Tennis / Davis Cup

Zverev bestreitet das zweite Einzel

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Für Deutschlands Spitzenspieler Alexander Zverev beginnt die neue Ära im Davis Cup mit einer Partie gegen einen absoluten Tennis-Nobody und ohne Aussicht auf den Titelgewinn. Im Heimspiel in Frankfurt gegen Ungarn trifft die deutsche Nummer eins in der Fraport-Arena im zweiten Einzel am Freitag auf Peter Nagy, der derzeit keine Weltranglistenposition hat.

Für Deutschlands Spitzenspieler Alexander Zverev beginnt die neue Ära im Davis Cup mit einer Partie gegen einen absoluten Tennis-Nobody und ohne Aussicht auf den Titelgewinn. Im Heimspiel in Frankfurt gegen Ungarn trifft die deutsche Nummer eins in der Fraport-Arena im zweiten Einzel am Freitag auf Peter Nagy, der derzeit keine Weltranglistenposition hat.

Philipp Kohlschreiber bestreitet die Eröffnungspartie (16 Uhr/DAZN) gegen den Weltranglisten-371. Zsombor Piros, wie die Auslosung am Donnerstag im Kaisersaal des Frankfurter Römer ergab. Mit einem Sieg würde Deutschland die neue Finalrunde erreichen, für die Zverev allerdings nicht zur Verfügung stehen wird. "Hoffentlich können wir uns für Madrid qualifizieren. Dann wünsche ich den Jungs das Beste für Madrid", sagte der Sieger der ATP Finals.

Alles sieht nach einer einseitigen Angelegenheit für die Auswahl von Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann aus. Boris Becker, der Herren-Chef im Deutschen Tennis Bund, warnte: "Es gibt im Davis Cup verrückte Geschichten. Die Ungarn haben junge Spieler. Wer weiß, wo sie in zwei, drei Jahren stehen."

Für das Doppel am Samstag (12 Uhr/DAZN) sind Jan-Lennard Struff und Tim Pütz vorgesehen. Anschließend stehen maximal zwei weitere Einzel an, für die derzeit Zverev und Kohlschreiber eingeplant sind. Kurzfristige Änderungen sind aber möglich. Ersatzspieler Peter Gojowczyk verpasste aufgrund einer fiebrigen Erkältung die Auslosung.

Zverevs erster Gegner Nagy wurde im Mai 2017 als Nummer 409 der Welt geführt – höher stand er nie in der Weltrangliste. "Ich habe gegen meinen Gegner schon mal gespielt, als ich 15 war, da habe ich gegen ihn sogar verloren", berichtete der 21-jährige Zverev. Kohlschreibers Kontrahent Piros gewann vor zwei Jahren die Junioren-Konkurrenz der Australian Open, bestritt aber noch kein Match auf der ATP-Tour.

Mit den insgesamt zwölf Qualifikationspartien beginnt am Freitag eine neue Ära des Davis Cups. Der Nationen-Wettbewerb wird in dieser Saison nach einer radikalen Reform erstmals in einem völlig neuen Modus ausgetragen. Zverev bekräftigte, Ende November in Madrid nicht spielen zu wollen und übte erneut deutliche Kritik: "Ich bin 100 Prozent gegen das System. Ich werde das auch laut sagen. Ein schlechteres System könnte man sich eigentlich nicht ausdenken", sagte der Weltranglisten-Dritte in Frankfurt. "Auch der Termin ist katastrophal."

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