Willig übernimmt für Weinzierl

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Es war Thomas Hitzlsperger anzusehen, wie fürchterlich dieses Wochenende war. "Das schlimmste Ostern, das ich je erlebt habe", sagte er über die schweren Stunden seit Karsamstag, 15.30 Uhr. Erst sah auch der Sportvorstand mit Entsetzen, wie sich eine völlig desolate Mannschaft des VfB Stuttgart beim FC Augsburg geradezu auflöste. Wegen des desaströsen 0:6 (0:3) musste Hitzlsperger deshalb dann gegen sein Vorhaben auch Trainer Markus Weinzierl entlassen.

Es war Thomas Hitzlsperger anzusehen, wie fürchterlich dieses Wochenende war. "Das schlimmste Ostern, das ich je erlebt habe", sagte er über die schweren Stunden seit Karsamstag, 15.30 Uhr. Erst sah auch der Sportvorstand mit Entsetzen, wie sich eine völlig desolate Mannschaft des VfB Stuttgart beim FC Augsburg geradezu auflöste. Wegen des desaströsen 0:6 (0:3) musste Hitzlsperger deshalb dann gegen sein Vorhaben auch Trainer Markus Weinzierl entlassen.

"Ostern ist versaut", sagte ein blasser Hitzlsperger am Sonntagmorgen. Der bisherige A-Junioren-Trainer Nico Willig war da schon eifrig damit beschäftigt, an der Wiederauferstehung zu arbeiten. "Da ist noch viel möglich", betonte Hitzlsperger mit Blick auf den Saisonendspurt, "wir sind nach wie vor auf dem Relegationsplatz." Der Vorsprung auf den 1. FC Nürnberg beträgt weiter drei Punkte. Er sehe, betonte Hitzlsperger, "nach wie vor die Qualität, dass wir bundesligareif sind".

In Augsburg war diese angebliche Qualität aber nicht einmal mehr zu erahnen. "Das war eine Katastrophe", sagte Präsident Wolfgang Dietrich betrübt. Die höchste Bundesliga-Pleite seit einem 0:6 bei Werder Bremen im November 1985 kostete den zunehmend ratlosen Weinzierl den Job. Mit einem Schnitt von 0,7 Punkten pro Spiel ist er der schlechteste Trainer der Klubgeschichte. Er konnte, sagte Weinzierl nach dem Spiel, "keine Argumente für mich" sammeln.

Interimstrainer Willig versuchte schon bei seiner ersten Übungseinheit, die am Boden liegende Mannschaft mit viel Lob aufzubauen: "Bravo!", "jawohl!", rief er über den Platz. "Ich kenne ihn, seine Arbeitsweise", sagte Hitzlsperger, der bis Februar Nachwuchschef der Schwaben war, er sei "überzeugt", dass Willig (38) "es hinkriegt". Dennoch ist das Engagement des früheren Mitschülers von Julian Nagelsmann und Domenico Tedesco im Fußballlehrer-Lehrgang bis Saisonende befristet. Der Schwabe Willig hat die U19 des VfB auf Rang eins in der Bundesliga Süd/Südwest geführt.

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