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Zverev soll das DTB-Team führen

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(sid). Der Stein, der Alexander Zverev vom Herzen fiel, dürfte mindestens tennisballgroß gewesen sein, als ihn nach 15 Monaten diese Nachricht erreichte: Die ATP stellt die Untersuchungen der Missbrauchsvorwürfe gegen den Hamburger ein, es werden keine Maßnahmen ergriffen. Der Olympiasieger kann sich voll auf das Davis-Cup-Duell mit der Schweiz konzentrieren, das am Freitag beginnt.

»Von Anfang an habe ich meine Unschuld beteuert und die gegen mich erhobenen haltlosen Anschuldigungen bestritten«, schrieb Zverev bei Instagram. Seine Ex-Freundin Olga Scharypowa hatte dem 25-Jährigen öffentlich gewalttätige Übergriffe im Jahr 2019 vorgeworfen. Die im Auftrag der ATP handelnden externen Ermittler konnten nun aber aus »Mangel an verlässlichen Beweisen« und aufgrund »widersprüchlicher« Aussagen kein Vergehen feststellen.

Zverev richtet den Blick nun nach vorne. »Ich bin froh, dass das endlich abgeschlossen ist. Jetzt konzentriere ich mich auf das, was ich am meisten liebe auf der Welt - Tennis.« Volle Konzentration auf Tennis, das heißt jetzt: Davis Cup in Trier. Mit dem DTB-Team. Gegen die Schweiz. Am Freitag und Samstag (sportbild.de/tennischannel.com) kämpft Deutschland um die Qualifikation für das Finalturnier Ende des Jahres - auf Zverevs Schultern lasten hohe Erwartungen: »Ich hoffe, dass er der Anführer der Mannschaft sein wird und einen ganz wichtigen Part für uns einnimmt«, sagte Teamchef Michael Kohlmann.

Beim lockeren Basketball-Match mit dem Team am Mittwoch schien die Stimmung bestens zu sein, auch bei Zverev, der nach seiner schweren Fußverletzung im vergangenen Jahr den nächsten Schritt zu alter Stärke machen will. »Ich bin mir sicher, dass er jetzt schon viel weiter ist«, sagte Kohlmann mit Blick auf Zverevs Zweitrunden-Aus bei seinem Grand-Slam-Comeback bei den Australian Open vor zwei Wochen. Und auch der Hoffnungsträger äußerte sich gegenüber »Bild« optimistisch: »Ich bin bereit und fit, sonst wäre ich nicht hier. Ich hatte noch ein paar Probleme, aber jetzt ist alles gut.«

Gegen die Schweiz wird das DTB-Team auf einen fitten Zverev angewiesen sein: Der verletzungsbedingte Ausfall von Jan-Lennard Struff schmerzt, zudem wartet auf der Gegenseite im ansonsten jungen Schweizer Team in Stan Wawrinka (37) ein ehemaliger Davis-Cup-Gewinner.

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