Hertha-Torhüter Thomas Kraft ist vor dem Düsseldorfer Andre Hoffmann (r.) zur Stelle. FOTO: DPA
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Hertha-Torhüter Thomas Kraft ist vor dem Düsseldorfer Andre Hoffmann (r.) zur Stelle. FOTO: DPA

Zwei Gesichter

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(dpa). Inmitten des Klinsmann-Chaos hat Hertha BSC immerhin sportlich Moral bewiesen. Die radikal umgebauten Berliner kamen am Freitagabend bei Fortuna Düsseldorf nach einem 0:3-Rückstand noch zu einem 3:3 (3:3). Ein Eigentor von Erik Thommy (64.) sowie die Treffer der Winter-Neuzugänge Matheus Cunha (66.) und Krzysztof Piatek (75./Foulelfmeter) retteten dem angeschlagenen Hauptstadt-Club einen Punkt. Düsseldorf bleibt trotz der Tore von Kenan Karaman (6. und 45.+1) und Thommy (10.) in großer Abstiegsnot auf dem Relegationsplatz und sechs Punkte hinter Berlin.

Hertha-Trainer Alexander Nouri hatte nach dem desolaten 0:5 in der Vorwoche gegen Köln gleich sieben Veränderungen in seiner Startelf vorgenommen, zwei davon wegen Gelbsperren. Unter anderem durfte vor 31 632 Zuschauern Torwart Thomas Kraft spielen.

Noch kurz vor dem Anpfiff kündigte Nouri optimistisch ein "beherztes" und "entschlossenes" Auftreten in Düsseldorf an. Ein langer, hoher Pass aus dem Mittelfeld reichte aber, um die Hertha-Pläne früh zunichte zu machen. Karaman lief der indisponierten Berliner Hintermannschaft davon und ließ Kraft aus kurzer Distanz keine Chance. Thommys fünftes Saisontor verschlimmerte die Lage der Gäste weiter.

Zwar kam Berlin nach dem doppelten Rückschlag zu Chancen. Piatek scheiterte aus spitzem Winkel (12.) und an Düsseldorfs Torwart Florian Kastenmeier (30.), der auch gegen den früheren Fortuna-Profi Dodi Lukebakio (14.) und Cunha (23.) zur Stelle war. Zwingend wirkte das Berliner Spiel aber noch lange nicht. Karaman konnte seinen zweiten Treffer kurz vor der Pause völlig unbedrängt erzielen.

Erst Thommys Eigentor veränderte das Spiel. Cunha legte direkt nach und weckte verloren geglaubte Berliner Hoffnungen. Piatek, zuvor von Kastenmeier gefoult, jubelte nach seinem Elfmeter mit den mitgereisten Fans.

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