Wiede sagt ab

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(sid/dpa). Vier Absagen an sieben Tagen - für Alfred Gislason kommt es momentan knüppeldick. Wenige Tage vor der geplanten Kaderbekanntgabe für die Handball-WM springen dem Bundestrainer immer mehr Stammkräfte ab. Der verletzungsbedingte Verzicht von Fabian Wiede, 2016 Europameister und Olympiadritter von Rio, wiegt dabei besonders schwer.

"Es tut mir sehr leid, dass ich Alfred absagen muss, aber meine Schulter lässt die Dauerbelastung noch nicht wieder zu", begründete Wiede seine Entscheidung gegen einen Einsatz beim Turnier im Januar in Ägypten. Das 2021 zu erwartende Gesamtpaket aus WM, Olympia-Qualifikation im März und Olympischen Spielen im Sommer sei laut DHB "nach eingehender medizinischer Beratung noch nicht wieder vertretbar".

Wiede ist nach Patrick Wiencek (Verzicht wegen Corona) sowie Franz Semper und Tim Suton (beide Kreuzbandriss) der vierte Nationalspieler, der Gislason beim Saisonhöhepunkt nicht dabei ist.

Wiede spielt nach einer schweren Operation vor einem Jahr, wegen der er auch die EM zu Jahresbeginn verpasst hatte, erst seit Kurzem wieder für die Füchse Berlin in der Bundesliga. Doch trotz der langen Pause galt der einzige deutsche Profi, der es bei der letzten WM 2019 ins All-Star-Team geschafft hatte, für die WM als Hoffnungsträger. Bis zu diesem Donnerstag.

Kiels Routinier Steffen Weinhold steht auf der Kippe, seine persönliche WM-Entscheidung hat er aufgrund der Pandemie noch nicht gefällt.

Fabian Böhm von der TSV Hannover-Burgdorf will dagegen dabei sein. "Wenn ich auch im finalen Kader für das Turnier stehe und gesund bin, werde ich die WM spielen", wird der 31 Jahre alte Rückraumspieler von der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" zitiert. "Diesen Entschluss habe ich für mich und mit meiner Familie schon gefasst."

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