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Wieder vereint wie einst: Bundestrainer Hansi Flick (damals Co-Trainer) holt Ex-Nationalspieler Benedikt Höwedes in sein Team als Bindeglied zwischen Management und Mannschaft.

»Vorzeige«-Weltmeister für Flick

Vier Jahre nach seinem letzten Länderspiel kehrt Benedikt Höwedes in den Kreis des Nationalteams zurück. Er soll als Bindeglied zwischen Management und Mannschaft wertvolle Impulse geben. Der Ex-Profi passt als Teamplayer ins Anforderungsprofil für den Stab um Hansi Flick.

Benedikt Höwedes war im Nationaltrikot immer ein geschätzter Teamplayer. Nun feiert der Weltmeister von 2014 als prominenter Helfer des neuen Bundestrainers Hansi Flick ein Comeback beim DFB und soll beim Aufbau einer wieder titelfähigen deutschen Fußball-Nationalmannschaft helfen. Der 33 Jahre alte Höwedes wird das Teammanagement verstärken, wie der Verband am Mittwoch mitteilte.

Höwedes ist Feuer und Flamme für die neue Aufgabe. »Im Trikot der Nationalmannschaft habe ich den größten Erfolg meiner Karriere gefeiert. Es war für mich immer das Größte, für mein Land spielen zu dürfen. Deshalb freue ich mich sehr, nun in neuer Rolle wieder bei der Nationalmannschaft zu sein und in alle Abläufe rund um das DFB-Team eingebunden zu werden«, äußerte er in der Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes.

Der langjährige Schalker soll »als Bindeglied zwischen Management und Mannschaft wichtige Impulse geben, an ihm können sich unsere jungen Spieler orientieren«, sagte Oliver Bierhoff, der als DFB-Direktor für alle Nationalteams und besonders auch das Management zuständig ist.

Höwedes kommt als prominenter Lehrling. Zunächst bis zur WM 2022 in Katar - dem ersten Turnier unter Flick - soll er parallel zu seinem UEFA-Master-Studienkurs für Nationalspieler in einem Traineeprogramm die Managementaufgaben rund um die Nationalmannschaft durchlaufen.

Höwedes passt als Typ bestens in Flicks Anforderungsprofil für das Team hinter dem Team. Auch beim FC Bayern München war der engere Stab um die Profi-Mannschaft für Flick heilig. »Erfolg hat man nur gemeinsam«, lautet Flicks Credo auch als Bundestrainer: »Wir müssen eine Atmosphäre schaffen, diese Mannschaft zu formen.«

Flick und Höwedes kennen sich gut. Als Co-Trainer und Spieler waren sie gemeinsam am WM-Triumph vor sieben Jahren beteiligt. Höwedes absolvierte damals in Brasilien alle sieben Partien. Bemerkenswert dabei: Als Notlösung auf der Position des linken Verteidigers avancierte er zum Leistungsträger mit herausragendem Teamgeist.

»Ich will lernen, wie eine Auswahlmannschaft gemanagt wird - und gleichzeitig meine Erfahrung an das Team und das Team hinter dem Team weitergeben. Ich bin sehr stolz, jetzt wieder dazuzugehören«, sagte Höwedes. Bierhoff rühmt den bodenständigen Ex-Profi, der von 2011 bis 2017 insgesamt 44 Mal für Deutschland auflief und seine Karriere als Profi im Sommer 2020 nach einem abschließenden Engagement bei Lokomotive Moskau beendet hatte, als »Vorzeige-Nationalspieler«.

Bierhoff hatte 2004 das unter Bundestrainer Jürgen Klinsmann neu geschaffene Amt des Teammanagers übernommen. In seiner heutigen Funktion als DFB-Direktor ist er weiter eng am Team, kann aber einen Verbindungsmann zu Spielern und Trainern gut gebrauchen: »Es ist mein Ziel, auch im Management verstärkt frühere Nationalspieler einzubauen und von ihrer Erfahrung zu profitieren.«

Über Höwedes‹ Rückkehr zum DFB hatte zuerst die »Sport Bild« berichtet. Das Magazin vermeldete am Mittwoch zudem, dass Andreas Kronenberg vom SC Freiburg zunächst für ein Jahr zur Überbrückung und auf Honorarbasis Torwartcoach in Flicks Stab werde. Der 46-Jährige würde auf Andreas Köpke folgen, der zusammen mit Bundestrainer Löw den DFB nach der Europameisterschaft verlassen hatte.

Der Schweizer Kronenberg formte in Freiburg Bundesliga-Torhüter wie Oliver Baumann (Hoffenheim), Roman Bürki (Borussia Dortmund), Rafal Gikiewicz (FC Augsburg) oder Alexander Schwolow (Hertha BSC). Flick wird am 10. August in Frankfurt bei seiner offiziellen Vorstellung als Bundestrainer seinen engsten Stab präsentieren, mit dem er die Nationalmannschaft wieder in die Weltspitze führen will.

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