Edvardsson, isländischer Nationalspieler, zum Liga-Rivalen nach Bietigheim. Von dort kam im Gegenzug Jonas Maier an die Elbe, wo er am vergangenen Wochenende debütierte. Wie die "Bild" berichtet, hat der Weggang der beiden Leistungsträger finanzielle Gründe und soll dem HSV bis zu 200 000 Euro gebracht haben oder noch bringen. Geld, das der Verein benötigt, da man seit der Insolvenz 2016 unter besonderer Beobachtung der HBL steht. Zudem lässt Vize-Präsident Martin Schwalb sein Amt ruhen, nachdem er Mitte der Woche die Trainerposition bei den Rhein-Neckar-Löwen übernommen hat. Trotz der personellen Veränderungen hat die Mannschaft von Ex-Nationalspieler Torsten Jansen aber noch enormes Potenzial. Das beweisen die beiden Unentschieden zuletzt in Hamm und gegen Gummersbach. Dem HSV ist also das gelungen, woran der TVH knapp scheiterte: gegen Spitzenteams zu punkten. Durch den Sieg zuvor gegen den HC Elbflorenz sind die Hamburger seit immerhin drei Begegnungen ungeschlagen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare