Verwirrung um NBA-Profi Maxi Kleber: Ist er nun positiv oder nicht? FOTO: DPA
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Verwirrung um NBA-Profi Maxi Kleber: Ist er nun positiv oder nicht? FOTO: DPA

NBA will nicht pausieren

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(sid). Corona-Wirrwarr um Maxi Kleber, unfreiwillige Spielpause für Daniel Theis - doch die NBA sieht nach der Kraftprobe mit dem Virus am Wochenende noch keine unmittelbare Bedrohung. "Es gibt keine Pläne, die Saison zu pausieren", sagte Liga-Sprecher Mike Bass zu ESPN. Die Fälle häufen sich aber. Und nicht nur die Trainer sind ziemlich beunruhigt.

Am Sonntag (Ortszeit) kam es zur zweiten Spielabsage der Saison, eine Entwicklung, die nach den vielen Infektionsmeldungen der vergangenen Wochen kaum noch überraschte. Ein positiver Coronatest bei einem Profi der Miami Heat und die noch nicht abgeschlossene Kontaktverfolgung führten zur Absage der Partie gegen die Boston Celtics, die auch nur eine Rumpftruppe aufgeboten hätten. Sieben Profis des Teams um den deutschen Nationalspieler Theis waren in das Corona-Protokoll der US-Basketballliga aufgenommen worden, zwei weitere fehlten verletzt.

Die Zahlen sind durchaus alarmierend. Laut der jüngsten NBA-Mitteilung vom 7. Januar haben 63 der etwa 550 Profis bereits einen positiven Coronatest hinter sich. Da der Spielbetrieb nicht mehr wie zum Ende der Vorsaison in einer abgeriegelten Blase stattfindet, sind die Mannschaften aus den von der Pandemie stark betroffenen USA wesentlich anfälliger für Infektionen. Pro Tag kommen in Amerika aktuell zwischen 200 000 und 300 000 neue Fälle hinzu.

"So langsam sieht man, dass die Dinge, die in unserem Land vor sich gehen, auch die NBA betreffen, wenn man sich nicht mehr im Sicherheitsnetz einer Bubble aufhält", sagte Michael Malone, Trainer der Denver Nuggets, nach der Absage des Celtic-Spiels. Auch wenn es bislang nur wenige Absagen gab, ist die Situation ernst. "Wir können alles tun, um es zu verhindern. Aber es findet immer noch seinen Weg in die Liga. Durch Reisen, wir nehmen da ein gewisses Risiko hin", sagte Celtics-Trainer Brad Stevens kürzlich. Für die Trainer ist es im Zweifel quasi unmöglich, mit einem festen Kader zu planen. Ein gutes Beispiel ist der Fall Maxi Kleber. Der Deutsche von den Dallas Mavericks ist offenbar positiv auf Corona getestet worden, wie das Portal "The Athletic" und ESPN berichten. Damit könnte er zehn bis 14 Tage ausfallen. Gleichzeitig meldeten die "Dallas Morning News", dass noch Unklarheit hinsichtlich Klebers Status herrsche und er noch einmal getestet werde. Kleber hatte in der Nacht zum Sonntag noch gespielt und wurde für die Partie gegen die New Orleans Pelicans am Montag erst einmal nur als "fraglich" eingestuft.

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