Zurückhaltende Partys in Turin und Paris

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In Europas großen Fußballligen sind am Wochenende die ersten Entscheidungen gefallen: Die Abonnement-Champions Juventus Turin und Paris St. Germain trösteten sich mit den Meistertiteln in Italien bzw. Frankreich über die geplatzten Champions-League-Träume hinweg. Keine Vorentscheidung fiel dagegen in England, wo Manchester City sein Tottenham-Trauma aus der Champions League mit einem 1:0 gegen denselben Gegner überwand und die Trümpfe weiter in der Hand hält. Die Tabellenführung verteidigte drei Spieltage vor Schluss zwar der FC Liverpool (2:0 bei Cardiff City), City kann die Reds mit einem Sieg im Nachholspiel am Mittwoch beim taumelnden Stadtrivalen Manchester United (0:4 beim FC Everton) aber an der Spitze ablösen.

In Europas großen Fußballligen sind am Wochenende die ersten Entscheidungen gefallen: Die Abonnement-Champions Juventus Turin und Paris St. Germain trösteten sich mit den Meistertiteln in Italien bzw. Frankreich über die geplatzten Champions-League-Träume hinweg. Keine Vorentscheidung fiel dagegen in England, wo Manchester City sein Tottenham-Trauma aus der Champions League mit einem 1:0 gegen denselben Gegner überwand und die Trümpfe weiter in der Hand hält. Die Tabellenführung verteidigte drei Spieltage vor Schluss zwar der FC Liverpool (2:0 bei Cardiff City), City kann die Reds mit einem Sieg im Nachholspiel am Mittwoch beim taumelnden Stadtrivalen Manchester United (0:4 beim FC Everton) aber an der Spitze ablösen.

In Turin fielen die Feierlichkeiten auf dem zentralen San-Carlo-Platz im historischen Stadtzentrum eher zurückhaltend aus – der achte »Scudetto« in Folge ist ein Rekord und fiel wohl zu deutlich aus, um Fans und Spieler in Ekstase zu versetzen. Fünf Spieltage vor Schluss hat Juve mit Sami Khedira und Emre Can 20 Punkte Vorsprung auf den SSC Neapel.

»Tuttosport« schrieb schon beinahe gelangweilt vom »endlosen Scudetto«. Zudem sitzt bei Cristiano Ronaldo und Co. der Stachel des Champions-League-Aus gegen Ajax Amsterdam noch tief. Zu groß ist Turins Sehnsucht nach dem ersten Königsklassen-Triumph seit 23 Jahren, den Ronaldo (»Ich bleibe zu 1000 Prozent«) und Trainer Massimiliano Allegri der Alten Dame nun im kommenden Jahr bescheren sollen.

Ähnlich verhält sich die Gemengelage in Paris. Der Champions-League-Titel ist das ausgerufene Ziel, die sechste Meisterschale in den vergangenen sieben Jahren nahm PSG in einer Liga mit überforderten Gegnern im Vorbeigehen mit. Auch wenn es für Thomas Tuchel eine Titelpremiere war, mehr als ein Lächeln huschte dem PSG-Coach nicht über das Gesicht. Immerhin konnte er sich freuen, dass Weltmeister Kylian Mbappe, dreifacher Torschütze gegen AS Monaco, weiterhin für PSG auf Torejagd gehen will und nicht zu Real Madrid wechselt. »Ich bin hier, ich habe mich diesem Projekt verschrieben«, sagte er.

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