Vorschlag: Maskenpflicht auf dem Platz

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(dpa). Im Streben um einen möglichst risikoarmen Neustart der Fußball-Bundesliga sorgt ein kurioser Vorschlag für Diskussionen. Nach "Spiegel"-Informationen prüft das Bundesarbeitsministerium, Profis zum Schutz gegen das Coronavirus mit Gesichtsmasken spielen zu lassen. Das gehe aus einem Papier des Ministeriums als Reaktion auf das Hygienekonzept der Deutschen Fußball-Liga (DFL) hervor, wie das Nachrichtenmagazin am Freitag berichtet. Ein Ministeriumssprecher bestätigte auf Nachfrage, dass es ein solches Papier gebe, verwies aber darauf, dass es sich lediglich um einen ersten Entwurf auf Arbeitsebene handele.

Demnach sollen Spieler und Schiedsrichter während der Partien einen Mund-Nase-Schutz nach medizinischen Standards tragen. Diese dürften während des Spiels nicht verrutschen, ansonsten müsse das Spiel sofort unterbrochen werden. Alle 15 Minuten solle es zudem eine Unterbrechung geben, damit die Masken ausgetauscht werden könnten. Erste Reaktionen auf diesen Vorschlag klangen wenig begeistert. "Ein Sprint mit Maske ist vielleicht möglich, aber nicht drei oder vier. Da wird es mit der Luftzufuhr schwer", kommentierte Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche. Ähnlich kritisch hatte sich Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie in Essen, geäußert: "Mit einem infektionssicheren Mundschutz können sie nicht lange Sport machen. Da haben sie deutliche Atemeinschränkungen. Und ein anderer Mundschutz, der nur lose vor dem Gesicht hängt und bei Zweikämpfen möglicherweise verloren geht, hilft nichts."

Laut DFB-Chefmediziner Tim Meyer gibt es in der von ihm geleiteten Task Force dazu keine Überlegungen. Auf die Frage, ob in der Expertengruppe erwogen wurde, dass Spieler Masken tragen und nicht nur die Torhüter Handschuhe, antwortete Meyer: "Nein. Prämisse war: Auf dem Platz bleibt alles unverändert. Es gab auch Vorschläge wie den, dass Spieler in der Freistoßmauer Abstand voneinander halten sollten. Da würden die Zuschauer den Fußball jedoch nicht mehr als authentisch empfinden. Wenn Spieler mit Masken spielen würden, das fände aus meiner Sicht keine Akzeptanz." In dem Ministeriumsentwurf wird laut "Spiegel" alternativ eine Dauerquarantäne für alle am Spielbetrieb beteiligten Personen bis zum Ende der Saison vorgeschlagen. Die Isolation könne beispielsweise in ausreichend großen Hotels stattfinden.

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