Becker führt Bieber zum Sieg

  • vonMarc Steinert
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Die MSG Linden II hat ein deutliches Ausrufezeichen im Kampf um den Aufstieg in die Bezirksoberliga gesetzt. Im Topspiel der Männer-Bezirksliga A siegte die Wagner-Truppe am Freitagabend gegen den bis dato drittplatzierten TSV Södel mit 33:21 und bleibt damit an der Spitze (die GAZ berichtete in ihrer Samstag-Ausgabe). Weiteren Grund zur Freude gab es kurz darauf, da sich der Tabellenzweite HSG Gedern/Nidda eine 27:31-Niederlage gegen die HSG Marburg/Cappel leistete und nun zwei Punkte hinter der Landesliga-Reserve liegt. Dennoch hegen nach wie vor zumindest fünf Teams Aufstiegshoffnungen. Einen wichtigen Erfolg fuhr die KSG Bieber im Tabellenkeller ein. Die Bender-Truppe siegte im Derby bei den TSF Heuchelheim verdient mit 28:23 und kletterte auf Rang elf.

Die MSG Linden II hat ein deutliches Ausrufezeichen im Kampf um den Aufstieg in die Bezirksoberliga gesetzt. Im Topspiel der Männer-Bezirksliga A siegte die Wagner-Truppe am Freitagabend gegen den bis dato drittplatzierten TSV Södel mit 33:21 und bleibt damit an der Spitze (die GAZ berichtete in ihrer Samstag-Ausgabe). Weiteren Grund zur Freude gab es kurz darauf, da sich der Tabellenzweite HSG Gedern/Nidda eine 27:31-Niederlage gegen die HSG Marburg/Cappel leistete und nun zwei Punkte hinter der Landesliga-Reserve liegt. Dennoch hegen nach wie vor zumindest fünf Teams Aufstiegshoffnungen. Einen wichtigen Erfolg fuhr die KSG Bieber im Tabellenkeller ein. Die Bender-Truppe siegte im Derby bei den TSF Heuchelheim verdient mit 28:23 und kletterte auf Rang elf.

TV Hüttenberg III – HSG Grünberg/Mücke 35:20 (17:9): Die Krise zum Jahresende 2017 endgültig hinter sich gelassen hat die Hüttenberger Dritte, gegen das Schlusslicht Grünberg/Mücke feierten die Schützlinge von Trainer Jan Michel einen überzeugenden Heimsieg. In der ersten Hälfte übernahm Dirk Happel das Coaching, Michel stieß erst in der Halbzeit hinzu. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Hüttenberger aber schon für klare Verhältnisse gesorgt. Nach dem 5:2 (10.) war die Heimsieben nach 19 Minuten schon vorentscheidend auf 13:3 enteilt. Vor allem die starke Deckung ließ die Gäste überhaupt nicht zur Geltung kommen. Nachdem die Rollen frühzeitig klar verteilt waren, plätscherte die Partie ein wenig dahin. Zur Pause führte der TVH mit 17:9, nach 45 Minuten 25:15 und am Ende 35:20. "Heute gibt es keinerlei Anlass zur Kritik", sagte Michel. "In der Abwehr haben wir den Grundstein für den Erfolg gelegt. Es war ein runder Auftritt, bei dem zudem jeder seine Spielanteile bekommen konnte." – Tore Hüttenberg: Weber (4), Kinzenbach (6), Lukas Birkenstock (5), Schepp (2), Goy (1), Marc Birkenstock (2), Zörb (4), Christ (4), Simon (9/6). – Tore Grünberg/Mücke: Biedenkapp (3), Keil (4), Gorr (2), Dapper (4/1), Beck (2), Janecic (5/3).

SG Rechtenbach – HSG Wettenberg III 25:25 (11:12): In den letzten zwei Minuten gab die SG Rechtenbach den vierten Sieg in Folge noch aus der Hand. "Trotzdem haben wir vor allem dank unserer starken Torhüter eigentlich einen Punkt gewonnen, denn von den starken Leistungen der letzten Spiele waren wir doch ein gutes Stück entfernt", gestand SGR-Trainer Christian Kunz ein. Die erste Hälfte verlief zunächst ausgeglichen. Nach dem 3:3 (7.) und 6:6 (15.) übernahmen zunächst die Rechtenbacher die Führung (9:7, 19.), ehe diese kurz darauf die Wettenberger an sich rissen (11:9, 24.). Nach dem knappen 12:11 zur Pause blieb die HSG-Truppe von Benny Blattner, der am Samstag von Mirko Schulcz vertreten wurde, über weite Strecken der zweiten Hälfte knapp in Front. Nach dem 16:15 (43.) lag die HSG auch beim 22:21 (53.) noch in Front, ehe der Aufsteiger die Partie drehte. Ein 4:1-Lauf, abgeschlossen durch Pascal Mäß, sorgte nach 58 Minuten für eine 25:23-Führung. Doch weil die Gastgeber zwei Chancen zur Entscheidung liegen ließen, kam Wettenberg durch Henrik Jeßen kurz vor dem Abpfiff noch zum 25:25-Ausgleich. "Trotzdem haben wir über weite Strecken schlecht gespielt und hatten erst am Ende Zugriff, daher geht das Remis wahrscheinlich auch in Ordnung", sagte Kunz. – Tore Rechtenbach: Fuchs (2), Kiehl (1), Bepperling (1), Hecker (1), Kaluza (4), Viehmann (3), Pape (4), Tägl (4/3), Alexander Langsdorf (2), Mäß (3). – Tore Wettenberg: Pioch (1), Paul (1), Schneider (1), Jeßen (2), Wingefeld (5), Weide (3), Hirzmann (2), Kemper (2/1), Leib (5/3), Kleinberg (2).

TSF-Trainer Pangborn sauer

TSF Heuchelheim – KSG Bieber 23:28 (13:15): Vierte Niederlage in Folge für die Turn- und Sportfreunde, die Heimpleite gegen den Nachbarn KSG Bieber brachte Trainer Christopher Pangborn doch in Rage: "Wir sind so stark in die Partie gestartet und haben das Handballspielen dann urplötzlich eingestellt. Aber komplett. Wir haben unzählige Bälle weggeworfen und sind nicht mehr als Team aufgetreten, was die Gäste gnadenlos ausgenutzt haben." Der TSF-Coach sah bis zur 7:3-Führung (15.) eine richtig starke Partie seines Teams, eingangs erwähnte Faktoren führten aber dazu, dass die KSG nur zehn Minuten später zurück im Spiel war (10:10) und bis zur Pause bereits eine 15:13-Führung erobert hatte. Und auch im zweiten Durchgang konnte Heuchelheim zu keinem Zeitpunkt an die starke Anfangsphase anknüpfen, bis zur 42. Minute waren die Gäste vorentscheidend auf 21:16 davongezogen. Nach dem 24:18 durch den zehnfachen Torschützen Max Becker leistete sich Bieber zwar eine kurze Schwächephase (21:24), beim 27:22 waren die Punkte aber eingetütet – das perfekte Geburtstagsgeschenk für KSG-Coach James Bender. "Der Sieg Biebers geht absolut in Ordnung, da sie sehr präsent und kampfstark waren. Sicherlich vermisse ich Spieler wie Alex Mastenbroek momentan schmerzlich, aber von denen, die dabei sind, muss einfach viel mehr kommen", stellte Pangborn klar. – Tore Heuchelheim: Peter (1), Lichert (1), Dönges (1), Weidner (4), Wagner (1), Bender (3), Ortega (5/3), Bechlinger (3), Lich (4). – Tore Bieber: Jox (1), Becker (10), Bender (4/1), Kleefeldt (7/3), Keiner 83), Karl Lange (1), Müller (2).

TSV Lang-Göns – MSG Florstadt/Gettenau 25:19 (10:9): Trotz personeller Probleme feierte der Aufsteiger seinen siebten Saisonsieg und konnte sein Punktekonto ausgleichen. "Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung meines Teams, bei dem die Deckungsleistung und unsere größere Effektivität den Ausschlag gegeben hat", freute sich TSV-Trainer Thomas Jung. In der ersten Hälfte agierten beide Teams noch auf Augenhöhe. Zwar konnten sich die Gastgeber nach ausgeglichenem Beginn (3:3, 6.) über das 6:4 (11.) auf 9:6 (17.) absetzen, in der Folge ließen die Jung-Schützlinge aber zahlreiche Chancen aus. Ein einziger Treffer gelang Lang-Göns noch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte, der Vorsprung zur Pause schmolz daher auf 10:9 zusammen. In der zweiten Halbzeit übernahmen die Hausherren dann aber wieder das Kommando, vor allem die kurze Deckung gegen Rückraumspieler Manuel Wolf behagte Florstadt/Gettenau überhaupt nicht. So konnte sich der TSV zunächst auf 15:12 (42.) absetzen und entschied die Begegnung dann mit einem 4:0-Lauf vom 20:16 zum 24:16 endgültig zu seinen Gunsten. "Wir hätten es uns leichter machen können, hätten wir uns nach unserer frühen Führung nicht so viele Fehlwürfe erlaubt. Aber wir haben zum Glück wieder schnell die Kurve bekommen", sagte Jung. – Tore Lang-Göns: Kühn (1), Kegel (3), Klaus Beppler (7/2), Robin Zapf (7), Müller (3), Morello (1), Clasen (3).

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