Der Leipziger Timo Werner (M.) feiert sein Tor gegen Tottenham Hotspur. FOTO: AFP
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Der Leipziger Timo Werner (M.) feiert sein Tor gegen Tottenham Hotspur. FOTO: AFP

BERGAMO - VALENCIA 4:1

Werner macht sein Tor

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(dpa). Dank Timo Werner darf RB Leipzig nach einer herausragenden Leistung vom Einzug ins Viertelfinale der Champions League träumen. Der Fußball-Nationalstürmer krönte am Mittwochabend mit seinem verwandelten Foulelfmeter (58.) zum 1:0 (0:0)-Erfolg im Achtelfinal-Hinspiel den dominanten Auftritt des Teams von Trainer Julian Nagelsmann beim Vorjahresfinalisten Tottenham Hotspur. RB hätte vor 60 095 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften neuen Stadion der Spurs noch deutlich höher gewinnen können, geht aber dennoch mit einer guten Ausgangsposition in das zweite Aufeinandertreffen am 10. März.

Bei der K.-o.-Runden-Premiere in der Champions League war Leipzigs Offensive sofort auf Betriebstemperatur. Schon nach 28 Sekunden verfehlte Patrik Schick mit seinem Schuss nur knapp das Tottenham-Tor. Keine Minute später eine Doppelchance: Zuerst wurde der Versuch von Werner geblockt, dann lenkte Hotspur-Keeper Hugo Lloris den Ball nach dem Schuss von Angelino an den linken Pfosten.

Auch in der Folgezeit brachte der Bundesliga-Zweite mit seinem Tempofußball Tottenham immer wieder in Verlegenheit. Nur Steven Bergwijn prüfte RB-Torwart Peter Gulasci (8.), den Nachschuss brachte Dele Alli nicht im Leipziger Tor unter. Das war es aber fast schon mit der Angriffsherrlichkeit der Mannschaft von Star-Trainer José Mourinho.

Das Fehlen des Langzeitverletzten Harry Kane und der Ausfall von Ex-Bundesliga-Star Heung-Min Son wegen eines Armbruchs war in der Offensive der Londoner spürbar. Beide werden auch im Rückspiel nicht dabei sein. Die RB-Deckung, in der Dayot Upamecano wegen einer Gelbsperre fehlte, geriet so selten in Gefahr. Der 19-jährige Ethan Ampadu machte als Mittelmann in der Dreier-Kette einen sicheren Eindruck.

So konnten die Sachsen ganz auf Angriff schalten. In den ersten 45 Minuten hatten die Gäste über 60 Prozent Ballbesitz und 13:3 Torschüsse - allein ein Treffer wollte vor der Pause nicht gelingen. Auch klarste Möglichkeiten wie der Kopfball von Schick (17.) nach einem Eckball und der Schuss von Werner (36.), der freistehend an Lloris scheiterte, ließen sie ungenutzt.

Nach dem Wechsel hatte Tottenham zwar die erste gefährliche Aktion durch Lucas Moura (48.). Danach bot sich den Zuschauern wieder das gleiche Bild wie in Hälfte eins. Doch um endlich in Führung zu gehen, benötigten die Leipziger einen Elfmeter. Nach dem Foul von Ben Davies an Konrad Laimer verwandelte Nationalspieler Werner (58.) sicher und beendete seine fünf Pflichtspiele währende Tor-Flaute. Wenig später hätte Schick erhöhen können, scheiterte jedoch erneut am starken Lloris (62.).

Tottenham: Lloris - Aurier, D. Sanchez, Alderweireld, Davies - Fernandes (64. Lamela), Winks - Lo Celso, Alli (65. Ndombelé), Bergwijn - Lucas.

Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Ampadu, Halstenberg - Mukiele, Sabitzer, Laimer (83. Forsberg), Angelino - Nkunku (74. Haidara), Werner - Schick (77. Poulsen).

Stenogramm: SR: Cüneyt Cakir (Türkei). - Zuschauer: 60 095. - Tor: 0:1 Werner (58./FE). - Beste Spieler: Lo Celso, Bergwijn/Gulacsi, Laimer.

(dpa). Der deutsche Fußballer Robin Gosens hat mit der italienischen Überraschungsmannschaft Atalanta Bergamo einen großen Schritt Richtung Viertelfinale gemacht. Der Champions-League-Debütant gewann am Mittwochabend im Achtelfinal-Hinspiel in Mailand gegen den FC Valencia mit 4:1 (2:0). Hans Hateboer (16. und 62.), Josip Ilicic (42.) und Remo Freuler (57.) trafen für die Gastgeber, die aufgrund von Renovierungsarbeiten im eigenen Stadion wie schon in der Gruppenphase in die benachbarte Mailänder Arena San Siro ausgewichen waren. Denis Tscheryschew (66.) gelang das einzige Tor für Valencia.

Während die Gäste schwer ins Spiel fanden, zeigte Atalanta von Beginn an Offensiv-Stärke. Vor allem über die Flügel - etwa über Linksaußen Gosens - machte Bergamo Druck.

Valencias Anschlusstor durch den eingewechselten Denis Tscheryschew in der 66. Minute dürfte für das Rückspiel am 10. März in Valencia zu wenig sein.

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