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Zverevs nächster Anlauf in Paris

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(sid). Alexander Zverev hat den Weg ins Finale der French Open ganz genau studiert. Der 23 Jahre alte Hamburger weiß, wen er aus dem Weg räumen muss, um am 11. Oktober auf dem runderneuerten Court Philippe Chatrier erneut nach seinem ersten Grand-Slam-Titel greifen zu können: Rafael Nadal. Den zwölfmaligen Champion, den Paris-Dominator, den Mann, den die Veranstalter schlicht "König" nennen.

Zugegeben, der Blick auf ein mögliches Viertelfinale gegen den 34-jährigen Spanier geht schon weit voraus, zumal das Weltevent am Sonntag überhaupt erst beginnt. Doch die erste oder zweite Runde zu überstehen, ist nicht mehr Zverevs Ziel. Der Anspruch des ehrgeizigen Weltranglistensiebten ist es, die letzten Matches bei den großen Turnieren zu spielen. Wie bei den US Open. Die Erinnerungen an das Turnier in New York sind noch frisch. "Ich war super nah dran, Grand-Slam-Champion zu sein", sagte Zverev am 14. September, als die ersten Tränen getrocknet waren. Kurz nach der bitteren Finalniederlage gegen Dominic Thiem richtete Zverev den Blick aber wieder nach vorne und gab sich überzeugt, "dass meine Träume wahr werden". Es spricht viel dafür.

Ob der erwachsene Zverev aber schon bei den French Open erneut um den Titel mitspielen kann, ist in diesem Jahr kaum zu prognostizieren. Dabei hat er in Ex-Finalist David Ferrer den "richtigen Mann" an seiner Seite, wie Zverev selbst sagt. Der Spanier, der in seiner Karriere 13 Titel auf Sand gewonnen hat, sitzt in Paris erstmals als Coach in Zverevs Box. In den vergangenen beiden Jahren scheiterte der Deutsche in Roland Garros jeweils im Viertelfinale. Nun hat er vor der Reise nach Paris kein Turnier auf Sand gespielt. Zverev wird sich reinkämpfen müssen, die erste Aufgabe gegen den Österreicher Dennis Novak (ATP-Nr. 91) sollte er lösen.

Jan-Lennard Struffs Erstrunden-Gegner ist der US-Amerikaner Frances Tiafoe, Routinier Philipp Kohlschreiber spielt in der ersten Runde gegen den Chilenen Cristian Garin. Die beste deutsche Spielerin, Angelique Kerber, bekommt es zunächst mit Kaja Juvan aus Slowenien zu tun.

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