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Arnd Peiffer will im Sprint aufs Podest.

Wiedergutmachung im Sprint angesagt

  • vonSID
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(sid). Am Tag nach dem kapitalen Fehlstart stand bei Erik Lesser und Arnd Peiffer alles im Zeichen der Wiedergutmachung. Eine Trainingseinheit am Vormittag, etwas Ursachenforschung - und ein wenig Ablenkung. »Ich werde meine Xbox einschalten, mit Zuhause telefonieren, und dann ist die Sache geritzt«, sagte Lesser fokussiert. Der enttäuschende WM-Auftakt mit Platz sieben in der Mixed-Staffel?

Abgehakt. Denn die nächste Medaillenchance wartet schon mit dem Sprint am heutigen Freitag (14.30 Uhr/ARD und Eurosport).

Und das sei natürlich »wieder eine neue Chance, es besser zu machen«, sagte Lesser, ein ganz anderes Rennen. In der Staffel hatte Startläufer Lesser nach drei Nachladern auf Platz 17 mit einem enormen Rückstand von mehr als einer Minute übergeben.

»Ich weiß ungefähr, woran es lag«, betonte der 32-Jährige. Aber das müsse er erst mit seinem »Betreuerteam noch genauer auswerten, bevor ich da eine Aussage treffen kann«. Bei nassen und schwierigen Verhältnissen auf der Loipe lief der Ski jedenfalls nicht optimal, auch auf dem Schießstand gab es Verbesserungspotenzial.

Bei Sprint-Olympiasieger Peiffer klappte es mit nur einem Nachlader deutlich besser, deswegen sei er auch »nicht unzufrieden« mit seiner Leistung gewesen. Doch läuferisch verlor Peiffer ebenfalls wertvolle Sekunden.

Das soll sich beim Sprint über 10 km ändern. Was den deutschen Skijägern entgegenkommen könnte: Auf der Hochebene Pokljuka sind in den kommenden Nächten bis zu minus 17 Grad Celsius vorhergesagt, was das Langlaufen auf einem kompakten Untergrund deutlich erleichtern sollte.

Lesser geht jedenfalls voll motiviert in das erste Einzelrennen bei den Titelkämpfen in Slowenien. »Wenn ich am Freitag das abrufe, was ich kann, sieht das schon mal besser aus«, sagte der Routinier. Er wisse ja, dass er es »eigentlich draufhabe«.

Genauso wie Peiffer, der beim bisher letzten Weltcup-Sprint in Oberhof vor einem Monat auf Platz drei gelandet war. Neben dem Staffel-Duo werden auch Benedikt Doll, immerhin Sprint-Weltmeister von 2017, und Johannes Kühn, der sich zuletzt mit EM-Bronze im Sprint empfahl, in die WM starten.

Topfavoriten auf Gold sind erneut die norwegischen Dominatoren um Johannes Thingnes Bö und Sturla Holm Lägreid. Bei den bisherigen sechs Sprints stand immer ein Norweger auf dem obersten Podest. Doch auch die DSV-Athleten hoffen nach dem Stotterstart auf Edelmetall.

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