Ringen

Weckruf für Stäbler

  • VonDPA
    schließen

(dpa). Frank Stäbler richtete den Blick schnell wieder nach vorne. Auf sein ganz großes Ziel. Auf den Schlusspunkt seiner internationalen Erfolgskarriere im Sommer. “Ein Weckruf vor Olympia„ sei sein überraschend frühes Aus bei der Europameisterschaft in Warschau gewesen, sagte der deutsche Ausnahmeringer.

Nach nur einem Kampf war für den dreimaligen Weltmeister in Polen am Samstag schon wieder Schluss. So hatte sich der 31-Jährige, der sich seit Monaten mit einer Schulterblessur herumplagt, seine letzte EM nicht vorgestellt. Doch er will seine Lehren daraus ziehen. Für die beschwerliche Vorbereitung auf den finalen Akt in drei Monaten. “Wir wussten ja, dass der Vorbereitungsprozess coronabedingt eher suboptimal war„, sagte der Sportdirektor des Deutschen Ringer-Bundes, Jannis Zamanduridis. “So etwas kann passieren„, kommentierte er das Aus seines Vorzeigeathleten. “Das wird ihn nicht umwerfen„. Für Japan wird Stäbler sich - anders als in Warschau, wo er in der Klasse bis 72 Kilogramm startete - auf 67 Kilogramm hungern.

Während für den größten deutschen Hoffnungsträger die EM mit einer Enttäuschung endete, lief es für andere besser. Nach dem kollektiven Aus der deutschen Freistil-Riege zu Wochenbeginn holten sowohl Aline Rotter-Focken (76 kg) und Annika Wendle (53 kg) als auch Hannes Wagner (82 kg) und Eduard Popp in der Klasse bis 130 Kilogramm jeweils noch Bronze. Für den Greco-Schwergewichtler war es die erste Medaille bei einem ganz großen Turnier. Der Olympia-Dritte Denis Kudla (87 kg) schrammte knapp am Podest vorbei, dürfte in Tokio aber genauso wieder zu den Mitfavoriten gehören wie Stäbler.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare