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Der passt! Björn Zintel (TVH/31) wirft gegen den früheren Hüttenberger Marc Pechstein (HC Elbflorenz/60) eines seiner zehn Tore beim Zweitliga-32:27 seines TVH gegen Dresden. FOTO: RAS

Für Aufwand belohnt

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Der TV 05/07 Hüttenberg hat am Samstag einen wichtigen Heimsieg gefeiert. Mit dem 32:27 (15:13) gegen den HC Elbflorenz Dresden überflügelt man die Gäste auf nun Tabellenplatz 13 und kann sich vor den anstehenden schweren Partien bis zum Jahresende zumindest ein wenig von den Abstiegsrängen entfernen.

Entsprechend zufrieden war Trainer Frederick Griesbach nach der Partie. "Die Mannschaft hat es endlich geschafft und für den Aufwand, den sie betreibt, belohnt. Hut ab vor der Leistung meiner Mannschaft. Jeder investiert unheimlich viel."

Denn es war wieder ein Sieg der Mannschaft, aus der aber dennoch erneut einzelne Spieler heraus ragten. Allen voran Christian Rompf, der ohne Fehlwurf achtmal einnetzte und zum Ende hin beim 30:24 mit einem Dreher ins kurze Eck auch ein feines Händchen zeigte. Dennoch wollte der Linksaußen seine Leistung nicht überbewerten. "Man hat unseren Mannschaftsgeist gesehen. Ich bin froh, wenn ich meinen Teil dazu beitragen kann. Wir hatten natürlich einen super Start mit einigen Paraden. Das gibt der Abwehr Sicherheit."

Der Torwart, der dieses Mal von Anfang ein starker Rückhalt war, war erneut Routinier Nikolai Weber, der nach auskurierten Muskelproblemen bereits nach zehn Minuten den Gästen sechs - zum Teil klarste Chancen - zunichte machte und am Ende auf über ein 33 Prozent gehaltener Bälle kam.

Trotzdem gelang es den Blau-Weiß-Roten nicht, sich nach dem Auftakttreffer von Tomáš Sklenák abzusetzen. Der wie gewohnt treffsichere Björn Zintel - am Ende zehnfacher Torschütze - konnte zwar in der 13. Minute per Siebenmeter das 7:4 erzielt, doch der HC Elbflorenz blieb dran. Speziell der im Vorfeld von Griesbach hervorgehobene HC-Mittelmann Sebastian Greß initiierte immer wieder gute Aktionen oder kam selbst zum Abschluss. Dagegen blieb aber der im Sommer von Erstligist Erlangen nach Dresden gekommene Kreisläufer Jonas Thümmler blass. Da der TVH sich nach dem 13:10 durch Rompf eine der wenigen Schwächen im Spiel leistete, konnte Dresden durch Greß sogar wieder zum 13:13 ausgleichen, ehe der Heim-Linksaußen mit einem Doppelschlag für die 15:13-Pausenführung sorgte.

Halbzeit zwei begann als Kopie des ersten Abschnittes. Parade Niko Weber - Tor Tomáš Sklenák. Dennoch hatte Dresden in der 34. Minute den 16:17-Anschluss hergestellt. Der nun stark auftrumpfende Gäste-Halbrechte Mindaugas Dumcius bereitete der Hüttenberger Deckung Probleme und hielt sein Team im Spiel. Dennoch konnten die Handballer aus der Handkäsehochburg durch Treffer von Johannes Klein und abermals Zintel in der 42. Minute beim 22:18 erstmals den Vorsprung etwas deutlicher gestalten.

Gäste-Trainer Rico Göde reagierte und stellte auf eine offensive 4:2-Deckung um. Aber der TVH ließ sich nicht von seinem Weg abbringen. In der 48. Minute erhöhte Markus Stegefelt, der trotz Schulterproblemen spielte ("Ich konnte heute morgen meinen Wurfarm nicht anheben."), auf 25:20. Und spätestens als sechs Minuten vor dem Abpfiff der tschechische Ex-Nationalspieler "Turbo" Sklenák sich in unnachahmlicher Art zum 29:23 durch die Elbflorenz-Deckung wackelte, war der Sieg eingetütet, sodass Trainer Frederick Griesbach nach Björn Zintels zehntem Tor zum 31:24 in den letzten beiden Spielminuten auch die Nachwuchsakteure Till-Bastian Uth und Tristan Kirschner auf das Feld schicken konnte. Den Schlusspunkt aus Hüttenberger Sicht setzte schließlich Kreisläufer Moritz Zörb, ehe Elbflorenz noch mit zwei Treffern in Unterzahl das Ergebnis etwas freundlicher gestalten konnte.

"Das ist ein verdienter Hüttenberger Sieg. Wir haben - trotz zehn Zeitstrafen - in der Abwehr keinen Zugriff bekommen", musste Gäste-Trainer Rico Göde nach der Schlusssirene einräumen. Frederick Griesbachs Laune war naturgemäß besser. "Dieser Sieg heute war wieder sehr wichtig. Das ist die Belohnung für den Einsatz und das Engagement jedes einzelnen. Den Besuch auf dem Weihnachtsmarkt am Montag hat sich die Mannschaft auf jedem Fall verdient. Und das wird sicher auch einmal eine schöne Abwechselung." Zudem kann man hoffentlich wieder Kräfte tanken, denn die nächste hohe Heimspiel-Hürde steht schon am Samstag an. Dann kommt der Tabellendritte ASV Hamm-Westfalen, der punktgleich hinter den beiden Aufstiegsplätzen rangiert.

TV 05/07 Hüttenberg: Plaue, Böhne, Weber; Fuß (2), Sklenák (3), Lambrecht, Uth, Müller, Rompf (8), Zörb (2), Stegefelt (5/2), Mubenzem, Hübscher, Kirschner, Zintel (10/3), Klein (2).

HC Elbflorenz: Huhnstock, Mohs; Pulay, Dierberg (6/6), Gugisch (1), Buschmann (2), Dumcius (6), Jungemann (1), Hoffmann (4), Gress (3), Vanco (2), Quade, Kasal, Thümmler, Pechstein (2).

Im Stenogramm / SR: Frankholz/Frankholz (Lemgo/Wuppertal). - Zuschauer: 1205. - Zeitstrafen: 10:20 Minuten. - Siebenmeter: 8/5:7/6.

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