Fußball / 3. Liga

Würzburg jubelt, Ingolstadt hofft

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(sid). Felix Magath streckte den Daumen nach oben und hielt das rote Aufstiegs-Shirt mit einem Lächeln in die Kamera: Nach einem Finale furioso in der 3. Fußball-Liga herrschte bei den Würzburger Kickers der Ausnahmezustand. Doch während die Unterfranken sich ihren Traum von der Rückkehr in die 2. Liga nach drei Jahren erfüllten, muss der FC Ingolstadt in der Relegation gegen den Zweitliga-16. 1. FC Nürnberg (7. und 11. Juli) auf ein glückliches Ende der Saison hoffen.

Die Traditionsklubs MSV Duisburg, Hansa Rostock und 1860 München waren dagegen die Verlierer eines packenden Aufstiegs-Krimis. Dass die "kleinen" Bayern erstmals Drittliga-Meister wurden, ging in der ganzen Dramatik fast unter.

So mussten die Kickers bis in die Nachspielzeit zittern, ehe sie Kapitän Sebastian Schuppan mit dem frenetisch bejubelten Treffer per Handelfmeter zum 2:2 (1:1) gegen Halle doch noch erlöste. "Wir haben es verdient, der Verein hat es verdient. Ich bin phänomenal stolz auf diese Mannschaft", sagte ein überglücklicher Trainer Michael Schiele. Magath genoss den Moment. Der 66-Jährige ist als Chef des Projekts "Global Soccer" von Würzburgs Sponsor Flyeralarm seit Februar der starke Mann des Klubs - mit großen Zielen. Er werde sich "nicht begrenzen und sagen: Ich bin zufrieden, wenn Würzburg in die 2. Liga aufsteigt. Nein, ich werde alles dafür tun, dass größere Erfolge kommen", sagte der frühere Meistercoach bei seinem Einstieg.

Bei einer Niederlage hätten die Kickers in die Relegation gemusst, Ingolstadt wäre direkt aufgestiegen. So aber muss der FCI im bayerischen Derby gegen den Club nachsitzen. "Wir haben jetzt noch mal die Chance bekommen, um das wettzumachen, was wir letztes Jahr verbockt haben", sagte Trainer Tomas Oral vor dem Hinspiel in Nürnberg am Dienstag (18.15 Uhr/ZDF, DAZN und Amazon Prime) bei MagentaSport. Ingolstadt war als Zweitligist 2019 in der Relegation am SV Wehen Wiesbaden gescheitert.

Als vierter und letzter Absteiger nach Münster, Großaspach und Jena muss der Chemnitzer FC den Weg in die Regionalliga antreten. Die Sachsen verpassten trotz des 4:2 (0:0) gegen Hansa Rostock hauchdünn den Sprung ans rettende Ufer.

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