Im Anschluss an diese Aktion muss Alexander Zverev behandelt werden, kämpft sich aber in drei Sätzen in die nächste Runde. FOTO: DPA
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Im Anschluss an diese Aktion muss Alexander Zverev behandelt werden, kämpft sich aber in drei Sätzen in die nächste Runde. FOTO: DPA

Zverev zeigt Nehmerqualitäten

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(dpa). Alexander Zverev hat großen Kampfgeist bewiesen und trotz einer Hüftverletzung das Halbfinale beim zweiten Tennisturnier in Köln erreicht. Dort bekommt er 20 Tage nach der Achtelfinal-Niederlage bei den French Open seine Revanche gegen den Teenager Yannik Sinner. Der topgesetzte Zverev, der in der Vorwoche schon das erste Turnier in Köln gewonnen hatte, bezwang im Viertelfinale den Franzosen Adrian Mannarino nach 2:39 Stunden mit 6:4, 6:7 (5:7), 6:4.

Der 19 Jahre alte Sinner hatte zuvor den französischen Altmeister Gilles Simon (35) in drei Sätzen mit 6:3, 0:6, 6:4 bezwungen. Der damals gesundheitlich geschwächte Zverev hatte in Paris gegen den italienischen Shootingstar in vier Sätzen verloren. Sinner bot daraufhin Seriensieger Rafael Nadal im Viertelfinale über zwei Sätze Paroli.

Der topgesetzte Zverev hatte mit dem Weltranglisten-41. Mannarino in leerer Halle mit Jubel vom Band und Live-Musik beim Seitenwechsel auch gesund schon mehr Mühe als gedacht. Bei 6:5 im zweiten Durchgang musste Zverev minutenlang an der Hüfte behandelt werden, kämpfte aber tapfer weiter. Nach dem verlorenen Tiebreak schaffte er zum 4:3 im dritten Satz das entscheidende Break.

Der Weltranglisten-Neunte Diego Schwartzman hat ein schon verloren geglaubtes Spiel gedreht und die Möglichkeit auf das Traumfinale gegen Zverev offengehalten. Der 28 Jahre alte Argentinier, in Köln die Nummer zwei der Setzliste hinter Deutschlands Top-Spieler Zverev, lag gegen den Spanier Alejandro Davidovich Fokina bereits mit 2:6 und 2:5 zurück, gewann aber den zweiten Satz mit 7:3 im Tie-Break und den dritten schließlich locker mit 6:1. Im Halbfinale trifft er auf den Japaner Yoshihito Nishioka oder den Kanadier Félix Auger-Aliassime.

Raven Klaasen und Ben McLachlan wären die möglichen Gegner der zweimaligen French-Open-Sieger Andreas Mies und Kevin Krawietz im Doppel-Finale in Köln. Der Südafrikaner und der Japaner besiegten im Halbfinale am Freitag die beiden Australier Max Purcell und Luke Saville 7:5, 6:4. Krawietz und Mies, die sich bei ihrem ersten Auftritt im Viertelfinale in zwei Sätzen gegen die Zverev-Brüder Alexander und Mischa durchgesetzt hatten, absolvieren am Samstag um 16 Uhr das zweite Vorschlussrunden-Match.

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