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Traumpaar: Isabell Werth gewinnt mit Bella Rose ihre EM-Titel 18, 19 und 20.

Werth stellt alle in den Schatten

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(dpa). Die dominierende Reiterin der Europameisterschaft war mit ihren drei Goldmedaillen längst daheim in Rheinberg, als die Springreiter am Sonntag leer ausgingen. Isabell Werth beherrschte die EM-Woche in Rotterdam und setzte ihre Siegesserie auch in der Kür fort. Im Springen sorgte nach Team-Silber Simone Blum für das beste Ergebnis im Einzel und kam am Sonntag auf Rang vier.

Die 30 Jahre alte Weltmeisterin aus dem bayrischen Zolling ritt mit ihrer Stute Alice in den zwei schweren Runden vom achten Platz aus vor, verpasste aber durch einen Abwurf Bronze. Europameister wurde der Schweizer Martin Fuchs mit Clooney vor dem Briten Ben Maher mit Explosion und dem Belgier Jos Verlooy mit Igor. Auch Marcus Ehning arbeitete sich am letzten EM-Tag nach vorne. Als zweitbester deutscher Starter belegte der 45-Jährige aus Borken mit Comme Il Faut Rang fünf. Daniel Deußer hatte als Siebter vor dem Finale die beste Ausgangsposition, fiel aber nach acht Strafpunkten mit Tobago auf Platz 14 zurück.

Die beherrschende Person war Isabell Werth, die am Samstag ihre 20. EM-Goldmedaille gewonnen hatte. Bei der Siegerehrung ließ Isabell Werth den Champagner spritzen und machte die Konkurrenz auch auf dem Podium nass. Vergnügt und feucht-fröhlich feierte die Dressurkönigin im Stadion ihre dritte Goldmedaille bei der EM in Rotterdam, ehe es im Stall weiterging - und Werths Siegerstute Bella Rose zumindest Möhren als Belohnung für ihre Meisterleistung erhielt.

Isabell Werth ist ein Phänomen. Vor 30 Jahren gewann die Dressurreiterin ihr erstes EM-Gold und feierte nun die EM-Titel 18, 19, und 20. Manchmal macht es den Eindruck, als genieße die 50 Jahre alte Ausnahmereiterin diese Erfolge noch mehr als früher. "Ich bin einfach nur super-glücklich", kommentierte die Seriensiegerin, die sich immer mal wieder eine Träne wegwischen musste. Schon bei der letzten Lektion ihres Rittes hatte das begeisterte Publikum am Samstagnachmittag im Takt mitgeklatscht. Sogar die Niederländer feierten mit Werth eine fantastische Kür. Und sie erlebten deren erneuten Sieg nach einer deutschen Meisterschaft mit europäischen Gästen. Denn die erfolgreichste Reiterin der Welt gewann mit ihrer Stute Bella Rose mit 90,875 Prozent vor Dorothee Schneider aus Framersheim mit Showtime (90,561) und Jessica von Bredow-Werndl aus Tuntenhausen mit Dalera (89,107). "Mit diesen Damen verreist man gerne", witzelte Verbandspräsident Breido Graf zu Rantzau.

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