Eintracht-Torschütze Bas Dost beim 1:1 in Köln zeigt das Ziel an - einstelliger Tabellenplatz. DPA
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Eintracht-Torschütze Bas Dost beim 1:1 in Köln zeigt das Ziel an - einstelliger Tabellenplatz. DPA

Ziel: "Einstelliger Platz"

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Mit zwei Siegen wollte die Eintracht noch einmal um Europa kämpfen, doch die Träume sind schon vor dem letzten Spieltag geplatzt. Auf die Hessen wartet trotzdem ein spannender Sommer.

Besonders groß war die Hoffnung bei Eintracht Frankfurt ohnehin nicht mehr. Nach zahlreichen Ausrutschern und einem schwierigen Jahr müssen die Hessen in der kommenden Spielzeit wohl ohne internationale Teilnahme auskommen. Das 1:1 beim 1. FC Köln und die Siege der Konkurrenz aus Wolfsburg und Hoffenheim zerstreuten die letzten kleinen Träume von einer Europa-Rückkehr über die Bundesliga. "Enttäuschung ist das falsche Wort, schade ist es für einen Verein wie Eintracht Frankfurt und seine Fans allemal", sagte Trainer Adi Hütter am Samstag.

Natürlich wollte man "die Chance aufs internationale Geschäft wahren. Wir wussten aber auch über die Zwischenstände auf den anderen Plätzen Bescheid", fügte der Österreicher an. Hoffenheim siegte 4:0 gegen Union Berlin, Wolfsburg mit 4:1 auf Schalke - damit wäre für die Eintracht selbst bei einem klaren Sieg in Köln nichts mehr drin gewesen.

"Sicher sind wir hin und hergerissen, was die verpasste Möglichkeit, Platz sieben zu erreichen, anbelangt", sagte Sportdirektor Bruno Hübner. Einerseits habe man in den vergangenen Jahren international geglänzt und sportliche Sternstunden unter anderem gegen Benfica Lissabon und Inter Mailand erlebt, andererseits bekommt Hütter so im Sommer, was in Frankfurt oft fehlte: Zeit für eine ordentliche Vorbereitung.

Es biete sich "die Gelegenheit, uns in Ruhe auf die Bundesliga vorbereiten und die Mannschaft gezielt weiterentwickeln zu können, ohne dauernd auf Reisen zu sein", betonte Hübner. Das war im Vorjahr anders, als Frankfurt ab Juli stets international gefordert war und schon vor der Gruppenphase sechs Pflichtspiele absolvieren musste.

Das Remis in Köln, bei dem Florian Kainz für die Rheinländer und Bas Dost für die Eintracht trafen, werteten die Verantwortlichen der Hessen als weitere starke Leistung für das Team, das sich zuletzt im Aufwärtstrend befand. "Es war wieder ein richtig gutes Auswärtsspiel von uns, in dem wir wenige Chancen zugelassen haben", sagte Hübner. Zum vierten Auswärtssieg in Serie, der einen Vereinsrekord bedeutet hätte, reichte es diesmal aber nicht.

In der Tabelle belegt die Eintracht weiter den neunten Platz, der am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Absteiger SC Paderborn behauptet werden soll. "Wenn wir nächste Woche einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, können wir von einer ordentlichen Saison sprechen, zumal wir im Halbfinale des DFB-Pokals standen, in dem wir nach einer sehr guten zweiten Halbzeit erst gegen den Titelverteidiger ausgeschieden sind", sagte Hübner. In der Europa League ist die Eintracht sogar noch vertreten, die Chancen sind bei der Fortsetzung im August nach dem 0:3 im Hinspiel gegen den FC Basel aber gering.

Hoffnung für die kommende Spielzeit macht derweil, dass die Offensive um Torschütze Dost und den Portugiesen André Silva immer besser in Schwung kommt.

"Bei meinem Tor macht André einen guten Lauf am ersten Pfosten und zieht einen Gegenspieler auf sich. Wenn er diesen Lauf nicht macht, komme ich erst gar nicht in diese Position", schilderte Dost die Szene. Für Silva hatte er ein großes Lob übrig: "Er hat das in den vergangenen Wochen überragend gemacht. Ich kann nur sagen: Mach so weiter!"

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