12. Januar 2019, 15:25 Uhr

Kombinierer Graabak zu stark - Deutsche auf zwei und drei

Starke Teamarbeit, überzeugende Aufholjagd, aber kein Sieg: Die deutschen Kombinierer haben den ersehnten Teamsprint-Erfolg in Val di Fiemme auf der Zielgeraden verpasst. Der Trend macht aber Hoffnung.
12. Januar 2019, 15:25 Uhr
Johannes Rydzek wurde mit Vinzenz Geiger im Teamsprint Zweiter. (Foto: Andrea Solero/ANSA/AP)

Die deutschen Nordischen Kombinierer haben sich nach einer leidenschaftlichen Aufholjagd nicht mit dem Sieg belohnt und mussten sich wieder einmal Norwegen geschlagen geben.

Im Teamsprint von Val di Fiemme belegten Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger im Fotofinish auf der Zielgeraden Rang zwei, Eric Frenzel und Fabian Rießle wurden Dritte. Das Olympiasieger-Quartett aus Pyeongchang schaffte es damit im Trentino immerhin geschlossen auf das Podium.

«Es war eine fordernde Aufholjagd, aber es ist sich leider nicht ganz ausgegangen. Wir können trotzdem super happy sein», erklärte Rydzek, der auf den schnellen 1,5-Kilometer-Sprintrunden gemeinsam mit Frenzel Tempo machte und so den Abstand des nach dem Springen führenden norwegischen Duos immer weiter reduzierte.

Am Ende und vor allem auf den letzten 200 Metern waren Jan Schmid und vor allem Joergen Graabak, die sich im Springen ein Polster von einer halben Minute geschaffen hatten, aber doch zu stark. «Wir hätten natürlich gerne gewonnen, aber wir sind nicht weggekommen. Dann weiß man, dass Graabak ein cleveres Bürschchen ist, mit allen Wassern gewaschen», sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch nach einer weiteren starken Teamleistung, die Hoffnung für das Triple in Chaux-Neuve in der kommenden Woche und die WM in Seefeld ab 19. Februar macht.

Graabak klemmte sich in der finalen Abfahrt in den Windschatten von Geiger und war dann nicht mehr zu schlagen. «Vinzenz und Fabian sind auch stark im Finish, aber Graabak war ein bisschen cleverer und hat das Ding dann gemacht», lobte Weinbuch, dessen taktische Überlegung, die beiden deutschen Teams gemeinsam auf die Jagd nach den Norwegern zu schicken, aufging.

Vier Kilometer vor dem Ziel hatten die beiden DSV-Teams aufgeschlossen, fortan lief alles auf einen Zielspurt hinaus. «Wir waren ebenbürtig. Am Ende sind es Kleinigkeiten, die entscheiden. Es ist ein bisschen schade», befand Frenzel, dessen Formkurve nach einer Wettkampfpause nun weiter nach oben zeigt, im ZDF.

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