Erstmals in den A-Kader berufen wird der bisherige U21- Nationalspieler Felix Uduokhai vom FC Augsburg. DPA
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Erstmals in den A-Kader berufen wird der bisherige U21- Nationalspieler Felix Uduokhai vom FC Augsburg. DPA

Löw zaubert Neulinge aus dem Hut

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(sid). Das gefühlt verlorene Länderspieljahr stimmt auch Joachim Löw nachdenklich. "Mich bewegen und beschäftigen zurzeit viele Dinge", sagte der Bundestrainer. Es sei eine Zeit, "in der die Menschen mit anderen Themen beschäftigt sind als mit Fußball". Er gehe dennoch "mit großer Freude" in den Länderspiel-Dreierpack.

Löw war allerdings bei der Nominierung seines XXL-Kaders mit 29 Spielern einmal mehr zum Improvisieren gezwungen. Da in Lukas Klostermann, Julian Draxler, Suat Serdar, Emre Can, Niklas Süle und Kai Havertz gleich sechs Spieler verletzt oder nach einem positiven Corona-Test nicht zur Verfügung stehen, zauberte der Bundestrainer zwei Neulinge aus dem Hut: Linksverteidiger Philipp Max (PSV Eindhoven) war schon lange als Kandidat gehandelt worden, Innenverteidiger Felix Uduokhai (FC Augsburg) dürfte dagegen von Löws Anruf völlig überrascht gewesen sein.

Beide Neulinge dürfen sich vor allem im Testspiel am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr/RTL) in Leipzig gegen Tschechien Hoffnungen auf ihr Debüt machen. Die Bayern-Stars um Kapitän Manuel Neuer sowie Matthias Ginter (Mönchengladbach), Toni Kroos (Real Madrid) und Timo Werner (Chelsea) werden erst am Donnerstag im Team-Quartier eintreffen und in den beiden abschließenden Gruppenspielen der Nations League am 14. November in Leipzig gegen die Ukraine und drei Tage später in Sevilla gegen Spanien (beide 20.45 Uhr/ARD) eingreifen. Löw muss und will rotieren - und er stellt sich der Kritik an den zuletzt schwachen Ergebnissen und seiner Spielerauswahl. Er stehe angesichts der Terminhatz als Bundestrainer "in einer ganz sensiblen Position", der er gerecht werden wolle, so Löw: "Vielleicht gelingt mir da auch nicht immer alles perfekt." Zwei Dinge aber versprach der 60-Jährige für die letzten drei Länderspiele des Jahres: "Wir wollen mit unserem Spiel den Menschen Freude bereiten. Wir spielen auf Sieg."

Dafür kann Löw wieder auf die zuletzt fehlenden Leroy Sane, Thilo Kehrer und Ilkay Gündogan zurückgreifen. Auf Marc-Andre ter Stegen, der nach Verletzungspause zuletzt ein starkes Comeback beim FC Barcelona gefeiert hatte, verzichtet der Bundestrainer aber ebenso wie auf den Dortmunder Kapitän Marco Reus, der nach langwierigen Verletzungsproblemen gerade erst wieder Fuß fasst.

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