BVB-Trainer Edin Terzic setzt auch im Gastspiel bei Union Berlin auf Routinier Marco Reus. FOTO: DPA
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BVB-Trainer Edin Terzic setzt auch im Gastspiel bei Union Berlin auf Routinier Marco Reus. FOTO: DPA

Für BVB zählt nur der Sieg

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(sid). Edin Terzic ist ein Trainer moderner Prägung. Taktisch versiert, kommunikationsstark, emotional. Mit Zauberkräften kann der neue Chefcoach von Borussia Dortmund allerdings nicht aufwarten. "In meiner Stellenbeschreibung stand nicht, dass ich Hellseher bin", scherzte der 38-Jährige am Donnerstag.

Wann seine Mannschaft und insbesondere die beiden Offensivstars Marco Reus und Jadon Sancho zu ihrer spielerischen Leichtigkeit zurückfinden, vermag der Nachfolger des am Sonntag entlassenen Lucien Favre somit nicht zu beantworten. Der gebürtige Sauerländer ist sich aber sicher: Es wird nicht mehr lange dauern.

"Manchmal geht es schnell, dann lässt eine Aktion den Knoten platzen", erklärte Terzic bei der Pressekonferenz vor dem letzten Dortmunder Bundesliga-Spiel des Jahres bei Union Berlin am Freitag (20.30 Uhr/ZDF und DAZN). Beim fußballerisch holprigen 2:1 bei Werder Bremen in Terzics Debütspiel sei insbesondere Kapitän Reus "vorweg gegangen", lobte der Coach, für den erstmal die Ergebnisse und die Einstellung zählen.

Der Vizemeister belegt schließlich nach etwas mehr als einem Drittel der Saison nur den vierten Tabellenplatz mit bereits sechs bzw. fünf Punkten Rückstand auf das Spitzentrio Bayer Leverkusen, Bayern München und RB Leipzig. Weitere Ausrutscher wie in der Endphase der Favre-Ära gegen den 1. FC Köln (1:2) und Aufsteiger VfB Stuttgart (1:5) sind verboten.

In Bremen habe die Mannschaft einen Willen an den Tag gelegt, den "wir immer zeigen müssen", forderte Terzic. Der spät eingewechselte Emre Can habe das ganze Spiel "Lautstärke vorgelebt" und die Kollegen nach vorne gepeitscht. Der Rest wird mit der Zeit schon kommen, glaubt der Coach, der zunächst bis zum Saisonende das Vertrauen genießt.

Spätestens mit der Rückkehr von Erling Haaland dürfte die Offensive wieder an Durchschlagskraft gewinnen. Der Norweger hat seine Reha in Katar nach Muskelfaserriss beendet. Bei Instagram zeigte der Angreifer bereits wieder seine berüchtigten Antritte. Im neuen Jahr soll der 20-Jährige wieder dabei sein. Beim Tabellensechsten aus der Hauptstadt dürfte das 16 Jahre alte Toptalent Youssoufa Moukoko in vorderster Front seinen zweiten Startelfeinsatz erhalten - flankiert von Reus und Sancho, die Verantwortung übernehmen sollen.

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