Handball-WM

Zuschauer-Pläne erzürnen Stars

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(sid). Sander Sagosen wählte drastische Worte. Dass bei den Spielen der bevorstehenden Weltmeisterschaft in Ägypten tatsächlich Zuschauer in den Hallen erlaubt sind, erzürnte Norwegens Superstar vom deutschen Rekordmeister THW Kiel. "Ich finde das völlig peinlich", polterte Sagosen.

Spiele vor Publikum seien momentan "zu dumm", sagte der Rückraumspieler, der die Kieler gerade zum Champions-League-Titel geführt hat, der Nachrichtenagentur NTB: "So wie die Welt gerade aussieht... und da wollen sie Zuschauer dabeihaben." Vor Sagosen hatte bereits der dreimalige Welthandballer Mikkel Hansen moniert, er sehe keinen Sinn darin, dass die Spieler in ihrer Blase in "Isolation gezwungen" werden und dann vor "Menschenmassen" spielen müssten. Die beiden Ausnahmekönner stehen mit ihrer Meinung nicht alleine da - und treffen in Zeiten, in denen allerorts die Corona-Maßnahmen noch einmal verschärft werden, einen wunden Punkt. Dass in den vier Arenen laut den neuesten Plänen der Veranstalter mit bis zu 20 Prozent Zuschauern geplant wird, lässt viele ratlos zurück. Hansen vermutet hinter der Entscheidung des Weltverbandes finanzielle Interessen. "Es deutet manches darauf hin, dass man das Wirtschaftliche vor die Gesundheit der Spieler stellt", sagte er der Zeitung "Jyllands-Posten".

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